Team Racing One Andernach
„Wir wollen uns den Nachwuchs heranziehen“
Andernacher Team Racing One startet mit zwei Rennwagen in die neue Saison
Andernach/Nürburg. Zum ersten Lauf der neuen VLN Langstreckenmeisterschaft, der 61. ADAC Westfalenfahrt verzeichnete der Veranstalter ein volles Haus. Das zeigt auch , dass das Interesse an dieser tollen Rennsportserie ungebrochen ist. Denn auf der 24,358 km langen Berg- und Talbahn der Nürburgring Nordschleife und der Kurzanbindung Grand Prix Kurs gibt es in jedem Rennen eine neue Herausforderung. Aus Andernach ist das Team Racing One auch wieder im Einsatz. Nachdem in der vergangenen Saison zahlreiche Klassensiege eingefahren wurden, will das Team auch in diesem Jahr Rennen gewinnen. Dazu wurde ein neuer Ferrari 458 in der Klasse SP8 (VLN Specials über 4000 ccm -6250 ccm Hubraum) auf. Im BMW M 235i Racing Cup, der mit über 20 Fahrzeugen zu den stärksten Klassen in der VLN gehört, startet das Andernacher Team in dieser Saison ebenfalls.
Dazu der Teamchef Martin Kohlhaas: „Den Ferrari 458 haben wir ganz neu aufgebaut für die SP 8 Klasse. Es ist ein ganz neues Auto mit dem Paket von 2014 aber. Wir haben auch nicht viel verändert und haben ein gutes Gesamtkonzept. Das zweite Auto ist für uns ganz neu, es ist der BMW M 235i Racing, der eigens in einer eigenen Klasse antritt. Auf dem Auto haben wir auch zwei Nachwuchsfahrer, denn unser Ziel ist es auch, uns den Nachwuchs für unseren Ferrari heranzuziehen, weil Du das in der heutigen Zeit brauchst, gerade mit der neuen DMSB Regel für die Nürburgring Nordschleife. Sodass wir da einfach auch ein Aufbauprogramm haben, das heißt, dass die Nachwuchspiloten ein Jahr in unserem BMW 235i Cup die Rennen bestreiten und anschließend aufsteigen, um auf unserem Ferrari oder einem anderen Topauto um Siege zu kämpfen. Jetzt zum ersten VLN Rennen präsentieren wir das Design beider Rennwagen, nachdem unser Ferrari bei den Einstellfahrten noch in Schwarz auf der Piste fuhr, wie auch der BMW.“
Im Qualifying pilotierten die beiden Junioren Dennis Wüsthoff aus Heiligenhaus und Benjamin Leuchter aus Duisburg den Tourenwagen. Bedingt durch einen Unfall und der doppelt geschwenkten Flaggen konnten gegen Ende der Trainingssitzung leider keine schnelleren Zeiten gefahren werden. Der Ferrari 458, gefahren von Marcus Lungstrass, Mike Jäger und Christian Kohlhaas aus Andernach, platzierte sich auf dem 28. Platz im Qualifying. 170 GT3 Rennwagen und Tourenwagen gingen zum ersten VLN Lauf ins Rennen, das nach 75 Minuten aufgrund eines schweren Unfalls abgebrochen werden musste.
„Unsere Junioren werden schon mal ergänzt mit einem Profi oder auch Fahrer, der nur sporadisch einige Rennen fährt. Der Christian Kohlhaas fährt die komplette Saison im Ferrari, Marcus Lungstrass als Profi fährt die beiden ersten Läufe. Ab dem VLN Lauf drei kommen die nordschleifenerfahrenen Ferrari-Piloten Mike Jäger und der Stefan Köhler. Außerdem laufen noch Planungen für ein zusätzliches Auto nach dem 24-Stundenrennen Nürburgring, doch das wird sich mit der Zeit noch ergeben, ob es dann Wirklichkeit wird oder nicht. Wir wollen so oft wie es geht mit unserem Team präsent sein und möglichst alle Rennen fahren. So wie es aussieht, fahren wir mit dem BMW 235i das 24-Stundenrennen und mit unserem Ferrari 458 nicht. So sieht unsere Saison 2015 im Rennsport aus“, so der Teamchef Martin Kohlhaas.
Nächster Lauf in der VLN Langstreckenmeisterschaft ist am 25. April der 57. ADAC H&R Cup auf der Nürburgring Nordschleife.
