Allgemeine Berichte | 24.08.2013

Gelungenes Jubiläum bei der Reit- und Voltigierabteilung des TuWi

Voltigiergruppe zeigte ihr Können

Die Ehrenurkunde und die Ehrenplakette des TuWi aus der Hand des Vorsitzenden Detlef Goebel (l.) und seiner Stell. Sigrid Seulen (2.v.r) erhielten (v.l.): Abteilungsleiter Wolfgang Weinbach mit dabei die ersten Mitglieder der Reitabteilung, Hans Albert und Adelheit Jacoby.SES

Adenau. Auf 40 Jahre Reit- und Voltigiersport kann die Reitabteilung des Turn- und Wintersportvereins zurückblicken. Im Jahre 1973 hatte der TuWi schon einige Reitsportinteressierte in seinen Reihen, die Reitpferde in privaten Ställen hielten, so schloss sich auch der neue Förster in Adenau, Hans Albert Jacoby, dieser Gruppe an, zu gemeinsamen Ausritten.

Ein hartes Stück Arbeit

Bald entstand der Wunsch einer Vereinsgründung unter dem Dach des TuWi. Im Mai 1973 wurde die Abteilung in der „Blauen Ecke“ gegründet, mit Hans Albert Jacoby als Abteilungsleiter, Kassenführung Barbara Besgen und Mariele Raussen sowie den Beisitzern Ernst Müller, Walter Thiesen, Rainer Tillmann, Kurt Kirfel und Ursula Sand.

Der alte Sportplatz am Hirzenstein wurde gepachtet, und Reitunterricht erteilt. Hans Albert Jacoby trainierte die erste Voltigiergruppe, und Rainer Tillmann organisierte das Distanzreiten. Nur im Winter war es kaum möglich im Gelände dem Hobby zu frönen und die Reiter mieteten sich wegen fehlender Hallenmöglichkeiten in der Buchholzbacher Mühle ein. Deshalb reifte 1976 die Idee von einem „eigenen“ Dach über dem Kopf. Es vergingen sieben Jahre ehe der Bau realisiert werden konnte. In dem damaligen Vorsitzenden Dr. Wolfgang Raussen fand Hans Albert Jacoby einen Mitstreiter für das Reithallenprojekt und so gingen die beiden mit Eifer an die Sache. Egal ob wegen der Flurbereinigung zusätzliche Grundstücke zu Tauschen oder zu Kaufen waren, alles musste geplant werden. Zu den beiden gesellte sich Architekt Robert Lehmann, er kümmerte sich um die Finanzierung des geplanten Bauvorhabens der Reithalle und der Stallungen.

Viele Arbeitsstunden investiert

Nach 3700 Arbeitsstunden vieler freiwilliger Helfer aus allen Abteilungen des TuWi konnte im Februar 1983 der Trainingsbetrieb in der Halle aufgenommen werden. Auch der zweite Bauabschnitt mit Stallungen und Nebengebäuden erfolgte wieder in Eigenleistung und nach ca. 4700 Arbeitsstunden war auch das geschafft.

Von nun an entwickelte sich der Reit- und Voltigiersport in Adenau. Unter der Leitung von Regina Seegers, der ersten Pächterin der Reithalle, wurden nicht nur Dressur- und Springturniere durchgeführt, es fanden auch die Landesentscheidungskämpfe im Vierkampf in Adenau statt. Durch Peter Nett lebte 1988 die Jagdreiterei wieder auf. Gespannfahren mit Turnieren und Prüfungen leitete Hans Albert Jacoby, der auch den Voltigiersport in Schwung brachte.

Hans Albert und Adelheit Jacoby zu Ehrenmitgliedern ernannt

Bei der Jubiläumsfeier wurde von Landrat Jürgen Pföhler das persönliche Engagement der Großen TuWi Familie hervorgehoben, die durch ihren ehrenamtlichen Einsatz den Bau der Halle samt Nebengebäuden ermöglich hat. Herzliche Grüße zum Geburtstag überbrachten Hermann Josef Romes, Stadtbürgermeister Arnold Hoffman sowie Sportkreisvorsitzender Fritz Langenhorst. Detlef Goebel, Vorsitzender des TuWi Hauptvereins, der rund 1.300 Mitglieder zählt, bedankte sich bei allen Gratulanten für die Geburtstagswünsche, als Dank hatte er für den Abteilungsleiter eine Urkunde im Gepäck. Für die „Macher“ der Reit- und Voltigierabteilung hatte er noch etwas Besonderes in petto, für die besonderen Verdienste in dieser Abteilung wurden Hans Albert und Adelheit Jacoby mit dem Ehrenpreis des TuWi ausgezeichnet und zu Ehrenmitgliedern ernannt. Heute hat die Abteilung 118 Mitglieder, 54 davon unter 18 Jahren. Die Voltigierabteilung hat vier Mannschaften, die in den Klassen A bis S recht erfolgreich an Wettkämpfen teilnehmen.

Die S-Mannschaft, eine von Dreien in Rheinland Pfalz, war mit großen Erfolgen nicht nur dreimal bei den Deutschen Meisterschaften, sondern auch bei den Süddeutschen- und den Landesmeisterschaften vertreten. Sie zeigten im Anschluss des offiziellen Teils einen kleinen Querschnitt ihres Könnens.

Dressurreiten vom Feinsten.

Dressurreiten vom Feinsten.

Die Ehrenurkunde und die Ehrenplakette des TuWi aus der Hand des Vorsitzenden Detlef Goebel (l.) und seiner Stell. Sigrid Seulen (2.v.r) erhielten (v.l.): Abteilungsleiter Wolfgang Weinbach mit dabei die ersten Mitglieder der Reitabteilung, Hans Albert und Adelheit Jacoby.Fotos: SES

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