Allgemeine Berichte | 14.10.2019, 11:48 Uhr

Projekt Schattentöchter und Freie ev. Gemeinde (City Church)

„Wir schreien auf gegen Zwangsprostitution“

Am Mittwoch, 6. November

Andernach. Gemeinsam mit dem Verein Projekt Schattentöchter engagiert sich die Freie evangelische Gemeinde (City Church) Andernach gegen Menschenhandel & Sexsklaverei. Die Veranstaltung „Wir schreien auf gegen Zwangsprostitution“ am Mittwoch, 6. November um 19 Uhr ist nicht nur eine Infoveranstaltung, sondern auch eine Initialzündung für den persönlichen Einsatz. Alle Interessierte sind in der Kirchengemeinde Otto-Wolff-Straße 3 willkommen.

Der Verein „Projekt Schattentöchter e. V.“ wurde 2017 ins Leben gerufen. Dieser arbeitet mit Frauen in der Prostitution - u. a. mit solchen, die sich mit dem Gedanken tragen aus dem Milieu auszusteigen - sowie mit Opfern von Menschenhandel und Zwangsprostitution. Die Arbeit gliedert sich in vier Bereiche:

1. Streetwork

2. Unterhaltung einer Schutzeinrichtung

3. Öffentlichkeitsarbeit

4. Teamgesundheit und Weiterbildung.

Durch die aufsuchende Arbeit in der Region will der Verein in der Prostitution tätigen Frauen Hilfe und Unterstützung in ihrem Alltag anbieten. Die Erfahrung zeigt, dass an erster Stelle der Aufbau einer Beziehung zu den Frauen erforderlich ist, bevor diese entsprechende Angebote annehmen.

Seit Februar 2019 bietet der Verein die Möglichkeit Frauen eine konkrete Ausstiegsmöglichkeit aus der Prostitution. Durch die Eröffnung einer Schutzeinrichtung (im Raum Neuwied) begleiten die Schattentöchter vor allem Frauen, die durch Begleitproblematiken wie Sucht oder Trauma, den Weg in die Gesellschaft nicht eigenständig schaffen können. Das Ziel ist es, solche Frauen bei der Bewältigung ihrer oft vielfältigen Probleme zu begleiten und zu unterstützen, um sie in der Gesellschaft zu resozialisieren. Ein eigenständiges und unabhängiges Leben ist dabei stets das langfristige Ziel.

Präventionsprogramm „Liebe ohne Zwang“

Der Verein engagiert sich auch in der Präventionsarbeit. Durch Infoveranstaltungen oder Workshops zum Thema Menschenhandel setzt sich der Verein dafür ein, dass die Gesellschaft darüber aufgeklärt und sensibilisiert wird. Zurzeit sind die Schattentöchter dabei das Präventionsprogramm „Liebe ohne Zwang“ zu etablieren. Hierbei geht es vor allem um Aufklärungsarbeit zum Thema Loverboy, die an weiterführenden Schulen etc. stattfinden wird, um auf diese besonders perfide Methode aufmerksam zu machen, mit der Mädchen und/oder junge Frauen in die Prostitution gelockt bzw. gezwungen werden. Im Bereich Teamgesundheit achtet der Verein auf die eigene biopsychosoziale Gesundheit, d. h. die der MitarbeiterInnen und Ehrenamtlichen. Fallbesprechungen werden in der kollegialen Supervision durchgeführt und, falls erforderlich, mit einer externen Supervisorin besprochen. Um das Team adäquat zu fördern, organisieren die Schattentöchter zweimal im Jahr interne Seminare. Darüber hinaus trifft sich das Team in regelmäßigen Abständen. Infos unter www.cc-andernach.de/event/schattentoechter/.

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