Scheidender Kreisbeigeordneter zitierte beim Abschied Trapattonie:
Mauel: „Ich habe fertig“
30 Jahre lang hat der „Mayener Jung“ die Geschichte des Landkreises mitgestaltet - Sein Nachfolger im Amt, Burkhard Nauroth wurde vorgestellt
Kruft/Kreis MYK/ Mayen. Da waren sie alle zum „Danke-Sagen“, beim diesjährigen Sozialempfang in die Krufter Vulkanhalle gekommen. Menschen, die Bernhard Mauel nahe standen, Kollegen, Politiker, Weggefährten und viele Bürger aus dem ABC der sozialen Landschaft MYK, die mit diesem langjährigen hauptamtlichen Ersten Beigeordneten, Bernhard Mauel, auf der „Bühne“ seines Schaffens standen. Ein Mann, den Landrat a.D. Albert Berg Winters einst mit den Worten der Jurist- der Politiker- der Chef umschrieb. Der Jurist - mit dem Focus auf hohe Sachlichkeit und Fachkompetenz, der Politiker - mit dem Draht zum Bürger, und der Chef - mit hoher Leistungserwartung und Urteilsvermögen. „Ich muss meinem Vorgänger Recht geben, denn mit Bernhard Mauel tritt am 31. Mai eine Persönlichkeit in den Ruhestand, die weitsichtig und umsichtig ihre Aufgaben erfüllt hat und sich Problemen und Herausforderungen selbstbewusst und zielstrebig gestellt hat. 29 Jahre lang schriebst Du an der Geschichte des Landkreises Mayen-Koblenz entscheidend mit. Zunächst 18 Jahre als Mitglied des Kreistages sowie in zahlreichen Gremien und Ausschüssen, und inzwischen 12 Jahre als mein „Co-Autor“, als hauptamtlicher Kreisbeigeordneter“, so Landrat Dr. Alexander Saftig in seiner Laudatio. Seinen Freund Bernhard Mauel bezeichnete er als einen Mann mit hoher Fachkompetenz und großem Ehrgeiz. Ins besonders im Sozialen Bereich seien die Wege zum Ziel häufig uneben und steinig. Ein Mann der deutlichen Worte, der bereit sei im Dialog auch offene Worte zu nutzen und manchmal auch kontrovers zu diskutieren. Ein Mann, der auch konstruktive Ergebnisse erarbeiten kann. Und ein solcher Einsatz hat Früchte getragen. Der Landkreis Mayen-Koblenz hat sich als ein traditionell starker Sozialstandort etabliert. Und da hat Bernhard Mauel einen nicht unerheblichen Anteil daran. „Denken wir an den Ausbau der Kindertagesstätten für Kinder unter drei Jahren oder die Schulsozialarbeit. Großprojekte wie die Entwicklung der ehemaligen ARGEN zu unseren heutigen Job-Centern oder das Modellprojekt der Pflegestrukturplanung „Villa Ausonius“, ebenso wie das Thema Inklusion. Du hast, in Zusammenarbeit mit vielen der Anwesenden Damen und Herren, wichtige Meilensteine für die weitere Entwicklung unserer sozialen Landschaft MYK gelegt. Ich möchte Dir heute schlicht und einfach „Danke“ sagen. Ganz persönlich für die Zusammenarbeit und für das kollegiale Miteinander. Der Landkreis Maqyen-Koblenz möchte dir heute „Danke“ sagen. Deine Verwaltung sowie die ganze soziale Landschaft sagen „Danke“ für Deinen jahrelangen Einsatz, Dein Engagement“, lobte Dr. Alexander Saftig den scheidenden Spitzenmann, der dem Auditorium bescheiden erwiderte: „Ich alleine hätte in meiner Amtszeit als Erster Kreisbeigeordneter nichts bewegen können, ohne Sie an meiner Seite. Die soziale Landschaft des Kreises kann nur durch die vielen Institutionen und Helfer „vor Ort“ funktionieren. Reine politische Entscheidungen und Beschlüsse alleine können nichts bewirken. Jemand muss diese Entscheidungen in die Tat umsetzen. Dieser „Jemand“ sind Sie alle“. Für Bernhard Mauel galt und gilt die These: „Das Ziel muss stimmen“. Und diese, seine Ziele hat er sehr oft erreicht, und er kann stolz darauf sein. Auch wenn er beim Abschied Giovanni Trapattoni zitierte: „Ich habe fertig“. Doch Mauels Abschied als Erster Kreisbeigeordneter bedeutet jedoch nicht, dass er komplett von der Bildfläche MYK verschwindet. Als Mitglied des Kreistages wird er weiterhin die Entwicklung seines geliebten Landkreises begleiten. „Du wirst uns als Mensch und Parteikollege erhalten bleiben“, freute sich Saftig., ehe er gleich den „Neuen“ im Amt, Burkhard Nauroth, der seine berufliche Laufbahn als Diplom-Verwaltungswirt bei der Kreisverwaltung Altenkirchen begann, vorstellte. „Ein versierter Fachmann im Sozialbereich, mit viel Erfahrung, den Sie alle bei dieser Feierstunde persönlich kennen lernen, und ihn in der MYK-Familie willkommen heißen sollten“, stellte ihn der Landrat vor. Für Nauroth stand fest: „Ich nehme diese Verantwortung gerne mit großer Freude, aber auch dem Respekt für die Leistungen meines Vorgängers gerne an“. Die Feierstunde wurde exzellent vom Projektchor der Rhein-Mosel-Werkstatt für Behinderte in Koblenz gesanglich umrahmt.
