Sternsingeraktion in Adenau
Segensgruß in die Häuser gebracht
Adenau. Die Sternsinger waren mit ihren Betreuern, der ehemaligen Pfarrei Adenau und Dümpelfeld, zum Aussendungsgottesdienst in die Pfarrkirche St. Johannes der Täufer nach Adenau eingeladen worden. Für die rund 70 Mädchen und Jungen war es der Start der diesjährigen Sternsingeraktion, die unter dem Motto „Segen bringen, Segen sein. Hoffnung für Flüchtlingskinder in Malawi und weltweit!“ stand. Die Hauptorganisation hatte der Pastoralreferent Thomas Sander übernommen, der zusammen mit Pastor Dr. Rainer Justen und den Messdienern, als heilige drei Könige, den Aussendungsgottesdienst am Altar feierte. Pastor Justen erinnerte die Sternsinger daran, dass auch heute noch viele Kinder und Erwachsene auf der Flucht sind und ihr zuhause verlassen müssen und all den unendlich vielen Kindern gehört das Mitgefühl und die Hilfe durch das Einsammeln der Spenden von Haus zu Haus.
Hilfe für Flüchtlingskinder
Die Sternsingeraktion hat in diesem Jahr als Beispielland Malawi ausgewählt und unter das Motto „Segen bringen, Segen sein. Hoffnung für Flüchtlingskinder in Malawi und weltweit!“ gestellt. Um auf das Schicksal von Flüchtlingskindern in Afrika aufmerksam zu machen, stellt die Aktion Dreikönigssingen 2014 beispielhaft das Flüchtlingslager Dzaleka in Malawi vor. Hier leben vor allem Flüchtlinge aus der Demokratischen Republik Kongo, aus Ruanda, Burundi und Somalia. Die Aktion stellt das Leben und die Umstände im Camp vor und berichtet von den Schicksalen der Flüchtlingskinder. Dank der Hilfe der Sternsinger können die Kinder in Dzaleka zur Schule gehen. Hier bekommen sie täglich auch eine gesunde Mahlzeit. Kinder, die auf der Flucht Schlimmes erlebt haben, werden von geschulten Traumatherapeuten begleitet. Beinahe jeder zweite der über 45 Millionen Flüchtlinge weltweit ist ein Kind. Viele haben ihre Eltern verloren, sie sind unbegleitet unterwegs und dadurch besonderen Gefahren ausgesetzt. Aber auch Kinder, die mit Eltern oder Verwandten unterwegs sind, leiden unter der Fluchtsituation und dem Verlust der Heimat. So erzählte Pastor Justen auch die Geschichte von Jesus, der kurz nach der Geburt mit seinen Eltern aus dem Stall fliehen musste. Dann segnete Pastor Justen die Kreide der insgesamt 21 Gruppen, die sich nach dem Gottesdienst aufmachten, um den Segen von Haus zu Haus zu tragen und dazu schrieben sie immer wieder den Segensgruß mit der gesegneten Kreide an die Hauseingänge „20*C+M+B*14“ (Christus mansionem benedicat - Gott schütze dieses Haus). Die Sternsinger unterstützen alljährlich die Aktion des Kindermissionswerkes und sind weltweit als größte Solidaraktion von Kindern für Kinder unterwegs, so auch wieder in der Stadt Adenau und all den Orten in der Verbandsgemeinde Adenau, wo sie auch in Barweiler im Aussendungsgottesdienst von Pastor Heinrich Ant mit der gesegneten Kreide ausgesendet wurden.
Pastor Rainer Justen segnete die Kreide.
