Eifelverein Adenau
Spaß am Berg
Eifelverein Adenau im Kleinwalsertal
Oberstdorf.Wandern macht Freude, sogar bei Regenwetter. Das galt auch für 56 Wanderfreunde vom Eifelverein Adenau während ihrer Herbstwanderwoche.
Sie erwanderten und erlebten das von hohen Berggipfeln umkränzte Kleinwalsertal auf verschiedenen Höhenstufen und Wegen. Gratwanderungen von Gipfel zu Gipfel, Rundwanderungen in mittleren Höhenlagen, das Erlebnis einer großartigen Gebirgslandschaft und überwältigende Panoramablicke fügten sich zu einer eindrucksvollen Gesamtheit zusammen. Jede Gruppe der Bergwanderer, die sich dann und wann in verschiedene Grüppchen auflöste, hatte ihre eigenen Impressionen und Erlebnisse. Der jähe Wechsel vom feuchten Herbst im Tal zur eiskalten, von Sturm durchbrausten Schneelandschaft in den hohen Regionen wurde staunend vermerkt. Kühles, regnerisches Wetter wurde hingenommen, gelegentliche Sonnenstrahlen begrüßt, im Nebel tasteten sich die Wanderer auf schmalen Steigen voran, Schnee auf Gratpfaden und Gipfeln wurde überwunden. Wer hoch oben seine Kräfte mit den Situationen der steilen Hänge maß, setzte Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und Kondition ein. In der mittleren Höhe führten manchmal schwierige, meist aber gut zu bewältigende Strecken über Almen und durch Wald. Die Wege der Wanderer aus der Eifel führten zum Walmendinger Horn (1.990 m), aufs Nebelhorn (2.280 m), das seinem Namen alle Ehre machte und für Kletterfreunde zum Hinderlanger Klettersteig. Die Breitachklamm, tiefste Klamm der Alpen, umschloss die in sie eindringenden Eifler mit nassen, tropfenden Felsüberhängen, zwischen denen sich schäumendes und strudelndes Wasser seinen Weg durch das Klippengewirr im Flussbett erzwang. Das Fellhorn (2.038 m) stand am Anfang einer herausfordernden Gratwanderung über den Sölleckkopf (1.925 m) zur Bergstation der Söllereckbahn und einer ausblicksreichen Wanderung auf mittlerer Höhe. Ein Tag später wurde die Kanzelwand auf verschiedenen Höhenstrecken umwandert, der dortige Zwei-Länder-Klettersteig wurde von vier erfahrenen Kletterern und zwei Kletterpraktikantinnen, die sich hervorragend bewährten, durchstiegen. Die steilere und längere der beiden Strecken um die Kanzelwand wurde mit 18 km und 1.400 m Abstieg zur längsten Tour der Adenauer Alpenfreunde. Bergbahnen zum Walmendinger Horn , zum Nebelhorn, zum Fellhorn oder zur Kanzelwand brachten die Wandergruppe auf Berggipfel oder zu Höhenstrecken, doch vor allem hieß es, zu Fuß zu erobern, was erreicht werden wollte. Doch auch für jene Mitglieder der Gruppe, die nicht oder manchmal nicht in die Bergwelt eindringen wollten, fanden sich Ziele: Spaziergänge durchs Tal, Sesselliftausflüge, das Erkunden von Hirscheck und Riezlern, Shopping in 0berstdorf, Besuch des Hintersteiner Kutschenmuseums, schließlich ein Ausflug zur Benediktinerabtei 0ttobeuren, einem bedeutenden Wallfahrtsort des Allgäus. Wenn der Aufenthalt im Kleinwalsertal sich als besonders erinnerungswert erwies, so zeichnete nicht zuletzt die Unterkunft im Hotel Montana in Riezlern und die Gastgeber, die Familie Gajda und ihre Mitarbeiter mit liebevoller Betreuung, ausgezeichnetem Service, behaglicher Atmosphäre und einer Küche, die Köstlichkeiten auf den Tisch zauberte, sich dafür verantwortlich. Auch das gehört zum dankbar Erwähnenswerten einer gelungenen Wanderwoche. Alles in allem lässt sich sagen: Das war Spaß am und um den Berg.Rüdiger Müller
