Neue Wohn- und Touristikideen Andernach
CDU Andernach plant Wohnpark und Miniaturwelt am Runden Turm
aus Andernach
Andernach. Die CDU-Fraktion im Stadtrat Andernach hat zwei neue Vorschläge zur zukünftigen Nutzung des Geländes am Runden Turm sowie des ehemaligen Bürgermeisterhauses vorgestellt. Ziel ist es, einen wichtigen Beitrag zur Revitalisierung der Altstadt zu leisten und zugleich den historischen Charakter des Areals zu bewahren.
„Die Neugestaltung des derzeit brachliegenden Geländes am Runden Turm und die Sanierung des ehemaligen Bürgermeisterhauses sind aus unserer Sicht von zentraler Bedeutung für die weitere Entwicklung der Altstadt“, so Raphael Busenkell, Fraktionsvorsitzender der CDU-Fraktion. Dabei gelte es, sowohl den Anforderungen des Denkmalschutzes gerecht zu werden als auch eine nachhaltige Nutzung zu ermöglichen, die dauerhaft Leben und Besucher in die Innenstadt bringe. Dazu haben eine Arbeitsgruppe der Fraktion unter der Leitung von Milan Kriegel Vorschläge erarbeitet, welche in die Beratungen des Planungsausschusses sowie in die weiteren politischen Entscheidungsprozesse einfließen sollen.
Wohnpark „Turmgarten“
Der erste Lösungsansatz sieht die Entwicklung eines Wohnparks in Form einer modernen Senioren-Wohngemeinschaft vor. Geplant sind kleinere Wohneinheiten, etwa in Form von Bungalows oder Wohnungen, eingebettet in eine parkähnliche Anlage mit Gemeinschaftsflächen.
Nach Auffassung der CDU könnte ein solches Konzept den Bedürfnissen vieler älterer Menschen entsprechen, die sich im Zuge des demografischen Wandels nach kleineren, zentral gelegenen Wohnformen sehnen. Die Altstadt Andernachs mit ihrer guten Infrastruktur, den Gesundheitseinrichtungen sowie den Grün- und Freizeitangeboten biete hierfür ideale Voraussetzungen.
Das ehemalige Bürgermeisterhaus könnte dabei als Gemeinschaftshaus dienen und Platz für ein Café, gemeinsame Veranstaltungen, Vorträge oder generationsübergreifende Begegnungen bieten. Auch eine Außengastronomie an der Ecke Kirchstraße/Hochstraße sei denkbar.
Der geplante Park würde den Bewohnerinnen und Bewohnern Bewegungs- und Erholungsräume bieten und könnte durch Hochbeete, Sitzgelegenheiten und Gemeinschaftsgärten ergänzt werden. Darüber hinaus regt die CDU an, das Quartier teilweise auch für junge Familien, Studierende oder ehrenamtlich Engagierte zu öffnen, um ein lebendiges und generationenübergreifendes Wohnumfeld zu schaffen.
„Miniatura Andernach“ als touristische Attraktion
Als zweite Option schlägt die CDU-Fraktion die Einrichtung einer Miniaturwelt vor. Unter dem Titel „Miniatura Andernach“ könnte die historische Stadt im Maßstab 1:25 dargestellt werden – vergleichbar mit bekannten Anlagen wie Minimundus in Klagenfurt.
Neben bestehenden Sehenswürdigkeiten könnten auch längst verschwundene historische Gebäude rekonstruiert und erlebbar gemacht werden. Nach Ansicht der CDU ließe sich auf vergleichsweise kleiner Fläche eine attraktive touristische Einrichtung schaffen, die sowohl Einheimische als auch Besucher anspricht.
Die Lage am Runden Turm sei für ein solches Projekt besonders geeignet. In unmittelbarer Nähe zu Stadtmauer, Mariendom, Altem Krahnen und Rheinpromenade könnte ein einzigartiger Ort entstehen, der Geschichte anschaulich vermittelt und die touristische Attraktivität Andernachs weiter stärkt. Das ehemalige Bürgermeisterhaus könnte in diesem Zusammenhang als Café, Souvenirshop oder Tourist-Information genutzt werden. Die CDU sieht darin die Chance, zusätzliche Besucherströme in diesen Teil der Altstadt zu lenken und bestehende Angebote wie Stadtführungen sinnvoll zu ergänzen.
Offen für weitere Ideen Die CDU-Fraktion betont, dass beide Vorschläge als konstruktive Beiträge zur laufenden Diskussion verstanden werden. Man freue sich auf die Beratung in den städtischen Gremien, die Abwägung verschiedener Varianten sowie auf weitere Anregungen zur Zukunft des Areals am Runden Turm.
Ein weiterer Vorschlag ist eine aufgelockerte Bebauung für seniorengerechtes und gernerationenübergreifendes Wohnen Foto: CDU Andernach
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