Stadtwerke verkauft Mittelrheinhalle an die Stadt Andernach
Tagungen und Kongresse sollen verstärkt werden
Andernach. Seit dem 1. Juli ist die Stadt Andernach der neue Besitzer der Andernacher Mittelrheinhalle. 1,23 Millionen Euro wurden dafür gezahlt, wie auf der Pressekonferenz bekannt wurde. Die Stadt Andernach wird nun selbst die Bewirtschaftung der Halle übernehmen. Für den Eigentümerwechsel gibt es zwei wesentliche Gründe. Zum einen werden sich die Stadtwerke künftig noch stärker auf ihre Kernaufgaben in den Bereichen Energie, Wasser, Hafen und Parken konzentrieren, zum anderen sollen durch die Integration in das städtische Immobilienmanagement neue Synergien erschlossen werden. Ziel der Stadt ist neben der guten Positionierung der Halle im Bereich Messen und Kulturveranstaltungen, auch Veranstaltungsaktivitäten wie Tagungen und Kongresse nach Andernach zu ziehen und damit weitere Nutzergruppen zu gewinnen. Eine wichtige Nutzergruppe bilden aber auch weiterhin die Vereine und Gruppen aus Andernach, da die Halle auch die Funktion eines Bürgerhauses für die Kernstadt übernimmt. „Uns ist es wichtig, dass die Halle, auch wenn sie jährlich Verluste einfährt, als Zentrum des gesellschaftlichen Lebens in der Kernstadt erhalten bleibt. Ohne eine solche Halle kann und will ich mir Andernach gar nicht vorstellen,“ so Oberbürgermeister Achim Hütten. Die Aufgaben des Buchungsmanagements und der Vermarktung der Halle werden vorläufig von der städtischen Gesellschaft Andernach.net übernommen, bis die endgültige Entscheidung darüber in den Gremien des neuen Stadtrates beschlossen worden ist. Größere bauliche Veränderungen stehen laut Andernach.net Geschäftsführer Christian Heller zurzeit nicht an.
„Wir sind dabei, eine Bestandsaufnahme zu machen. Sicherlich werden wir im Veranstaltungsbereich zum Beispiel mit Beamer und moderner Technik aufrüsten müssen, um den Anforderungen gerecht zu werden. Mit der Zeit werden sicherlich auch die Bestuhlung und die Tische ausgetauscht werden müssen, denn diese sind noch aus den Anfangsjahren der Halle,“ so Heller.
