Verein Landwirtschaftlicher Fachbildung Mayen-Koblenz e.V.
52. Maifelder Landwirtschaftswoche
Der VFL lädt zur Weiterbildung und zum Erfahrungsaustausch ein - 18. bis 22. Februar in Polch
Polch. Ehemalige Schülerinnen und Schüler der landwirtschaftlichen Fachschulen sind im Verband Landwirtschaftlicher Fachbildung e.V. (VLF) organisiert, um sich regelmäßig zum Erfahrungsaustausch und zur Weiterbildung zu treffen. Wichtigste Veranstaltung für die Landwirtschaft der Region, für Institutionen, Handels- und Wirtschaftspartner ist dabei die Maifelder Landwirtschaftswoche, veranstaltet vom Verein Landwirtschaftlicher Fachbildung Mayen-Koblenz e.V. Sie findet in diesem Jahr von Montag, 18. Februar bis Freitag, 22. Februar in 56751 Poch statt - nun bereits zum zweiundfünfzigsten Mal. Ziel der Maifelder Landwirtschaftswoche ist es, die Teilnehmer über Neuerungen im landwirtschaftlichen Bereich aufzuklären um eine effiziente, nachhaltige und gewinnbringende Agrarwirtschaft zu gewährleisten. Anhand einer Vielzahl von Vorträgen durch Fachleute zu den Themen Agrarpolitik, Zuckerrübenanbau und Pflanzenbau/Pflanzendüngung werden die Informationen für die Landwirtschaft hier aktuell und sowohl neutral als auch kritisch aufbereitet und vermittelt.
Montag, 18. Februar
Am Erföffnungstag der Maifelder Landwirtschaftswoche widmen sich die Veranstalter dem brisanten Thema Agrarpolitik, zu deren Aufgabe es gehört, agrarpolitisches Handeln zu beschreiben, zu erklären und dessen Wirkungen zu untersuchen. Anschließend an die Eröffnung und Begrüßung um 13.30 Uhr durch Erhard Horst-Saur, Vorsitzender des VLF Mayen-Koblenz und Jürgen Lehnigk-Emden, stellvertretender Leiter des DLR Westerwald-Osteifel (WW-OE) referiert Staatsministerin Ulrike Höfken vom Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Ernährung, Weinbau und Forsten in Mainz um 14 Uhr über die Vorstellungen der Landesregierung zur GAP-Reform 2013. Für das leibliche Wohl der Teilnehmer und Teilnehmerinnen ist durch einen Imbiss gesorgt. Abschließend setzt Dr. Clemens Dirscherl vom Evangelischen Bauernwerk in Württemberg e.V. um 15 Uhr mit seinem Vortrag „Steuern und gesteuert werden - wie groß ist die Macht des Verbrauchers?“ einen weiteren Schwerpunkt und bietet mit dieser aktuellen und bereits heftig debattierten Fragestellung Möglichkeiten zum Meinungsaustausch.
Dienstag, 19. Februar
Der zweite der Tag der Maifelder Landwirtschaftswoche, der sogenannte Zuckerrübentag, beginnt um 13.30 Uhr mit zwei Vorträgen von Mitgliedern des Rheinischen Rübenbauer-Verbandes, dessen Ziel es ist, die gemeinsamen Interessen und Belange der Zuckerrübenanbauer zwischen Trier und Münster bzw. Aachen und Dortmund auf den Märkten sowie in der Politik in bestmöglicher Weise zu vertreten und Perspektiven aufzuzeigen. Dr. Peter Kasten informiert über wirtschaftliche und politische Voraussetzungen für einen nachhaltig sicheren Rübenanbau, darauf folgt ein Vortrag von Manfred Steuerwald zu dem Thema „Rheinisches Versuchswesen-Grundlage für einen erfolgreichen Rübenbau“. Anschließend können sich die Teilnehmer wieder bei einem Imbiss stärken. Nach der Mittagspause referiert Carina Fuchs vom Landwirtschaftlichen Informationsdienst Zuckerrübe (LIZ) Euskirchen, einer unternehmensübergreifenden Beratungsorganisation, in dem Vortrag „Neumatoden - es bleibt viel zu tun“ über Möglichkeiten zur effizienten Bekämpfung der in der Landwirtschaft vielfach als Schädlinge auftretenden Fadenwürmer. Sabine Valder, ebenfalls vom LIZ, stellt die Beratungsempfehlungen 2013 zum Zwecke eines effizienten Anbaus von Zuckerrüben - von der Aussaat bis zur Ernte - vor. Mit einem Vortrag von Franz Schmitz von der Firma Pfeifer & Langen GmbH & Co. KG, indem die Leitlinien und strategischen Ausrichtungen des drittgrößten deutschen Zuckerproduzenten dargestellt werden, geht dann auch der zweite Tag der Maifelder Landschaftswoche zu Ende.
Mittwoch, 20. Februar
Thema des dritten Tages wird der Pflanzenbau sein. Zu diesem Zwecke referieren fachkundige Mitglieder der Dienstleistungszentren ländlicher Raum (DLR) aus verschiedenen Regionen. Die DLR nimmt sich der Landentwicklung, der ländlichen Bodenordnung und Siedlung, berufsbildender Schulen landwirtschaftlicher Fachrichtungen, der staatlichen Beratung, des Versuchswesens, der Ernährungsberatung, der angewandten Forschung in Weinbau, Oenologie und Phytomedizin sowie anderer weinbaulicher, gartenbaulicher und landwirtschaftlicher Aufgaben an. Anknüpfend an den einleitenden Vortrag um 13.30 Uhr von Dr. Bernd Augustin vom DLR Rheinhessen Nahe-Hunsrück, indem er sich mit der Fragestellung „Was passiert mit Schaderregern im Silo und in Biogasanlagen?“ auseinandersetzt, verkündet Peter Weißer vom DLR Westerwald-Osteifel die Regionalempfehlung zur Fungizid- und Herbizidstrategie. Nach eingenommenem Imbiss erfahren die Teilnehmer und Teilnehmerinnen dann von Oliver Martinez vom DLR Rheinhessen Nahe-Hunsrück um 15 Uhr alles über den Maiswurzelbohrer, der in zunehmendem Maße die Maisanbauflächen schädigt und über die Folgen des Maiswurzelbohrerbefalls für die Landwirte. Zum Abschluss informieren Peter Weißer und Peter Zilles vom DLR Westerwald-Osteifel über die Sortenempfehlungen zur Frühjahrsaussaat und über die Pflanzenschutzempfehlungen zu Winterraps.
Donnerstag, 21. Februar
Am vierten Tag gehen die Referenten neben dem Pflanzenbau auch auf die Düngung und auf die Möglichkeiten verschiedener Düngungsmethoden in der Landwirtschaft ein. Prof. Dr. Hans-Werner Olfs von der Hochschule Osnabrück zeigt in seinem Vortrag um 15 Uhr Möglichkeiten und Grenzen alternativer Düngungsphilosophien auf. Nach der Mittagspause geht Dr. Friedhelm Fritsch vom DLR Rheinhessen Nahe-Hunsrück dann auf die ökologischen sowie die ökonomischen Anforderungen an die Düngung ein und schließt mit seinem Vortrag den vierten Tag der Maifelder Landwirtschaftswoche ab.
Freitag, 22. Februar
Am Freitag wird die Aufmerksamkeit der Teilnehmer und Teilnehmerinnen dann wieder auf das Thema Pflanzenbau gelenkt. Zu Beginn informiert Dr. Joachim Bischoff, Mitglied der Landesanstalt für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau des Landes Sachsen-Anhalt (LLFG), die sich die Absicherung von Untersuchungs-, Beratungs- und Weiterbildungsaufgaben zur Erhaltung und Entwicklung einer wettbewerbsfähigen und zugleich umweltschonenden und nachhaltigen, flächendeckenden Landwirtschaft einschließlich Gartenbau zur Aufgabe gemacht hat, über ein neues Bodenbearbeitungsverfahren, mit dem Namen „Strip-Till.“ Im Anschluss präsentiert Silvio Heidig, der Kuhn Gebietsleiter das Strip-Till-Konzept von Kuhn, welches eine streifenweise Bodenbearbeitung darstellt.
Nach dem gemeinsam eingenommenen Imbiss findet um 15 Uhr eine Mitgliederversammlung statt. Schließlich geht mit dem Vortrag um 15.20 Uhr von Ulrike Krehbiel vom Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Ernährung, Weinbau und Forsten, in dem sie die Ergebnisse der Cross Compliance Kontrollen 2012 präsentiert, die 52. Maifelder Landwirtschaftswoche zu Ende. Die Landwirtschaft hat sich in den vergangenen fünf Jahrzehnten rasant entwickelt und die Anforderungen an die Betriebsleiter sind stetig gewachsen. Deren Fortbildung ist zum unverzichtbaren Bestandteil eines Jahresablaufs geworden. Aus diesem Grund ist der Besuch der Maifelder Landwirtschaftswoche in jedem Fall lohnenswert, interessierten Praktikern wird hier zum 52. Mal ein maßgeschneidertes Vortragsprogramm geboten.
Informationen & Programmheft
Nähere Informationen sind unter Tel. (0 26 02) 92 28 25 erhältlich. Das Programmheft steht unter www.dlr.rlp.de als PDF-Datei zum Download zur Verfügung.
