Kurfürst-Salentin-Gymnasium Andernach
MINT-Förderung am Kurfürst-Salentin-Gymnasium
Andernach. Die lange, erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen dem Kurfürst-Salentin-Gymnasium und dem Ada-Lovelace-Projekt würdigen und deren Fortführung garantieren, darum ging es den Unterzeichnern des Kooperationsvertrags. Mit ihrer Signatur sicherten KSG-Schulleiterin Birgit Vogel und die Projektverantwortlichen Prof. Dr. Wolf-Andreas Liebert und Prof. Dr. Martina Brück von der Universität Koblenz und der Hochschule Remagen die Förderung von Mädchen in den Bereichen Naturwissenschaft, Mathematik, Informatik und Technik an der Schule. Das Ada-Lovelace-Projekt ist an zahlreichen deutschen Universitäten und Hochschulen vertreten und verfolgt das Ziel, Mädchen und junge Frauen für Berufe und Studiengänge im sogenannten MINT-Bereich zu begeistern. Hinter der Abkürzung verbergen sich die Fächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik: Tätigkeitsfelder, in denen Frauen noch immer stark unterrepräsentiert sind. Nur wenige Schülerinnen entscheiden sich nach ihrem erfolgreichen Abschluss für ein Studium oder eine Ausbildung in diesem Arbeitsgebiet – trotz guter Perspektiven. Umso wichtiger ist es, bereits früh Möglichkeiten zum Entdecken der eigenen Fähigkeiten in diesem Bereich zu geben. Dies ist auch das Anliegen des Kurfürst-Salentin-Gymnasiums. Als Schule mit naturwissenschaftlichem Schwerpunkt sei es das Anliegen des Gymnasiums, allen Schülerinnen und Schülern in diesem Bereich eine gute und fundierte Ausbildung zu bieten, ein besonderes Augenmerk läge in diesem Zusammenhang auf den Mädchen, so Schulleiterin Birgit Vogel. Dass dies auch notwendig ist, um gleiche Bedingungen herzustellen, bestätigte Prof. Dr. Martina Brück, die den Lehrstuhl für Risikomanagement an der Hochschule Remagen innehat. Ein signifikanter Teil der Studentinnen im MINT-Bereich stamme wie sie selbst auch von Mädchenschulen, da Schülerinnen sich hier besser entfalten könnten. Das Projekt möchte ihnen dies auch in an allen anderen Schulen ermöglichen. Daher sind die Projektverantwortlichen sehr froh, im Kurfürst-Salentin-Gymnasium einen guten Partner gefunden zu haben. Schon seit 13 Jahren besteht die erfolgreiche Zusammenarbeit. Von schulischer Seite wird die Kooperation von Nadia Ettaous koordiniert, die früher selbst als Mentorin bei dem Ada-Lovelace-Projekt war und daher, um dessen besondere Bedeutung weiß. „Die Mentorinnen zeigen den Schülerinnen nicht nur, wie interessant Naturwissenschaft, Technik und Mathematik sein können, sondern sie sind auch Vorbilder. Durch ihr Beispiel wird den Schülerinnen deutlich, dass auch sie einen Beruf in diesem Feld anstreben können“, berichtet die Mathematik- und Informatiklehrerin. Auch ihrem großen Engagement für die Förderung von Schülerinnen im MINT-Bereich an der Schule ist der Erfolg des Projekts an dem Kurfürst-Salentin-Gymnasium zu verdanken. Dieser zeigt sich nicht nur in dem Kooperationsvertrag: Beim 20jährigen Jubiläum des Ada-Lovelace-Projekts in diesem Jahr wird das alt- und neusprachliche Gymnasium mit naturwissenschaftlichem Schwerpunkt dabei sein und für sein Engagement geehrt werden.
