St. Thomas Realschule Andernach ist Erasmus+ Schule
„Garden of cultures in Europe“
Andernach. Weiterhin weltoffen Lehren und Lernen und europäische Werte vermitteln, trotz Reisebeschränkungen und aufkommenden Ängsten zu Zeiten einer weltweiten Pandemie.
Ganz in diesem Sinne startete an der St. Thomas Realschule plus in Andernach im September ein Projekt, das von der europäischen Union gefördert wird.
Erasmus+ ist ein Programm, das Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit bietet, Kinder und Jugendliche anderer europäischer Länder kennenzulernen und Freundschaften zu schließen. Außerdem wird es Lehrerinnen und Lehrern in Europa ermöglicht, sich im Rahmen von zweijährigen Projekten über fachliche Themen miteinander auszutauschen und voneinander zu lernen.
Auf der Suche nach Lösungen für soziale, resilient und nachhaltig produktive Städte (EdiCitNet) nimmt die Stadt Andernach mit ihrem Konzept der „Essbaren Stadt“ eine Vorreiterrolle ein und ist über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannt. Angeregt durch diese Vorreiterrolle entstand die Projektidee, einen (Schul)garten der Kulturen in Europa anzulegen.
Schülerinnen und Schüler aus verschiedenen Nationen werden an der St. Thomas Realschule plus in Andernach unterrichtet und die Schulgemeinschaft erlebt diese Vielfalt täglich als Bereicherung. Nicht erst seit der Flüchtlingskrise engagiert sich die Schule in besonderem Ausmaß darin, dass junge Menschen in einem Boden europäischer Werte Wurzeln schlagen.
Im Rahmen des Projektes soll eine essbare Pflanze aus der ursprünglichen Kultur eines Schülers die Vielfalt als Bereicherung in einem „Garten der Kulturen in Europa“ symbolisieren. Ein solcher Treffpunkt für den Austausch wird gleichzeitig durch europäische Partnerschulen in ihrem Umfeld geschaffen werden.
Beteiligt an diesem Projekt werden Schülerinnen und Schüler im Rahmen des Englischunterrichts, der Garten AG, des Hauswirtschaftsunterrichts, des technik- und naturwissenschaftlichen Unterrichts, Schülerinnen und Schüler der MINT-Klassen (Profilklassen mit dem Schwerpunkt Mathematik/ Informatik/Naturwissenschaft/ Technik) und Neuankömmlinge der Gruppen Deutsch als Zweitsprache. Begleitend finden Kunstprojekte statt, bei denen sich nicht nur Unterrichtete der Kunstprofilklassen beteiligen können.
Für das kommende Halbjahr ist die Einrichtung einer koordinierenden Projektgruppe geplant. Engagierte Jugendliche können in Zukunft auch in den Genuss eines Auslandsaufenthaltes kommen.
Zunächst werden die Begegnungen zwischen Lehrenden und Lernenden jedoch virtueller Natur sein, aber sobald die Pandemiesituation es zulässt, wird es auch zu physischen Begegnungen in Bailen in Spanien, Larisa in Griechenland und Käina auf Estlands zweitgrößter Insel kommen. Es werden auch Schülerinnen und Schüler der Partnerschulen mit ihren Lehrern in Andernach erwartet.
Da der Besuch für September 2022 geplant ist, darf damit gerechnet werden, dass ein blühender Schulgarten, die essbare Stadt und die Kulturnacht die Gäste dann verzaubern wird. Das Projekt „Garden of cultures in Europe“ der St. Thomas Realschule plus wird gefördert durch die Europäische Union.
