Grotte in Wassenach wurde eingeweiht und eingesegnet
Aus dem Dornröschenschlaf erwacht
Wassenach. Für viele Bürgerinnen und Bürger von Wassenach war sie fast vergessen, die vor über 100 Jahren aus Basaltkrotzensteinen erbaute Grotte in einer Ecke auf dem Grundstück des Parkplatzes des ehemaligen Hotels Adams. Jetzt ist sie ein Kleinod, das kürzlich mit einer Eröffnungs- und Einweihungsfeier der Öffentlichkeit offiziell übergeben wurde.
Zu dieser Feier konnte Ortsbürgermeister Manfred Sattler neben den an der Herstellung der Anlage Beteiligten und den Bürgerinnen und Bürgern von Wassenach auch den Kreisbeigeordneten Friedhelm Münch, Bürgermeister Johannes Bell und Pfarrer Peter Bollig besonders willkommen heißen.
Im Herbst 2014 traten „zwei rüstige Rentner“ an die Ortsgemeinde Wassenach mit dem Vorschlag heran, die Grotte aus Krotzensteinen unter dem Gestrüpp und Geäst freizulegen. „Sie haben das Dornröschen wachgeküsst“, lobte Ortsbürgermeister Sattler Wolfgang Schmitt und Erwin Mittnacht. Gemeinsam mit einer ganzen Reihe von ehrenamtlichen Helfern schufen sie eine Anlage, auf die die Ortsgemeinde stolz sein kann. Es entstand ein Ort der Begegnung, der geradezu zum Ausruhen und Verweilen einlädt. Gemeinsam mit den Ideengebern ließ Sattler noch einmal die Geschichte Revue passieren. Er dankte allen, die sich ehrenamtlich an dem Werk beteiligt hatten. Sein Dank galt auch denjenigen, die sowohl durch Sach- wie auch Geldspenden ihren Beitrag zum Gelingen des Werkes geleistet hatten.
Ihnen allen überreichte Ortsbürgermeister Sattler als kleines Dankeschön der Ortsgemeinde Wassenach den Jahreskalender 2016, der sowohl alte Ansichten von der Grotte wie auch das nun eingeweihte Werk zeigen. Es ist ein beachtlicher Kalender, der die Geschichte der Grotte aufzeigt. Auch Kreisbeigeordneter Friedhelm Münch lobte das große ehrenamtliche Engagement aller an diesem Werk Beteiligten. Es zeige, dass dort, wo die Gemeinschaft funktioniere, durch die gemeinsame Tätigkeit viel bewirkt werden könne. „Das Werk kann sich in der Tat sehen lassen. Entstanden ist ein Ort, der Begegnung, der gewiss nicht nur von Einheimischen zum Plauschen und zur Einkehr genutzt wird“, erklärte Münch. Gerne habe der Landkreis Ahrweiler durch einen Zuschuss in Höhe von 3.850 Euro im Rahmen der Förderung Ländlicher Raum einen Beitrag zu dem Projekt geleistet.
Ehrenamtliches Engagement bewirkt viel
Auch Bürgermeister Johannes Bell war voll des Lobes. Ohne das ehrenamtliche Engagement sei vieles in den Kommunen nicht zu bewirken. Daher dürfe man stolz sein, wenn sich immer wieder Bürgerinnen und Bürger finden, die ehrenamtlich für die Gemeinden aktiv seien. Er wies insbesondere auf das Jugendförderprogramm der Verbandsgemeinde Brohltal hin, das auch zur Förderung von Projekten in der Ortsgemeinde Wassenach in Anspruch genommen werden könne. Den an dem Projekt „Grotte“ Beteiligten sprach er ein großes Kompliment aus.
Gratulation und Dankesworte sprach auch Reinhard Koll, der Vorsitzende des Vereins Wat Buddha Vipassona e.V., auf dessen Initiative das in der unmittelbaren Nachbarschaft entstandene buddhistische Meditationszentrum entstanden ist. Er bedankte sich bei dieser Gelegenheit ausdrücklich für das Verständnis und die herzliche Aufnahme der Mönche sowie das harmonische Zusammenleben der unterschiedlichen Kulturen.
Schließlich konnte Pfarrer Peter Bollig die Grotte und die entstandene Anlage einsegnen. Bei Kaffee und Kuchen verbrachten die Gäste noch ein paar gemütliche und unterhaltsame Stunden.
Allen Helfern überreichte Ortsbürgermeister Manfred Sattler einen Kalender mit Bildern der Grotte. Fotos: RÜ
Manfred Sattler dankte Wolfgang Schmitt und Erwin Mittnacht für ihren Vorschalg und ihr Engagement.
Pastor Peter Bollig segnete die Grotte ein.
