Allgemeine Berichte | 04.07.2015

Zu Gast in Budweis, Stockerau und Wien

Erlebnisreiche Bürgerfahrt des Deutsch-Österreichischen Freundschaftskreises führte zu allerlei Sehenswürdigkeiten

Vor dem Empfang beim Stockerauer Bürgermeister Helmut Laab stellten sich die Andernacher zu einem Erinnerungsfoto vor dem Stockerauer Rathaus auf. privat

Stockerau. 46 Teilnehmer aus Andernach und Umgebung folgten der Einladung der Volkshochschule Andernach und des Deutsch-Österreichischen Freundschaftskreises zur diesjährigen Bürgerfahrt in die österreichische Partnerstadt Stockerau. Zunächst ging es mit dem Bus in Richtung Osten zur tschechischen Grenze und von dort über Pilsen nach Budweis in Südböhmen. Ein Viersternehotel in der Altstadt von Budweis war das Quartier der Andernacher Reisegruppe. Zum Abendessen ging es zu Fuß zum berühmten Restaurant „Masne kramy“, einer ehemaligen Fleischerhalle, wo die Teilnehmer böhmische Spezialitäten und das berühmte Budweiser Bier genießen konnten. Nach dem reichhaltigen Abendessen war noch ein Spaziergang zum berühmten Marktplatz von Budweis, dem Platz “Premysl Otakar II Platz“ angesagt. Der etwa 130 qm große Platz ist umsäumt von barocken Häusern und einem wunderschönen Rathaus. Mittelpunkt ist der 17 m breite Samson-Brunnen. Alle Häuser und der Platz waren angestrahlt und damit erlebte die Reisegruppe ihren ersten Höhepunkt auf ihrer Reise durch Südböhmen nach Stockerau.

Nach dem Frühstück lernten die Teilnehmer bei einer Stadtführung die Budweiser Altstadt kennen, wobei der große Marktplatz „ Premysl Otokar II Platz“ und der Zusammenfluss der Flüsse Moldau und Maltsch besondere Highlights waren. Nach dieser informationsreichen Stadtführung stand der Besuch der berühmten Budweiser Brauerei an. Bei einer anderthalbstündigen Besichtigung konnte die Andernacher Reisegruppe die beiden Sudhäuser, die Filtrierungsanlage, die Lagerkeller und die Flaschenabfüllungsanlage besichtigen. Zum Abschluss gab es - leider nur einen kleinen Pappbecher Budweiser Lagerbier.

Danach ging es 170 km mit dem Bus in Richtung Stockerau. Nach fast dreistündiger Fahrt über die Landstraßen Südböhmens und Niederösterreichs kam die Andernacher Reisegruppe gut gelaunt in Stockerau an. Am späten Nachmittag empfing Stockeraus Bürgermeister Helmut Laab im wunderschönen Stockerauer Rathaus die Andernacher Freunde und freute sich, dass sich wieder eine so große Anzahl von Andernachern zu den Festspielen nach Stockerau auf den Weg gemacht hat.

Nach dem Empfang im Rathaus folgten die Andernacher einer Einladung des Stockerauer Partnerschaftsvereins zu einem Heurigenabend in Stetteldorf am Wagram, etwa 20 km von Stockerau entfernt. Viele Freunde des Stockerauer Partnerschaftsvereins hatten sich dort bereits eingefunden. Zunächst gab es freundliche Begrüßungen und dann erfreuten die Andernacher sich an den Heurigenplatten und den köstlichen Weißweinen wie dem Grünen Veltliner und dem frühroten Veltliner sowie an Rotweinen wie dem Blauen Portugieser und dem berühmten Zweigelt. Bei gutem Wein war noch Zeit zu Gesprächen mit den Stockerauer Freunden. Neben den Vorstandsmitgliedern des Stockerauer Partnerschaftsvereins an der Spitze mit Obmann Kurt Stuhr waren auch Altbürgermeister Leo Richentzky und seine Gattin Hermine anwesend.

Unterwegs in Wien

Am nächsten Tag war eine Stadtrundfahrt in Wien angesagt. Zunächst ging es zum Schlos Schönbrunn. Die Stockerauer Stadtamtsdirektorin Dr. Andrea Riedler, die das Diplom einer Wien-Stadtführerin besitzt, hatte einen Minizug geordert, mit dem die Andernacher Reisegruppe durch das Schlossgelände von Schönbrunn fuhr. Dadurch bekamen die Andernacher einen örtlichen und geschichtlichen Eindruck dieser imposanten Anlage. Nach der Besichtigung der Schlossanlage Schönbrunn ging es quer durch Wien zum Prater. Im Garten des Schweizerhauses wurde zu Mittag gegessen. Ein Andernacher, nämlich Dieter Kupfer, traute sich auf das höchste Kettenkarussell Österreichs. Es ist 117 m hoch und die Passagiere drehen sich in 95 m Höhe über dem Erdboden im Kreis und bei einer Geschwindigkeit von bis zu 60 km/h. Nach dem Besuch im Prater ging es wieder zurück nach Stockerau und die Andernacher mussten sich für die Premierenveranstaltung der Stockerauer Festspiele fein machen. Am Abend begann dann die Vorstellung „Don Camillo und Peppone“. Die Veranstaltung war ausverkauft. Pastellfarbene Häuschen waren die Kulisse unterhalb des prächtigen Kirchturms von Stockerau. Die Schauspieler Horst Hess (Don Camillo) und Christoph Krutzler (Peppone) verkörperten die beiden Hauptfiguren erstklassig. Auch Jesus spielte leibhaftig mit, es ist die zentrale Idee, Jesus nicht bloß als innere Stimme zu Camillo sprechen, sondern ihn aktuell ins Geschehen eingreifen zu lassen. Es war ein unterhaltsamer Abend und die Akteure auf der Bühne erhielten sehr viel Beifall dafür.

Wie immer nach den Premierenveranstaltungen begab sich die Andernacher Reisegruppe in das Restaurant „Zum Lukas“, wo zu später Stunde noch das Abendessen eingenommen wurde. Am nächsten Morgen, nach dem Frühstück, wurde dann von den Freunden in Stockerau Abschied genommen, wobei noch für das Europafest in Andernach, das am 4. und 5. Juli in Andernach stattfindet, mehrere Kisten Rot- und Weißweine aus Niederösterreich mit nach Andernach genommen wurden. Alle Teilnehmer lobten das Programm, die Organisation und die Betreuung dieser Bürgerfahrt, die von dem Leiter der VHS Andernach, Günter von Blohn und dem Vorsitzendes des Deutsch-Österreichischen Freundschaftskreises Andernach-Stockerau Heinz Hörnig wieder gut vorbereitet wurden.

Vor dem Empfang beim Stockerauer Bürgermeister Helmut Laab stellten sich die Andernacher zu einem Erinnerungsfoto vor dem Stockerauer Rathaus auf. Foto: privat

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