Allgemeine Berichte | 27.03.2015

Helen Christopher aus Andernach stellt neuen Roman vor

„Von Räuberhand“

Die studierte Musikethnologin lebt der Kinder zuliebe in Andernach.

Andernach. „Gut, dann kannst du mir ja die Augenbinde abnehmen.“ „Nein, ich will dich erst zur richtigen Stelle führen. Warte, ich komme herum und mache dir die Tür auf. Du sollst dir ja nicht wehtun!“, sagte er in ruhigem und abgeklärtem Ton. Die Fahrertür ging auf und fiel krachend wieder ins Schloss. Dann hörte Evelyn wie Andreas den Kofferraum öffnete. Was holte er bloß daraus hervor? Sie musste tief durchatmen, um nicht vollends verrückt zu werden. Aber sie konnte sich nicht beruhigen, denn nun knirschten seine Schritte von hinten kommend immer näher. Schon riss er die Beifahrertür auf und der Geruch nach Nadelbäumen und modrigem Boden ließ Evelyn erschaudern. Ein Picknick im Wald? Wer kommt denn schon auf so eine Idee? Ein lauschiges Plätzchen am See oder auf einer sonnigen Wiese, das wären ideale Orte! Im Wald hat man anderes vor! Bäume haben keine Augen. Evelyn machte sich innerlich zur Flucht bereit, sobald eine Möglichkeit dazu gegeben wäre. „So, vorsichtig, steig aus. Hier ist mein Arm, ich führe dich.“ In Kavaliersmanier griff Andreas unter ihren Arm, zog sie aus dem Auto und legte dann seine Hand fest um ihre Taille.

Die Andernacher Autorin Helen Christopher greift in ihrem zweiten Roman Von Räuberhand (ISBN: 978-3734749797) mit „Misshandlung in der Ehe“ und „Überleben als Obdachloser im Wald“ brisante Themen auf. Dennoch gelingt es ihr, daraus einen einfachen und spannenden Liebesroman mit sozialkritischem Touch zu erschaffen.

Evelyn geht vom Schlimmsten aus, als ihr Mann Andreas mit ihr zu einem romantischen Picknick in den Wald fährt. Denn in den vergangenen Jahren hat sich Andreas Aufmerksamkeit ihr gegen-über auf Kontrolle und Gewalt beschränkt. Evelyns Befürchtung bewahrheitet sich, jedoch anders als von ihr erwartet: Sie wird entführt und findet sich in den Händen einer Räuberbande wieder. Der Räuberhäuptling hält sie im Wald versteckt. Evelyn ist darüber nicht unglücklich, denn ihre Chance, Andreas zu verlassen, ist endlich gekommen! Der Sommer im Wald wird lang und aufregend. Doch Andreas gibt die Suche nach seiner Frau nicht auf. Für ihn gilt: „Bis dass der Tod uns scheidet!“ Die Autorin sagt zu ihrem Werk, dass sie mit „Von Räuberhand“ ihre Leser unterhalten möchte und deswegen eine spannende Liebesgeschichte geschrieben hat. Dabei behält sie stets einen sozialkritischen Blick auf das Sujet. Zudem hat sich die Autorin bei der Geschichte von dem klassischen indischen Liebesepos Ramayana inspirieren lassen.

Helen Christopher ist in Husum (Nordfriesland) aufgewachsen, lebt aber mittlerweile, nach vielen glücklichen Jahren in Berlin, den Kindern zuliebe, in Andernach. Das Buch mit 208 Seiten ist als Taschenbuch im Buchhandel sowie als Kindle-E-Book erhältlich.

Die studierte Musikethnologin lebt der Kinder zuliebe in Andernach.

Die studierte Musikethnologin lebt der Kinder zuliebe in Andernach.

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