Lokalsport | 16.05.2015

Inklusionsveranstaltung „Thema Menschen mit Sehbehinderung“ in Kruft

„Durch fühlen und hören - SEHEN“

Turnverein 1896 Kruft e.V. hatte eingeladen

Zum Abschluss des Blindenparcours ging es für alle Teilnehmer durch einen abwechslungsreichen Barfußpfad, der durch verschieden Untergründe, wie Sand, feiner Kies, grober Kies, Stroh, Rindenmulch und Wasser führte.privat

Kruft. Wie man mit den Händen sehen kann, das demonstrierte die Turnabteilung des Turnverein 1896 Kruft e.V. in der Inklusionsveranstaltung „Durch fühlen und hören - SEHEN“. Wie ist es wohl, wenn man auf einmal nichts mehr sehen kann? Ein Thema, mit dem man sich vielleicht nicht gerne auseinandersetzt, aber passieren kann es jedem. Die Lebensqualität wird erheblich beeinträchtigt, ist das Sehvermögen durch eine Augenerkrankung gemindert oder zerstört. Das Auge ist somit wichtigstes Sinnesorgan, da es uns den größten Teil an Informationen über unsere Umwelt vermittelt. Nicht betroffene Menschen kamen zu dieser Veranstaltung, um zu verstehen und zu lernen, wie es tatsächlich ist, wenn man nichts mehr sieht oder eine Sehbehinderung hat. Viele Aktionen und Informationen gab es kürzlich bei dieser außergewöhnlichen Inklusionsveranstaltung zum „Thema Menschen mit Sehbehinderung“ in Kruft, die im Rahmen des Schulfestes der Grundschule Kruft durchgeführt wurde. Der Inklusionstag „Durch fühlen und hören - SEHEN“, maßgeblich von unserer Übungsleiterin Andrea Berschbach organisiert, bot neben Simulationsbrillen, Schreiben und Lesen in Brailleschrift, Hör-und Tastspielen auch einen Blindenparcours, mit denen jeder eine Sehbehinderung nacherleben konnte. Bevor es auf den Hindernisparcours ging, konnte jeder Teilnehmer mit einer speziellen Schreibtafel für Punktschrift seinen Namen in Blindenschrift schreiben und diesen anschließend erfühlen. Weiter gab es Fühlbücher, zum Beispiel „Die kleine Maus sucht einen Freund“ - nach dem Bilderbuch von Eric Carle mit tastbaren Relief-Bildern, die es zu erkunden gab. Ein feines Gehör und große Ohren brauchten die Teilnehmer, um jeweils gleichklingende Geräusche beim Hör-Memorie zu finden. Beim Fühl-Memorie war dann Fingerspitzengefühl nötig, um die einzelnen Materialien auseinanderzuhalten. Unter der Augenbinde oder unter Simulationsbrillen konnten die kleinen und großen Gäste unter fachkundiger Begleitung und Anleitung selbst ausprobieren, wie man mit dem Stock Wege ertastet und Hindernisse überwindet. Für die „Nichtsehenden“ gab es Hilfestellung, wo es nötig war. Mit Simulationsbrillen, die typische Auswirkungen der Augenkrankheit Grauer Star, Altersbedingte Makula-Degeneration (AMD) oder Retinitis Pigmentosa (RP) simulierten, probierten die sehenden Teilnehmer aus, wie sich eine Sehbehinderung auswirken kann.

In Beuteln wurden Alltagsgegenstände versteckt und durch Greifen herauszufinden, was sich darin befindet. Zum Abschluss des Blindenparcours ging es für alle Teilnehmer durch einen abwechslungsreichen Barfußpfad, der durch verschieden Untergründe, wie Sand, feiner Kies, grober Kies, Stroh, Rindenmulch und Wasser führte. Über 160 Kinder und Erwachsene durchliefen den aufgebauten Hindernisparcours in der Turnhalle in Kruft. Neben den Schulkindern hatten sich zahlreiche Gäste, Helfer, Übungsleiter, Offizielle und Eltern eingefunden und dazu beigetragen, dass diese Veranstaltung ein voller Erfolg wurde. Interessierte Besucher lobten die Initiative für diesen wichtigen Tag.

Zum Abschluss des Blindenparcours ging es für alle Teilnehmer durch einen abwechslungsreichen Barfußpfad, der durch verschieden Untergründe, wie Sand, feiner Kies, grober Kies, Stroh, Rindenmulch und Wasser führte.Foto: privat

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