Allgemeine Berichte | 29.03.2014

Im Neuwieder Stadtteil Heimbach-Weis entsteht die bundesweit erste Muster-Kita

Gemeinsam für Sicherheit und Gesundheit

Gemeinsam listeten das Kita-Team und die Initiatoren des Projekts auf, welche Möbel und Arbeitshilfen beispielsweise noch beschafft werden sollten.  Unfallkasse Rheinland-Pfalz

Neuwied. In Heimbach-Weis, einem Ortsteil von Neuwied, entsteht derzeit die bundesweit erste Muster-Kita. Der Abschluss der baulichen Maßnahmen ist absehbar. Jetzt steht die Schaffung einer gesunden Arbeits- und Spielumgebung an. Um optimale Bedingungen zu erreichen, luden die Projektinitiatoren der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung die Erzieherinnen zu einem Workshop ein. „Dabei nutzen wir auch die Ergebnisse und Erfahrungen aus der bereits abgeschlossenen Studie ‚Ergo-Kita‘“, erklärte Bodo Köhmstedt von der Unfallkasse Rheinland-Pfalz. Neben den baulichen und gestalterischen Maßnahmen legt die Unfallkasse Rheinland-Pfalz größten Wert darauf, gemeinsam mit den Betroffenen Belastungen im Alltag zu analysieren, zum Beispiel auch den Umgang mit Stress und belastenden Situationen. „Zusammen mit dem Kita-Team wollen wir nun das Mobiliar aussuchen“, so Bodo Köhmstedt, Leiter des Referats Bildungseinrichtungen. Er ist bei der Unfallkasse Rheinland-Pfalz unter anderem maßgeblich an der Kita-Studie beteiligt. „Bei der Planung haben wir die vorhandenen Verhältnisse in der Einrichtung einbezogen - beispielsweise Möbel und Arbeitshilfen. Gemeinsam mit den Erzieherinnen erstellten wir Listen über notwendige und sinnvolle Anschaffungen“, so Köhmstedt. „Dabei wollen wir den pädagogischen Aspekt nicht aus den Augen verlieren“, ergänzte sein Kollege Markus Schwan.

„Muster-Kita ist für uns ein Glücksfall!“

„Was bringt uns das? Wie viel Aufwand bedeutet das? Worauf lassen wir uns bei der Studie ein?“ - Mit diesen und ähnlichen Fragen setzte sich die Stadt Neuwied zu Beginn der Studie auseinander. Die Antworten waren schnell gefunden. Zu deutlich sind die täglichen physischen und psychischen Belastungen, denen sich das Erziehungspersonal ausgesetzt sieht. „Da ist jede Verbesserung der Situation willkommen. Es war eine große Offenheit der Kolleginnen spürbar, an dem Projekt Muster-Kita teilzunehmen“, betont Karl Oster, Leiter der Abteilung Kindertagesstätten beim Amt für Jugend und Soziales.

„Die Studie wird dazu beitragen, auch in unseren anderen Kindertagesstätten die hieraus gewonnenen Erkenntnisse umzusetzen. Bei einer Reihe von Neubaumaßnahmen zur Ergänzung des Platzangebotes für unter Dreijährige konnten durch die Unterstützung der Unfallkasse Rheinland-Pfalz und des Instituts für Arbeitsschutz bereits entsprechende Ansätze berücksichtigt werden. Die Stadt Neuwied begrüßt ausdrücklich die Initiative der Unfallkasse Rheinland-Pfalz. Für uns ist die Auswahl der Heimbach-Weiser Kita ein Glücksfall. Als Träger von acht großen kommunalen Einrichtungen zur Kindertagesbetreuung haben wir auch deren Organisations- und Personalverantwortung. Von den Erkenntnissen des Projektes können wir nur profitieren“, betonte Oberbürgermeister Nikolaus Roth. „Wir wissen um die hohen Belastungen unserer Mitarbeiterinnen und sind daher froh, hier eventuell neue Wege beschreiten zu können. Davon haben letztlich alle etwas, unsere Erzieherinnen und die Kinder, die uns von ihren Eltern anvertraut werden.“

Das Projekt „Muster-Kita“

Die Muster-Kita in Heimbach-Weis ist bundesweit der erste Prototyp einer Kindertageseinrichtung, in die die wissenschaftlichen Erkenntnisse aus mehreren Untersuchungen der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung mit einfließen. An dem Gemeinschaftsprojekt beteiligt sind die Stadt Neuwied als kommunale Trägerin, die Gemeindliche Siedlungs-Gesellschaft als Bauherrin sowie die Initiatoren: die Unfallkasse Rheinland-Pfalz und das Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (IFA). Die Ergebnisse fassen das IFA und die Unfallkasse Rheinland-Pfalz nach Abschluss der Kita-Studie in einer Broschüre für neue Vorhaben zusammen.

Unfallkasse Rheinland-Pfalz

Häufig arbeiten Erzieherinnen und Erzieher in Knie belastenden Haltungen, sei es beim Waschen der Hände an niedrigen Becken oder beim Sitzen auf zu kleinen Stühlen.

Häufig arbeiten Erzieherinnen und Erzieher in Knie belastenden Haltungen, sei es beim Waschen der Hände an niedrigen Becken oder beim Sitzen auf zu kleinen Stühlen.

Gemeinsam listeten das Kita-Team und die Initiatoren des Projekts auf, welche Möbel und Arbeitshilfen beispielsweise noch beschafft werden sollten. Fotos: Unfallkasse Rheinland-Pfalz

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