DLRG Andernach übte Eisrettung
Training für den Ernstfall
Andernach. Die DLRG – bekannt als Wasserrettungsorganisation – wird auch bei zugefrorenen Gewässern zu Hilfe gerufen.
Um für diesen Ernstfall zu trainieren wurden die eiskalten Tage im März diesen Jahres kurzentschlossen genutzt. Eine auf dem dünnen Eis des Andernacher Freibads liegende Person wurde als Notfall gemeldet - es handelte sich aus verständlichen Gründen um eine Puppe. Erfreulich wie immer war die Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern des Freibades Andernach und der Stadtverwaltung, die eine Nutzung der Eisfläche und damit das Training der Rettungskräfte spontan und unbürokratisch ermöglichten.
Im Falle einer Eisrettung tragen die DLRG-Retter immer einen wasserdichten, wärmenden Schutzanzug und werden angeseilt, wodurch sich besonders die Koordination der Helfer, der Leinen und Leinenführer sowie der Hilfsmittel (z.B. Rettungsrutsche mit weiteren Leinen) als anspruchsvoll erwies und mehrfach im Wechsel trainiert wurde.
Parallel übten die Aktiven typische Arbeiten wie z.B. das Prüfen der Eisdicke per Messbohrung. Das Ergebnis von 4,5 cm erstaunte und bewies, wie wichtig die konsequente Gewichtsverteilung der Retter war, die sich robbend und rutschend in Bauchlage bewegten. Auf den Füßen wäre ein Einbruch kaum zu vermeiden gewesen.
Der Leiter der Übung Björn Christ dankte allen Beteiligten für ihren hohen körperlichen und ideellen Einsatz.
Insgesamt hatten alle erneut das gute Gefühl, sich aufeinander verlassen zu können - gegen den Tod im und am Wasser.
Die DLRG Andernach – nicht nur ein Verein, sondern ein Ort, an dem viel bewegt, geholfen und erlebt wird. Weitere Informationen unter www.andernach.dlrg.de oder der Tel.: (0 26 32) 46 16 2.
