Allgemeine Berichte | 15.07.2026

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Coffee-to-go Becher - Praktisch, aber umweltschädlich

VG Weißenthurm. Ob auf dem Weg zur Arbeit, beim Stadtbummel oder in der Mittagspause:

der Coffee-to-go gehört für viele Menschen zum Alltag.

Was oft übersehen wird: Jeder Einwegbecher wird meist nur wenige Minuten genutzt, belastet die Umwelt jedoch enorm.

Nach Angaben des Umweltbundesamtes werden in Deutschland jährlich rund 2,8 Milliarden Einwegbecher für Heißgetränke verbraucht. Das entspricht etwa 320.000 Bechern pro Stunde. Für die Herstellung der Becher und ihrer Deckel entstehen jährlich rund 111.000 Tonnen CO₂-Äquivalente. Das entspricht den jährlichen CO₂-Emissionen von rund 25.000 Pkw in Deutschland. Würde man alle jährlich verbrauchten Becher übereinanderstapeln, entstünde ein Turm von rund 300.000 Kilometern Höhe. Aneinandergereiht würden sie die Erde etwa siebenmal umrunden.

Die gute Nachricht: Jeder kann einen Beitrag leisten

Schon kleine Veränderungen im Alltag können dazu beitragen, Ressourcen zu schonen und Abfälle zu vermeiden. So können auch Sie einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz leisten.

Bringen Sie Ihren eigenen Mehrwegbecher mit: Viele Bäckereien, Cafés und Tankstellen füllen Heißgetränke mittlerweile problemlos in mitgebrachte, saubere Mehrwegbecher. So können Sie im Laufe eines Jahres zahlreiche Einwegbecher einsparen.

Nutzen Sie Mehrwegangebote. Viele Gastronomiebetriebe sind verpflichtet, neben Einwegverpackungen auch Mehrwegalternativen anzubieten. Fragen Sie gezielt danach oder entscheiden Sie sich bewusst für Mehrweg – damit unterstützen Sie nachhaltige Angebote und helfen, Abfall zu vermeiden.

Genießen Sie Ihren Kaffee vor Ort. Wenn Sie etwas Zeit haben, trinken Sie Ihr Heißgetränk direkt im Café aus einer Porzellantasse. Das vermeidet Einwegverpackungen vollständig und sorgt oft auch für einen kleinen Moment der Entschleunigung. (Kaffee to stay).

Oder aber bereiten Sie Ihren Kaffee oder Tee zu Hause oder am Arbeitsplatz zu und nehmen Sie ihn in einer Thermotasse mit. Das spart nicht nur Verpackungsmüll, sondern hält Ihr Getränk auch länger warm.

Gemeinsam Verantwortung übernehmen

Jeder vermiedene Einwegbecher spart Rohstoffe, Energie und CO₂. Was für den Einzelnen wie eine kleine Entscheidung erscheint, entfaltet bei Millionen Menschen eine große Wirkung. Nachhaltigkeit beginnt nicht erst bei großen Investitionen oder politischen Entscheidungen – sie beginnt häufig mit einfachen Gewohnheiten im Alltag.

Ellen Fasel-Schmitt

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