Gesundheitsversorgung vor Ort
Grüne Ratsfraktionen besuchen das St. Nikolaus-Stiftshospital
aus Plaidt
Andernach/Pellenz: Die Grünen-Ratsfraktionen Andernach und Pellenz haben sich im St. Nikolaus-Stiftshospital bei Vertretern der Klinik-, Ärzte- und Pflegeleitung über die regionale Gesundheitsversorgung informiert.
Die Grünen fragten nach den Folgen der Schließung von Kliniken im Umland, wie etwa der Klinik in Remagen. Durch diese Schließungen wächst der Druck auf das Stiftshospital weiter an, da Patienten aus diesen Orten nach Andernach ausweichen müssen, wurde ihnen erläutert.
Zudem komme es, u. a. infolge der Verlegung des ärztlichen Bereitschaftsdienstes von Andernach nach Mayen, auch in Andernach zur Überlastung der Notfallversorgung. Viele Patienten suchten die Notaufnahme des Krankenhauses auf, obwohl kein lebensbedrohlicher Notfall vorliege. „Die Menschen müssen sich auf längere Wartezeiten einstellen“, meinte ein Vertreter der Ärzteschaft, „insbesondere am Wochenende und außerhalb der Sprechzeiten“.
Die Vertreter der beiden Ratsfraktionen waren ob der dargestellten sich weiter verschlechternden Rahmenbedingungen im Gesundheitssystem sehr betroffen. Umso dankbarer sind sie dafür, dass das St. Nikolaus-Stiftshospital und seine MitarbeiterInnen dennoch Tag für Tag versuchen, dem wachsenden Bedarf an medizinischer Versorgung (Stichwort: demographischer Wandel) gerecht zu werden. Sie können daher nur an die Gesetzgeber in Land und Bund appellieren, dass hier rasche und wirksame Reformen stattfinden, die es Krankenhäusern wie dem Stiftshospital wieder ermöglichen, unter angemessenen Rahmenbedingungen arbeiten zu können.
