Allgemeine Berichte | 27.12.2013, 11:08 Uhr

Laacher Mönche und Harfenistin Ulla van Daelen luden zur Konzertlesung „Himmlische Harfe zur Weihnachtszeit“ in Maria Laach

Ein literarisch- musikalischer „Weihnachtsteller“

Ulla van Daelen und die Laacher Mönche Bruder Marianus, Pater Johannes und Bruder Stephan (v.l.) ließen die Zuhörer in Wort und Musik ins Weihnachtsgeheimnis eintauchen. privat
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Maria Laach. 120 Zuhörer waren nach Maria Laach zur Konzertlesung „Himmlische Harfe zur Weihnachtszeit“ gekommen, eine Veranstaltung, die zum allerersten Mal in der Buch- und Kunsthandlung stattfand. In diese familiäre Atmosphäre passte die Musik der Ausnahme-Harfenistin Ulla van Daelen. Die mehrfache Preisträgerin und langjährige Soloharfenistin des WDR Rundfunkorchesters arbeitete bereits mit internationalen Stars der Klassik-, Jazz- und Folkszene und entwickelte einen ganz persönlichen Musikstil. In Maria Laach bot sie besinnlich-beschwingte Klänge zur Vorweihnachtszeit und verzauberte ihr Publikum mit Titeln wie „Irische Weihnacht“.

Dazu lasen die Laacher Mönche Bruder Marianus, Bruder Stephan und Pater Johannes, der auch durch das Programm führte, Passagen aus Jesaja und der Weihnachtsgeschichte nach Lukas. „Da jede Übersetzung etwas anders klingt“, so Pater Johannes, wurden verschiedene Übertragungen – unter anderem von Martin Buber, Martin Luther und Romano Guardini – nebeneinandergestellt. Ein besonderes Erlebnis war auch, als Bruder Marianus den 85. Psalm Davids zu den mystischen Harfenklängen von Ulla van Daelen vortrug. Die Zuhörerinnen und Zuhörer ließen sich mitnehmen in die Welt des Alten Testaments und der sehnlichen Hoffnung auf den Messias. Die Ernsthaftigkeit und Überzeugung der Laacher Mönche machten es leicht, in das Weihnachtsgeheimnis einzutauchen. Musikalisch vertiefte Ulla van Daelen diese Erfahrung mit „Maria durch ein Dornwald ging“.

„Es ist höchste Zeit, dass die Harfe aus dem Orchestergraben hervortritt, weil sie viel zu bieten hat“, sagte die Musikerin über ihr Instrument, griff mit Leichtigkeit in die 47 Saiten und zauberte eine Atmosphäre von unglaublicher Dichte in die Buch- und Kunsthandlung. Besinnlich und rhythmisch beschwingt präsentierte die kreative Musikerin unbekanntere und bekannte Weihnachtsmelodien, die sich wohltuend von anderen Interpretationen unterschieden. Da wurde selbst ein „Kling Glöckchen“ zu einem neuen Hörgenuss. Beeindruckend auch ihre Variationen über das Lied „Kommet ihr Hirten“.

Dabei waren Texte bekannter deutscher Lyriker zu hören, so auch „Der Heiland“ von Hermann Hesse. Und Bruder Stephan beeindruckte durch sein komödiantisches Talent beim heiteren Gedicht „Feiertage“ von Hans Dieter Hüsch. Auch Pater Johannes zeigte sich hochseetauglich mit der im hanseatischen Slang vorgetragenen „Weihnachtsfeier des Kuttel Daddeldu“ von Joachim Ringelnatz.

Den Abschluss des großen literarischen Reigens bildete Ulla van Daelen mit Texten von Friedrich Nicolai, Teresa von Ávila und Klaus-Peter Schreiner. Mit „Greensleves“ und dem gemeinsam gesungenen „Leise rieselt der Schnee“ ging bei Glühwein und Weihnachtstee der Abend für alle Sinne zu Ende, ein bunter literarisch-musikalischer „Weihnachtsteller“, der stimmungsvoll auf das Fest der Feste einstimmte.

Pater Johannes, Bruder Marianus und Bruder Stephan (v.l.) stimmten mit dem Publikum überein, dass Ulla van Daelen noch einmal als Zugabe in ihre Himmelsharfe greifen musste.

Pater Johannes, Bruder Marianus und Bruder Stephan (v.l.) stimmten mit dem Publikum überein, dass Ulla van Daelen noch einmal als Zugabe in ihre Himmelsharfe greifen musste.

Ulla van Daelen und die Laacher Mönche Bruder Marianus, Pater Johannes und Bruder Stephan (v.l.) ließen die Zuhörer in Wort und Musik ins Weihnachtsgeheimnis eintauchen. Fotos: privat

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