Kurfürst-Salentin-Gymnasium Andernach
Lebendiges Mahnmal überzeugt
Objekt wird beim Wettbewerb „Demokratisch handeln“ ausgezeichnet
Andernach. Mit der Aufforderung „Gesagt, getan“ sucht der Wettbewerb „Demokratisch handeln“ seit 1990 Projekte, die Demokratie fördern, in der Schule und darüber hinaus. Nun wurde das Lebendige Mahnmal des Kurfürst-Salentin-Gymnasiums ausgezeichnet. Im vergangenen November wurde das von Schülerinnen und Schülern der Schule entworfene Objekt fertiggestellt. Es soll an die von Krieg und Gewalt verursachten Schrecken erinnern und so einer Wiederholung der Geschichte entgegenwirken. Integraler Bestandteil ist eine Tafel mit den Namen der Mitglieder der Schulgemeinschaft, die gewaltsam ums Leben gekommen sind. Anders als viele andere Objekte dieser Art bleibt das Mahnmal im alten Eingangsbereich des Kurfürst-Salentin-Gymnasiums jedoch veränderbar: Jedes Schuljahr werden sich Schülerinnen und Schüler mit den historischen Ereignissen auseinandersetzen und überlegen, wie sie die linke Seite dieses besonderen Elements im Schulgebäude gestalten können. Gleichzeitig gerät auch die Geschichte hinter den einzelnen Namen auf den Platten nicht ins Vergessen. Schülerinnen und Schüler rekonstruieren deren Lebensgeschichte anhand von Material aus einem Archiv in der Schule.
Die Jury des Wettbewerbs überzeugte vor allem diese Lebendigkeit des Projekts. Auch nach seiner Fertigstellung findet eine intensive Auseinandersetzung mit dem Objekt und der Geschichte, die dahinter steht, statt. Hierbei zeigt sich, welche Bedeutung ein aktives Eintreten für eine tolerante, demokratische Zivilgesellschaft hat, stellt diese doch die Basis für ein gewaltfreies Miteinander dar.
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