Lokalsport | 02.04.2013

Heimniederlage für die SG Hocheifel

Widerstand war zwecklos

SG musste sich trotz Gegenwehr dem TuS Oberwinter mit 1:3 geschlagen geben

Adenau/Leimbach.Am Ostermontag stand für die Kombinierten aus der Hocheifel das Nachholspiel gegen den eindeutig favorisierten Tabellenzweiten TuS Oberwinter auf dem Programm, das trotz einer guten Mannschaftsleistung letztlich 1:3 (0:2) verloren wurde.

Vorrangiges Ziel des Teams von Trainer Mario Etteldorf war es, eine hohe Niederlage gegen den vor allem in der Offensive stark besetzten Gegner aus Oberwinter zu vermeiden und das Spiel durch eine disziplinierte Leistung möglichst lange offen zu halten. So war es wenig verwunderlich, dass es von Beginn an die Gäste waren, die versuchten, das Spiel zu kontrollieren und Druck auf die SG Hocheifel auszuüben. Jedoch taten sie sich dabei aufgrund des großen läuferischen Aufwands der Hausherren, die die Räume für Offensivaktionen sehr eng machten, relativ schwer. Wirklich gefährlich wurde es für die SG Hocheifel vor allem bei langen Bällen und bei Standardsituationen, in denen die TuS Oberwinter einige Male zu Kopfballchancen kam und dabei gleich zweimal an Pfosten oder Latte scheiterte. Während man in der Defensive also durchaus im Glück war, konnten die Hausherren die wenigen Konterchancen nicht verwerten.

Die größte Gelegenheit bot sich dem einzigen Stürmer Patrick Schneider, der nach einer starken Balleroberung gegen einen Defensivspieler allein auf das gegnerische Tor zulief, jedoch etwas überhastet abschloss und so das Tor verfehlte.

In der Folge konnte die TuS Oberwinter sich weiterhin einige Chancen erspielen und nutzte dann ein Abstimmungsproblem in der Adenauer Defensive, um durch einen Kopfball in Führung zu gehen. Jedoch ließen sich die Gastgeber auch durch diesen Rückstand nicht aus der Ruhe bringen und boten weiterhin eine disziplinierte und couragierte Vorstellung. Umso bitterer war es, dass man kurz vor der Pause noch das 0:2 hinnehmen musste, als der ansonsten sicher und solide agierende Abwehrchef Martin Bell für einen Moment die Orientierung verlor und ein durchgestarteter Angreifer der TuS Oberwinter den Ball aus etwa 16 Metern platziert in der Torecke unterbringen konnte.

Nach der Pause zeigte sich den Zuschauern im Adenauer Eifelstadion ein ähnliches Bild von der Partie.

Zwar agierte die TuS Oberwinter weiterhin druckvoller, jedoch gelang es der SG Hocheifel immer besser, durch Balleroberungen im Mittelfeld das Spiel ausgeglichener zu gestalten und so für Entlastung für die eigene Defensive zu sorgen.

Vor allem das dicht besetzte Mittelfeldzentrum um Kapitän Tobias Weiler, Viktor Stenz und Winterneuzugang Niklas Pauly konnte sich mit ihrem großen Einsatzwillen in einigen Aktionen auszeichnen. Dennoch waren es dann die Gäste vom Rhein, die nach einem der gefährlichen langen Bälle aus der eigenen Defensive plötzlich frei vor Adenaus Schlussmann Kevin Scholz auftauchten und ihm durch einen starken Lupfer keine Abwehrchance ließen. Somit mussten die Hausherren jetzt sogar einen Rückstand von 0:3 verarbeiten, wobei sich diese abermals keineswegs geschockt zeigten, sondern weiter konzentriert arbeiteten und sogar ihrerseits Druck auf die Mannschaft von TuS Oberwinter ausüben konnte, die in einigen Situationen sehr sorglos in der eigenen Defensive agierte und so der SG Adenau vereinzelt Tormöglichkeiten boten.

Nach einer sehr starken Einzelaktion von Viktor Stenz, der sich gegen mehrere Gegenspieler zu behaupten wusste, gelang der Ball plötzlich auf den völlig freistehenden Bagaudin Abuew, der den Ball souverän am Torwart vorbei ins Tor beförderte und so für den Anschlusstreffer für die SG Hocheifel sorgte. Danach waren es allerdings wieder die Gäste, die in einigen Torraumszenen die endgültige Entscheidung verpassten und an Scholz oder einem Abwehrspieler der Gastgeber scheiterten.

Da auf der anderen Seite sowohl Luca Dederichs als auch Niklas Pauly in der Schlussphase lediglich den Pfosten oder die Latte trafen, blieb es auch bis zum Schlusspfiff des souverän agierenden Schiedsrichters bei dem Ergebnis von 1:3.

Dieses Resultat geht aufgrund der deutlichen Dominanz der TuS Oberwinter in Ordnung, da sie vor allem in der ersten Halbzeit starken Druck auf die Mannschaft von Trainer Etteldorf ausüben konnte und sich den Sieg so verdient hatte.

Aus Sicht der SG Hocheifel durfte man abgesehen von den individuellen Fehlern ebenfalls zufrieden sein mit der eigenen Leistung, denn man hatte den Zuschauern gezeigt, dass man mit großem Einsatzwillen auch solch starken Teams wie der TuS Oberwinter teilweise Paroli bieten kann und die Saison mit weiterhin engagierten Leistungen abschließen will.

Für die SG Hocheifel spielten: Scholz - Kürsten, Baur, Bell, Merten - Abuew, Weiler, Pauly, Stenz, Dederichs - Schneider (Lauermann).

Ausblick

Die SG Hocheifel bestreitet ihr nächstes Spiel am Samstag, 6. April, um 17 zuhause gegen den FC Plaidt. Ob in Adenau oder in Leimbach gespielt wird, wird im Lauf der Woche noch entschieden.

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