Politik | 21.12.2015

Freien Wählergruppe Andernach e.V.

FWG informiert sich über Flüchtlingslage in Andernach

Bürgermeister, Haupt- und Ehrenamtliche der Stadt stehen Rede und Antwort

FWG-Vorsitzender Egon Schäfer und andere Mitglieder erkundigten sich nach der Unterbringung von Flüchtlingen in Andernach.  Privat

Andernach. Zahlreiche Mitglieder der Freien Wählergruppe Andernach e.V. (FWG) erkundigten sich im Haus der Familie über die aktuelle Lage der Flüchtlinge in und um Andernach. Bürgermeister Claus Peitz, der Leiter des Jugend- und Sozialamts Karl Werf, die pädagogische Leiterin des Hauses der Familie, Janine Schäfer, sowie die ehrenamtliche Mitarbeiterin der Stadt, Mahnaz Loosen, standen der FWG an diesem Abend zur Verfügung. In einleitenden Worten lobte der Bürgermeister die bisherige Arbeit bestehender Initiativen für ihre Arbeit mit Flüchtlingen in Andernach. Dabei bedankte er sich ausdrücklich bei den vielen ehrenamtlich tätigen Bürgerinnen und Bürgern der Stadt für ihre großartige Willkommenskultur.

Aktuelle Flüchtlingssituation

Zur aktuellen Situation der Flüchtlinge in Andernach bemerkte Claus Peitz: „Derzeit sind etwa 284 Flüchtlinge in Andernach in rund 40 Unterkünften untergebracht. Nach jetzigem Stand ist auch die Unterbringung der für das nächste Jahr angekündigten Flüchtlinge in Andernach gesichert“. Die Stadt habe sich frühzeitig um Wohnraum gekümmert und Objekte angekauft, so der Bürgermeister. In gemeinsamen Besichtigungen mit Bauamt und Sozialamt achte die Stadt sehr darauf, von überteuerten Angeboten regionaler Immobilienanbieter Abstand zu nehmen. „Wir sind sehr froh, dass Andernach frühzeitig in den städtischen Wohnungsbau investiert hat“, so der Bürgermeister. „Damit können wir den uns gestellten Herausforderungen gut gerüstet begegnen.“ Bezogen auf die Aufnahme von Spätaussiedlern in Andernach in den 70er Jahren meinte Claus Peitz: „Mit der Integration von Menschen anderer Kulturen in unsere Gesellschaft kennen wir uns hier in Andernach aus.“

Haus der Familie

Bereits zu Beginn des Jahres erwartet die Stadt nach Angaben des Jugend- und Sozialamts insgesamt zwölf unbegleitete Minderjährige, für die ebenfalls bereits gesorgt sei. Die Kostenerstattung für die Versorgung dieser Jugendlichen übernimmt dabei in vollem Umfang das Land Rheinland-Pfalz. Janine Schäfer stellte den FWG-Mitgliedern im Anschluss an die Ausführungen des Bürgermeisters die umfangreiche Angebotspalette des Hauses der Familie vor. Dabei betonte sie gleich zu Beginn, dass „das Haus der Familie nicht nur für Flüchtlinge, sondern für alle Menschen da ist“.

Lebendige Wegweiser

Mahnaz Loosen wiederum erläuterte das noch relativ neue Projekt der „lebendigen Wegweiser“. Bei diesem Projekt erhalten Menschen, die neu in Andernach sind und Unterstützung benötigen, eine theoretische Schulung über verschiedene Ansprechpartner und Angebote der Stadt, wie etwa der „Tafel“ oder der Fahrradwerkstatt „die Pumpe“. Im Anschluss an den theoretischen Block werden die angesprochenen Stationen zu Fuß angelaufen. Nach Wolfgang Lübke, dem Vorsitzendes des Andernacher Beirates für Migration und Integration findet die Wegweiser-Schulung insgesamt vier Mal pro Jahr statt.

FWG-Vorsitzender Egon Schäfer bedankte sich nach etwa einer Stunde bei Bürgermeister Claus Peitz und den Veranstaltern für die interessanten Einblicke in die aktuelle Lage der Flüchtlinge in und um Andernach. Egon Schäfer dankte auch den Vereinsmitgliedern für ihr Interesse und gab sich zuversichtlich: „Nach dieser Veranstaltung habe ich das Gefühl, dass wir gut gewappnet sind in Andernach“.

Pressemitteilung

FWG-Andernach e.V.:

FWG-Vorsitzender Egon Schäfer und andere Mitglieder erkundigten sich nach der Unterbringung von Flüchtlingen in Andernach. Foto: Privat

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