Unterhaltsame Weinprobe beim Förderverein Christuskirche Andernach e.V.
Süffiger Wein gewürzt mit Literatur und Musik
Andernach. Vor Kurzem hatte der Förderverein Christuskirche Andernach e. V. zu einer Weinprobe der ganz besonderen Art eingeladen. Das hatte wohl auch das Publikum frühzeitig mitbekommen, reichten doch die nach dem Vorverkauf noch übrigen Restkarten an der Abendkasse kaum mehr aus. Der Gemeindesaal an der Läufstraße war bis auf den letzten Platz gefüllt, sodass die Vorstandsmitglieder des Vereins und weitere Helfer alle Hände voll zu tun hatten, und das auch im wörtlichen Sinn. Mussten sie doch dem Winzer, Peter Hohn aus Leutesdorf, zur Hand gehen. Dieser stellte verschiedene Weine vor und wusste einiges zum Geschäft des Winzers und dessen vielseitigen Aspekten zu sagen. Das Probieren des Weins machte aber nur einen Teil des Abends aus, wurde das Ganze doch mit literarischen und musikalischen Beiträgen vorzüglich garniert. Zum einen trat der Chor „Die Concertonis“ mit einer Reihe von Gesangswerken auf, vorwiegend Trink- und Rheinlieder von Adam Krieger. Zum anderen spielte das Orchester „Die Concertinis“, dem auch die Gesangsbegleitung oblag, Werke von Gluck (Ouvertüre zur Oper „Der bekehrte Trunkenbold“) und J. Strauß (Bacchus Polka und Polka francaise). Chor und Orchester wurden wie immer zuverlässig geleitet von Frau Ute Winkler-Jahn, die auch am Cello in einem Klavierquartett von Beethoven neben dem Violinisten Gangolf Krause und der Bratschistin Frau Winkler mitwirkte. Am Klavier überzeugte den ganzen Abend über die Pianistin Arngard Schmidt. Literarisches kam auch nicht zu kurz. Während Günter Haffke vor allem Historisches im Zusammenhang von Andernach und Wein vorstellte, hatte Friedemann Schmidt-Eggert eine biblische Collage zum Thema Wein in petto. Beide hatten das ihre launig und humorvoll arrangiert und sorgten so für die heitere Stimmung im Saal. Martin Fuchs vom Vorstand des Fördervereins dankte gegen Ende allen beteiligten und sprach kurz über die zwecke des Vereins. Nach dem Programms konnten die Besucher noch bei Käseplatten und den Weinresten eine Weile in gemütlicher Runde plaudern. Die gute Stimmung zeigte sich am Ende auch in den Spenden für den Erhalt der Christuskirche.
