Allgemeine Berichte | 21.05.2015

Deutsch-Österreichische Freundschaftskreis Andernach-Stockerau

Fahrt an die Saar

Besuch des Weltkulturerbes „Völklinger Stahlhütte“ und der Saarschleife „Cloef“ bei Orscholz

Die Mitglieder des Freundschaftskreises bei ihrem Ausflug.Privat

Andernach. 60 Mitglieder des Deutsch-Österreichischen Freundschaftskreises Andernach-Stockerau machten sich mit Bus an die Saar. Zunächst ging es über die Eifel- und Hunsrückautobahn an Saarbrücken vorbei nach Völklingen. Einige Kilometer vor Völklingen konnte man bereits die Silhouette der Völklinger Stahlhütte erkennen und je näher man kam, wirkte die Stahlhütte wie ein stählerner Koloss. Am Eingang der Völklinger Stahlhütte warteten zwei ehemalige Mitarbeiter der Stahlhütte auf die Andernacher und führten mit viel Herz und Verstand durch das Weltkulturerbe. Der Besuch ist ein Abenteuer, zunächst ging es tief hinein in die dunklen Gänge der Möllerhalle, danach hoch hinaus auf die Aussichtsplattform am Hochofen, vom Dach der Erzhalle hatte man einen herrlichen Blick über die Stadt Völklingen und das aktive Werk der Saarstahl AG. Danach kommt man in die Gebläsehalle. Gebläsemaschinen, Kolosse aus Eisen und Stahl, haben den Wind erzeugt, der in die Hochöfen eingeblasen wurde. Man kann es sich heute nicht mehr vorstellen, unter welchen Bedingungen, Hitze, Staub und Dreck, die Menschen dort arbeiten mussten. Der 71-jährige Führer, Manfred Baumgärtner, ehemaliger Hochöfner berichtet sowohl von der Blütezeit in den Fünfziger- und Sechzigerjahren als auch vom Niedergang. 1986 musste er dem Hochofen „den Wind“ abstellen. Das Stahlwerk, das die Stadt an der Saar einst zu einer der reichsten, aber auch zu der dreckigsten Stadt Deutschlands machte, wurde stillgelegt. Alle Andernacher, ob technisch interessiert oder nicht, waren beeindruckt von der Größe der Anlage und der Technik in der damaligen Zeit, die ohne Computer das Ganze steuerten und aus Eisenerz Stahl erzeugten. Im Anschluss an die Führung gab es deftige saarländische Stahlhüttenkost zum Mittagsessen, so die Gerichte „Gefilde“, Kartoffelklöße gefüllt mit Hackbraten oder „Lyoner“, Fleischwurst mit Bratkartoffeln oder „Grumbeerkischeler“, Reibekuchen mit Kartoffelsuppe. Nach dem deftigen saarländischen Mittagessen ging es mit dem Bus weiter in Richtung Orscholz zur Saarschleife. Bei sonnigem Wetter hatten die Andernacher von der berühmten „Cloef“ aus einen herrlichen Ausblick auf die Saarschleife. Hier, wo sich der König von Preußen, Friedrich Wilhelm IV., Adolf Hitler, Oskar Lafontaine mit Gerhard Schröder und Angela Merkel mit dem französischen Präsidenten Jacques Chirac zeigten, machten die Andernacher auch ein Erinnerungsfoto.. Anschließend hatte jeder noch Zeit für Kaffee und Kuchen. Danach ging es auf die Rückfahrt, und zwar entlang der Saar bis nach Konz und von da über Trier und die Eifelautobahn zurück nach Andernach. Der Vorsitzende Heinz Hörnig, der die Fahrt an die Saar organisiert und vorbereitet hatte, bekam von den Teilnehmern viel Lob und Anerkennung.

Die Mitglieder des Freundschaftskreises bei ihrem Ausflug.Foto: Privat

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