Lesecafé der Evangelischen Kirchengemeinde
Auf den Spuren von Else Ury
Bad Breisig. „Nesthäkchen geht ins KZ“ - ein eher bedrückender Titel im Vergleich zu den anderen Nesthäkchen-Geschichten von Else Ury. Irmgard Stumpf aus Burgbrohl hat im Lesecafé der Evangelischen Kirchengemeinde unter diesem Titel eine Annäherung an die Autorin der bekannten Jugendbücher geboten.
Alle Welt kennt Else Urys Nesthäkchen - kaum jemand weiß jedoch, dass die höhere Tochter aus Berlin Jüdin war und 1943 in Auschwitz von den Nazis ermordet wurde. In ihren Büchern, wie auch im Alltagsleben, spielte die jüdische Tradition keine Rolle, bis der Rassenwahn sie zwang, eine Jüdin zu werden. Marianne Brentzel hat den Lebensweg Else Urys sorgfältig recherchiert und formt mithilfe von Passagen aus Nesthäkchen, Briefen, erstmalig veröffentlichten Dokumenten, fiktiven Interviews und erdachten Szenen ein lebendiges Bild von Kindheit und Alltag der Autorin.
