„Tag der offenen Gartenpforte“: Plaidter präsentieren grüne Schmuckstücke
Ein Blick in Nachbars Garten lohnt sich auch in diesem Jahr
Plaidt. Der „Five-ó-clock-tea“ wurde beim „Tag der offenen Gartenpforte“ bereits um 12 Uhr serviert. Dazu gab es Zuckerklümpchen und das Angebot, Platz zu nehmen und das Ambiente zu genießen. Da macht der Besuch in Nachbars Garten Freude. Und nicht nur die Nachbarn kamen, sondern auch Gästen aus nah und fern. Dabei war der Garten von Franz und Gudrun Leber am Ende der Kretzer Straße nur eine von den achtzehn Anlagen in Plaidt, die diesmal geöffnet hatten. Tee im und aus dem eigenen Garten, das hat was, gerade auch im Sommer unter dem Pavillon und in der gekonnt gestalteten Umgebung mit Yukka-Pflanzen in Palmengröße. Dazu die selbst getöpferten Fantasiefiguren, die immer wieder alle Augen auf sich zogen. Auf dem Schild vor der jeweiligen Garten-Haustür stand zu lesen, was im dahinterliegenden Gelände zu finden ist, und auf dem Übersichtsplan war die Straßenkarte von Plaidt zu sehen. „Da laufe ich jahrelang hier am Haus vorbei und ahne nicht, was es alles an schönen Pflanzen zu sehen gibt“, so Herr Kwiotek. Von besonderem Interesse waren natürlich die Gärten, die im vergangenen Jahr noch nicht für Besucher geöffnet hatten. Inge Klinger als älteste Teilnehmerin und mit zwar kleinem Garten, aber besonders schmucker Gartenvielfalt konnte kaum glauben, dass ihr Hausgarten so sehr angenommen und bestaunt wurde.
In der grünen Hof-Gartenanlage des Garteningenieurs Rüdiger Kowollik an der Hauptstraße 14 lagen wie alljährlich die Hinweiszettel zum Mitnehmen, mit denen die Besucher die übrigen Gärten leichter auffinden konnten. Auch diesmal waren weitere dieser Zettel im Kräutergarten bei Familie Francois gleich am Alten Kirchplatz deponiert, damit die Besucher des Marktgeschehens sich orientieren konnten.
Kleine Kräuterkunde
Dort interessierten sich aber die Menge der Besucher für die Kräuter in den großen Steintöpfen und Gefäßen. Es wurde Kräuterwissen ausgetauscht und dazu Rezepte für Wildgemüse bekannt gegeben. „Selbst Klassenkameraden“, so Karl-Heinz Francois erfreut, „die sich noch nie für Gemüse und Kräuter interessierten, waren überrascht und erstaunt, was es da alles zu sehen und zu lernen gibt.“
Guter Zuspruch auch bei den Gärten, die „nur“ Salat, Gemüse und Obstsorten kultivieren, wie Manfred Kaiser, Werner Hündgen und Peter Jünger bestätigen. Das Interesse an eigenen Gartenprodukten steige, so die Hobbygärtner. Auf der Haagsmühle hatten Ferdi und Ingrid Butz ihre gepflegte Gartenanlage wiederum für Besucher geöffnet. Die Gastgeber konnten die Besuchermengen nicht zählen, so stark war der Ansturm auf das „Gesamtkunstwerk Haagsmühle“.
Zuspruch wächst
In Kombination mit dem Kunst- und Handwerkermarkt hat der „Tag der offenen Gartentür“ weiter an Zuspruch gewonnen. Ganz gleich, ob man sich für den Besuch in der Park-Gartenanlage von Ina Rollmann oder für den Besuch im „erweiterten Wohnzimmergarten“ der Familie Schommer entschieden hatte, alles war sehenswert, alles liebevoll gepflegt. Auch Familie Lober hatte ihr von außen nicht einsehbares Gartenrefugium erstmals geöffnet und war über die zahlreichen Besucher überrascht und erfreut, und Kurt Scherer, ebenso erstmals mit selbst heran gezogenen Palmen dabei, möchte, wenn möglich, auch im kommenden Jahr mitmachen. Die Kontakte zwischen Gastgebern und Besuchern aber haben auf jeden Fall auf beiden Seiten viel Freude bereitet.
