Allgemeine Berichte | 13.06.2015

Realschule plus/IGS Pellenz Plaidt

IGS Pellenz zieht positive Bilanz

Deutsch-polnisches Comenius-Regio-Projekt zur Gewaltprävention trägt Früchte

Anbahnung einer deutsch-polnischen Schulpartnerschaft: (Von rechts) Hendrik Immel (ADD), Monika Szypula (Lyzeum Jan Mateijko), Martina Backmann (IGS Pellenz), Bettina Münch-Rosenthal (ADD), Mariusz Stinia (Übersetzer) und Wolfgang Redwanz (ADD a.D.). privat

Plaidt/Wieliczka. Unter der Federführung der ADD haben die Pädagogen der IGS gemeinsam mit Schulpsychologen des Pädagogischen Landesinstitutes in den letzten beiden Jahren neue hilfreiche Strategien zum Umgang mit Konfliktsituationen erprobt und das schuleigene Konzept zur Gewaltprävention weiterentwickelt. Bereichernd wirkten dabei die gegenseitigen Besuche mit den polnischen Projektpartnern in Wieliczka bei Krakau. Beim abschließenden Treffen in Wieliczka wurde nun in einem feierlichen Rahmen Bilanz gezogen. Gastgeber Landrat Juszkiewiecz sowie Bildungskurator Palczewski zeigten sich sehr beeindruckt von der inhaltlichen Effizienz des Projekts. Dass die Bilanz sowohl bei den polnischen als auch den deutschen Projektpartnern so überaus positiv ausfällt, liegt natürlich an der engagierten und intensiven Mitarbeit aller Partner.

Als besonders auffällig und gewinnbringend erwies sich darüber hinaus aber auch die fröhliche und vertrauensvolle Atmosphäre, die von Beginn an eine Offenheit aller Projektpartner ermöglichte - trotz aller Sprachbarrieren. So konnten miteinander Ergebnisse erzielt werden, die weit über die ursprünglichen Ziele hinausreichen. Für die IGS Pellenz bedeutet dies konkret, dass neben einem klar strukturierten Konfliktmanagement auch Leitlinien im Bereich der nachhaltigen und schülerorientierten Gewaltprävention weiterentwickelt wurden, die bereits die Oberstufe mit in den Blick nehmen. Methoden wie „kollegiale Fallberatung“ und „konfrontative Pädagogik“ erweisen sich im schulischen Alltag als geeignet, den Pädagogen durch die Vermittlung einer bestimmten Haltung Unterstützung zu geben und zielen damit auch auf die Erhaltung der Lehrergesundheit - ein nachhaltiger Aspekt. Der konstruktive und spannende Austausch sowie die freundschaftlichen Gespräche mit den Kolleginnen der polnischen Partnerschule, dem Lyzeum Jan-Mateijko in Wieliczka, haben früh die Erkenntnis reifen lassen, dass der Kontakt nach Beendigung des Projekts nicht abreißen soll. Wer die Vergangenheit nicht verdrängen und die Zukunft Europas politisch und ökonomisch krisenfest mitgestalten will, tut gut daran, unmittelbare Begegnungen zwischen jungen Menschen verschiedener Nationalitäten zu fördern. Folgerichtig beginnen nun die Planungen für eine deutsch-polnische Schulpartnerschaft, bei der dann endlich auch die Schülerinnen und Schüler durch einen Austausch in Kontakt kommen können. Vielfältig sind die möglichen Anknüpfungspunkte, um projektbezogen mit Schülern beider Nationen arbeiten zu können: Ob Schulsanitätsdienst, Jugend forscht, musikalisches Miteinander oder sportlicher Wettkampf - in jedem Fall wird der Grundgedanke des europäischen Comenius-Programmes, nämlich die Erziehung der jungen Menschen zu demokratischen und toleranten Mitbürgern, weitergetragen. Diese Notwendigkeit wurde der deutschen Delegation zuletzt noch einmal beim Besuch des Museums der Okkupationszeit Krakaus 1939 bis 1945 in der ehemaligen Schindler-Fabrik in Krakau deutlich. Zunächst steht auf deutscher Seite in der IGS Pellenz, Plaidt, eine landesweite Fachtagung an, bei der wesentliche Arbeitsschwerpunkte des Comenius-Projektes nochmals in den Blick genommen werden. Als Gastredner wird Prof. Dr. Rainer Dollase von der Universität Bielefeld zum Thema „Warum wirksame Gewaltprävention so schwierig und so einfach ist“ referieren. Das Comenius-Regio-Projekt wird mit dieser Multiplikatoren-Veranstaltung seinen offiziellen Abschluss finden.

Anbahnung einer deutsch-polnischen Schulpartnerschaft: (Von rechts) Hendrik Immel (ADD), Monika Szypula (Lyzeum Jan Mateijko), Martina Backmann (IGS Pellenz), Bettina Münch-Rosenthal (ADD), Mariusz Stinia (Übersetzer) und Wolfgang Redwanz (ADD a.D.). Foto: privat

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