TuWi Adenau bei den Regionalmeisterschaften
Von Sensationssiegen, Hamstern und letzten Bastionen
Adenau. Anfang November stehen für die Tischtennisspieler der Region Ahrweiler/Mayen-Cochem alljährlich die Titelkämpfe um die Krone des besten Akteurs bei den Regionsmeisterschaften auf dem Programm, die dieses Jahr in Polch respektive Sinzig ausgetragen wurden. Zwar war das Teilnehmerfeld, zumindest der Damen- und Herrenkonkurrenzen so dünn besetzt wie selten zuvor, doch trübt dies keineswegs den Blick auf die Erfolge, welche die Spieler des TuWi Adenau auch dieses Jahr wieder einmal einstreichen konnten. Für den größten Paukenschlag, eine regelrechte Sensation sorgte- wieder einmal- Josef Berens, der sich zum ersten Mal in seiner nun fast 40 Jahre andauernden Karriere zum Titelträger in der höchsten Spielklasse der Region, Herren A, krönen konnte. Hierbei schaltete er, aufgrund einer abklingenden Erkältung sogar noch leicht angeschlagen, drei Klassen höher spielende und nur halb so alte Kontrahenten aus und behielt in einem umkämpften Herzschlagfinale gegen P. Guse von der SG Sinzig/Ehlingen das bessere Ende für sich. Dass es im Endspiel nicht zum familieninternen Aufeinandertreffen zwischen Josef und Sohn Fabian Berens kam, wusste eben jener Guse zu verhindern, der das Halbfinalduell mit dem 19-jährigen TuWi-Akteur nach 0:1-Satzrückstand noch zu seinen Gunsten zu drehen verstand. Insgesamt avancierte Fabian Berens in Polch zu einer Art Medaillenhamster, denn neben dem dritten Platz im Einzel der A-Klasse gelang es ihm diesen Platz auch im C-Einzel, sowie im Doppel der A-Klasse gemeinsam mit Vater Josef zu erringen. Im Doppel der C-Klasse erreichte er mit seinem Doppelpartner, F. Bockemühl von der TTG Kottenheim/Bell, sogar das Finale, wo man am Titel schnuppern konnte, sich aber letztlich mit Rang zwei begnügen musste.
TuWi Jugend
Eine Woche später, bei dem Turnier der Schüler/Innen und Jugendlichen in Sinzig, brachte der TuWi Adenau immerhin fünf Teilnehmer an die Platte. Neben dem in der Jungenklasse startenden Quartett, bestehend aus Dominik Schmitt, Manuel Sicken, Mike Faust und Christian Hellenthal, schnupperte auch der neunjährige Jeremy Schöppner erstmals Wettkampfluft. Bei den C-Schülern stellte er mit guten Leistungen sein Potential unter Beweis, verpasste es nur leider nach zwei deutlichen Führungen, seine Spiele für sich zu entscheiden, was ihm aber letztlich einen guten neunten Platz einbrachte. Einem recht großen Teilnehmerfeld sahen sich die erwähnten Jugendlichen ausgesetzt, von denen sich Manuel Sicken bis ins Halbfinale vorkämpfte, wo er, als letzter verbliebene Spieler, der nicht für die TTG Kalenborn/Altenahr startet, dem späteren Sieger unterlag. Dennoch ein erfreuliches Resultat, gerade weil Manuel sozusagen als letzte Bastion im Wettstreit der Spieler des Adenauer Nachbarvereins von der Ahr, dem man neidlos eine vorbildliche Jugendarbeit bescheinigen kann, gegen die Spieler aller anderen Vereine der Region verblieb.
Für Dominik Schmitt war sowohl im Einzel als auch im Doppel mit Christian Hellenthal im Viertelfinale Schluss, was insofern sehr ärgerlich ist, dass er trotz fünf zuvor gewonnener Einzel die Medaillenränge nur denkbar knapp im Entscheidungssatz des Viertelfinales verpasste. Insgesamt zeigten alle sieben Starter des TuWi Adenau sehr gute Leistungen, was einerseits einen Regionsmeistertitel, einen zweiten, sowie fünf dritte Plätze einbrachte und andererseits Mut machen sollte für die anstehenden Aufgaben im Ligaspielbetrieb, in welchem sowohl die Herren- als auch die Jugendmannschaft durchaus zum Kreise der Meisterschaftsanwärter gezählt werden können.
