MGV Miesenheim
Abwechslungsreicher Tagesausflug
Miesenheim. Die froh gelaunte Sängerfamilie des Männerchores Miesenheim machte sich auf zu einem abwechslungsreichen Tagesausflug in die Edelsteinhauptstadt Idar-Oberstein.
Die Felsenkirche
Der Höhepunkt stand bereits ganz am Anfang des Tages: die Mitgestaltung des evangelischen Gottesdienstes in der weltbekannten Felsenkirche. Reue für einen Brudermord des Ritters vom Oberen Stein, so die Sage, war Anlass zum Bau der einzigartigen Felsenkirche in den Jahren 1482 bis 1484. Eine rieselnde Quelle, die heute noch in der Kirche zu bestaunen ist, erklärt die Entstehung der Felsennische, in der die Kirche rund 60 Meter über dem Erdboden errichtet wurde. Hoch über den Häusern von Oberstein erhebt sich die Felsenkirche, hineingebaut in eine natürliche Felsnische. Hinter ihr ragt die Felswand steil empor, unter ihr schmiegen sich die Häuser von Oberstein an den Hang. Dank ihrer exponierten Lage ist die Kirche zum Wahrzeichen der Stadt geworden. Das Orgelgehäuse stammt aus dem Jahr 1756 und wurde von den Gebrüdern Johann Nikolaus und Joh. Phillipp Stumm aus Rhaunen-Sulzbach errichtet.
Die Orgel wurde 2001 von dem Orgelbauer Rainer Müller (Merxheim) erbaut. Die größte Kostbarkeit ist der mitteralterliche Flügelaltar. Er wurde um 1400 von einem unbekannten Meister, dem „Meister der Mainzer Verspottung“, erschaffen. Wertvolle Tafelmalereien, kunstvolle Ornamentschnitzereien und ein naturgewachsenes Achatkreuz runden das imposante Interieur ab.
Klare Kirchenakustik
Über viele Treppenstufen gelangten die Gäste in die Kirche. Sogar ein Bus der Kirchengemeinde konnte bewegungseingeschränkte Personen bis nahe an die Kirche heranfahren. Von hier aus müssen dann nur noch die in den Felsen geschlagenen Tunneltreppen (1980-1981) bewältigt werden. Chorleiterin Barbara Nöst-Butz war überrascht von der klaren Kirchenakustik. Mit fünf Liedbeiträgen konnten die Sänger den von Prädikantin Ludolf geleiteten Gottesdienst bereichern. Danach waren Sänger und Besucher freudig eingestimmt für den weiteren Verlauf des Ausfluges.
Führung durch die Edelstein-Schleiferei
In Kirschweiler war für alle ein gemeinsames Mittagessen vorbereitet, um dann gestärkt eine interessante Führung durch die Edelstein-Schleiferei von Inhaber Martin Hess zu erleben. Der Chef persönlich zeigte in der Schleiferei anhand den noch in Betrieb befindlichen Schleifsteinen den Weg vom Rohstein bis hin zum veredelten Schmuckstein. Reiseteilnehmerin Loni Specht durfte sogar einen Edelstein auf Hochglanz polieren und erhielt als Lohn eben diesen Edelstein als Geschenk überreicht. Kirschweiler ist übrigens der Heimatort von Schriftführer und Vize-Chorleiter Werner Wagner. Auch die Prädikantin, Frau Ludolf hat hier ihren Wohnsitz.
Das nächste und letzte Ausflugsziel war die Mosel. Der Weg dorthin führte durch den neuen über 2000 Quadratkilometer großen Nationalpark Hunsrück Hochwald. Im Weinhaus Brixius in Maring war für uns eine umfangreiche Weinverkostung mit detaillierten Erläuterungen vorbereitet. Männerchor, Frauenchor und Kleiner Chor würzten die gesellige Weinprobe mit abwechselnd gesungenen Weinliedern. Viel zu schnell verging die Zeit bis zur Abreise nach Hause. In Miesenheim angekommen wurde der erlebnisreiche Tag im Vereinslokal bei Theo und Sabine Kaltenborn bei Speis und Trank in sängertypischer Weise abgeschlossen.
