Politik | 25.10.2026, 19:50 Uhr

Ferienbetreuung Andernach

FWG Andernach fordert Senkung der Elternbeiträge für Ferienbetreuung

Symbolbild Grundschule St. Peter
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Andernach. Von 190 auf nur noch 55 Kinder: Die Anmeldezahlen für die städtische Ferienbetreuung in den Herbstferien sind innerhalb eines Jahres dramatisch eingebrochen. Für die Freie Wählergruppe Andernach e.V. (FWG) ist das ein deutliches Warnsignal. Sie fordert deshalb, die Elternbeiträge ab 2027 wieder spürbar zu senken, und hat einen entsprechenden Antrag für die kommenden Haushaltsberatungen gestellt.

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Während in den Herbstferien 2024 noch 212 Kinder und im vergangenen Jahr 190 Kinder an der Ferienbetreuung teilnahmen, liegen für die diesjährigen Herbstferien nach Auskunft der Stadtverwaltung vom 6. Oktober lediglich 55 Anmeldungen vor. Das entspricht einem Rückgang von mehr als 70 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Für die FWG liegt der Verdacht nahe, dass die drastische Erhöhung der Elternbeiträge dabei eine entscheidende Rolle spielt. Bereits bei der damaligen Entscheidung hatte die Fraktion vor den Folgen gewarnt. Ursprünglich sollten Eltern mehr als 200 Euro pro Betreuungswoche zahlen. Erst auf Widerstand der FWG wurde dieser Betrag auf 152 Euro reduziert.

„Wenn sich innerhalb eines Jahres mehr als zwei Drittel der angemeldeten Kinder aus der Ferienbetreuung verabschieden, müssen bei uns alle Alarmglocken schrillen. Wir können doch nicht einfach zusehen, wie ein wichtiges Betreuungsangebot für immer weniger Familien erschwinglich wird“, so Timur Külahcioglu, Fraktionsvorsitzender der FWG.

Mit ihrem Antrag fordert die FWG deshalb, im städtischen Haushalt 2027 ausreichend Mittel bereitzustellen, um die Elternbeiträge wieder auf möglichst 75 Euro pro Woche zu senken. Damit würde die Ferienbetreuung wieder so viel kosten wie in den Sommerferien 2026. Die Verwaltung soll den dafür notwendigen Finanzbedarf anhand der Buchungszahlen der vergangenen Jahre ermitteln und zu den Haushaltsberatungen vorlegen.

Für die FWG geht es dabei um weit mehr als die Höhe der Elternbeiträge. Eine bezahlbare und verlässliche Ferienbetreuung sei für viele Familien unverzichtbar, um Beruf und Familie miteinander vereinbaren zu können. Gleichzeitig profitierten auch die örtlichen Arbeitgeber davon, wenn Eltern während der Schulferien auf ein funktionierendes Betreuungsangebot zurückgreifen könnten.

„Ferienbetreuung darf keine Frage des Geldbeutels sein. Wir brauchen ein Angebot, das möglichst vielen Kindern offensteht und auf das sich berufstätige Eltern verlassen können. Wenn die Beiträge dazu führen, dass Familien ihre Kinder nicht mehr anmelden, müssen wir gegensteuern“, betont Külahcioglu. „Für uns steht fest: Die Elternbeiträge müssen dringend nachgebessert werden. Ein Betreuungsangebot erfüllt seinen Zweck nur dann, wenn es für die Familien auch bezahlbar ist.“

Pressemitteilung der Freien Wählergruppe Andernach e. V.

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Symbolbild Grundschule St. Peter Foto: FWG Andernach

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