Politik | 01.04.2015

SPD Andernach

„Die Ehrenamtskarte für Andernach kommt!“

Sozialdemokraten verwundert über Vorgehen der CDU-Fraktion

Andernach. „Andernach bekommt endlich eine Ehrenamtskarte! Damit können Menschen, die mehr als fünf Stunden in der Woche einem Ehrenamt nachgehen, künftig sowohl in unserer Stadt als auch landesweit interessante Vergünstigungen etwa bei Eintrittspreisen oder speziellen Sport- und Kulturangeboten erhalten. Dass dies nunmehr auch in Andernach möglich ist, ist nicht zuletzt ein Verdienst der Sozialdemokraten, die sich ursprünglich mit ihrem Antrag hierfür starkgemacht hatten“, so der Vorsitzende der SPD-Ratsfraktion und Landtagsabgeordnete Marc Ruland.

Wasser in den Wein

„Wasser in den Wein, dass unser Antrag von allen im Rat vertretenen Fraktionen mitgetragen wurde, gießt diesbezüglich leider wieder einmal die CDU-Fraktion. Inzwischen kennen wir deren Spiel aus unserer Ratsarbeit ja schon aus Erfahrung: Die SPD-Fraktion bringt einen Antrag ein, die Christdemokratinnen und Christdemokraten begrüßen die gute Idee, stimmen für den Antrag und schmücken sich dann im Nachtrag mit fremden Federn. Gleichzeitig wird im Nachgang der Beschlussberatung im Rat die Kritik über die Lokalpresse ausgetragen“, so der jugend- und ehrenamtspolitische Sprecher der SPD-Fraktion Benedikt Mediger. „Die inhaltliche Erarbeitung und Auseinandersetzung mit politischen Anträgen gehört in den Rat unserer Stadt! Dies ist insbesondere bei der Beschlussberatung über die Einführung einer Ehrenamtskarte in unserer Stadt wieder deutlich geworden. In den Vorgesprächen wie auch in der beschlussfassenden Stadtratssitzung hätte die CDU-Fraktion ausreichend Gelegenheit gehabt, eigene Vorschläge und Ideen vorzubringen, um sich ernsthaft für das ehrenamtliche Engagement unser Bürgerinnen und Bürger starkzumachen. Dies ist aber mitnichten geschehen“, so Benedikt Mediger weiter. In der öffentlichen Stadtratssitzung vom März dieses Jahres beschränkte der CDU-Fraktionsvorsitzende seine Kritik einzig auf die Nachfrage, wie das Verfahren zur Vergabe der Ehrenamtskarte kontrolliert werden und auf welcher Basis die Aushändigung angesetzt werden könne. „Es wäre sicherlich nicht schädlich gewesen, sich vor der Ratssitzung einfach einmal auf der Internetseite des Landes zur Ehrenamtskarte www.wir-tun-was.de über die entsprechenden Fragen umfassend zu informieren“, so Benedikt Mediger weiter. „Im Nachhinein der Verwaltung den Vorwurf zu machen, die vorgeschlagenen Vergünstigungen für Ehrenamtliche in unserer Stadt seien unausgegoren, lässt bei uns die Frage aufkommen, wie aus Sicht der CDU-Fraktion denn ein ‚ausgegorener Vorschlag‘ hätte aussehen können. Wer kritisiert, sollte auch Vorschläge zur Verbesserung vorweisen können. Diese blieben die Christdemokraten aber leider schuldig“, erklärt Benedikt Mediger abschließend.

Nicht jeder neue Vorschlag muss immer gleich perfekt sein

„Wir begrüßen es sehr, dass sich alle Fraktionen im Rat auf unsere Initiative hin für die Einführung einer solchen Ehrenamtskarte ausgesprochen haben“, so auch der Fraktionsvorsitzende der SPD, Marc Ruland, MdL. „Politisches Arbeiten heißt für uns nicht, dass jeder neue Vorschlag immer gleich perfekt sein muss, sondern dass man im gemeinsamen Diskurs schließlich die bestmöglichen Lösungen für unsere Bürgerinnen und Bürger findet. Vielleicht beteiligt sich die andere große Fraktion auch bald mit eigenen Initiativen für unsere Stadt. Als SPD-Fraktion werden wir hier auf jeden Fall weiter am Ball bleiben“, versichert Marc Ruland.

Die Ehrenamtskarte

Konkret wird es folgende Andernacher Vergünstigungen für die Ehrenamtskarte geben: Zwei Euro Ermäßigung auf eine Stadtführung, 10 Prozent Rabatt auf einen Geysirbesuch, freier Eintritt ins Stadtmuseum, 20 Prozent Ermäßigung auf Einzelkarten für Frei- und Hallenbad. Auch ist die Beteiligung von Andernacher Firmen, wie etwa dem Monte Mare, am Vergünstigungsangebot avisiert.

Pressemitteilung

der SPD Andernach

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