Caritasverband Rhein-Mosel-Ahr/Katholische Familienbildungsstätte
Ehrenamtliche informierten sich zum Thema „Adoption“
Familienmodelle beim Projekt „angekommen – angenommen“ in der Pellenz vorgestellt
Pellenz. Ein wichtiger Baustein des Projekts „angekommen – angenommen“ in der Pellenz ist die Schulung Ehrenamtlicher, die jungen Familien zur Geburt ihres Kindes gratulieren. Über die beim Besuch gemachten Erfahrungen zu sprechen, hilft, noch besser auf die Bedürfnisse der jungen Mütter und Väter eingehen zu können. Deshalb laden die beiden Kooperationspartner, Caritasverband Rhein-Mosel-Ahr e.V. und Katholische Familienbildungsstätte Andernach e.V., regelmäßig zu Austauschtreffen ein. Gleichzeitig erhalten die Ehrenamtlichen wichtige Informationen zu familiären Themen, so auch beim letzten Erfahrungsaustausch, als Irmgard Hillesheim vom Caritasverband und Annette Rühle von der Familienbildungsstätte über die „offene Adoption“ referierten. Die Adoptionsvermittlungsstellen haben den gesetzlichen und fachlichen Auftrag, für jedes zu vermittelnde Kind die am besten geeigneten Eltern zu finden. Da war es spannend, von einer Adoptivmutter aus erster Hand zu hören, welche Erfahrungen sie vor und nach der Adoption gemacht hat. Bei dem Treffen kam auch zur Sprache, unter welchen Voraussetzungen ein Kind überhaupt adoptiert werden kann, welche Rechte und Pflichten mit einer Adoption verbunden sind, welche Hilfen in Anspruch genommen werden können und was eine Adoption von einer Pflege unterscheidet.
Offen mit dem Thema umgehen
Auch viele gesellschaftliche Vorurteile, teilweise durch einseitige Pressemitteilungen untermauert, wurden thematisiert. Es sind immer wichtige Gründe, die Eltern dazu veranlassen, ihr Kind zur Adoption freizugeben. Was aber bedeutet es für das Kind, in einer neuen Familie zu leben, wenn es - aus welchen Gründen auch immer - nicht bei den leiblichen Eltern aufwachsen kann? Kinderlosen eröffnet die Adoption auf der anderen Seite den Weg, eine eigene Familie zu gründen und dem Kind ein Leben in einer Familie zu ermöglichen. Dabei können leibliche Eltern auch weiterhin mit ihrem Kind nach Bedarf und Absprache mit den Adoptiveltern in Kontakt treten. Vor allem gelte es, offen und unverkrampft mit dem Thema umzugehen, so die Referentinnen. Dann könne die Adoption alle Familienmitglieder bereichern.
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