Allgemeine Berichte | 19.06.2026, 11:12 Uhr

Leserbrief: Finanzlösung Bad Breisig

Bad Breisig: Innovative Geldsuche zur Verbesserung der Haushaltslage

Bad Breisig. Das Geld liegt in Bad Breisig herum! - Ein Beitrag zur Lösung der Finanzprobleme der Stadt

Die Stadt Bad Breisig ist seit vielen Jahren in finanziellen Nöten, „chronisch klamm“. Verständlicherweise wird die prekäre Haushaltssituation, hauptsächlich den defizitären Römerthermen geschuldet, in offiziellen Pressemeldungen der Stadt, so auch zur kürzlichen Einwohnerversammlung, nur am Rande erwähnt. Eine Besserung ist nicht in Sicht, wenn nicht ein Wunder geschieht.

Aber weder aus dem Rathaus noch aus der Touristikzentrale, die weiß Gott nicht über Besucherandrang klagen kann, ist etwas zur Lösung von kleinen und großen Problemen, von kreativen Einfällen oder zündenden neuen Ideen zu vernehmen. Zudem fehlt es, zumindest dem äußeren Anschein nach, an Herzblut, sich dafür wirklich zu engagieren. Das mag trügen, aber diesen Eindruck haben kritische Beobachter der „Szene“ seit langem. Freilich hat Bad Breisig bei allen Klagen auch viel Positives aufzuweisen, das muss ausdrücklich betont werden. Es fehlt aber vielfach an Einfällen, vor allem aber am „Bimbes“, hätte der selige Kanzler Kohl gesagt.

Was kann also getan werden, um an Barmittel zu kommen, um die finanzielle Misere zu beenden?

Weitgehend unbemerkt gab es hierzu kürzlich eine nachahmenswertes Lehrstück im Kurpark. Dort, also in Sichtweite der Touristikzentrale, konnten Sondengänger bei ihrer Suche im Park beobachtet werden. Auf den Rasenflächen suchten sie systematisch nach Euro-Münzen und wurden fündig. Nach ihren Aussagen lohnt es sich die Flächen nach dem Brunnenfest oder anderen Events zu begehen. Hier stellt sich die Frage: Warum ist man bei der Stadt nicht schon längst darauf gekommen, dies in die Hand zu nehmen, um in der Quellenstadt diese Geldquelle zu erschließen? Bei Festen und im Alltag verliefen ja viele Menschen Geld, immer wieder kleine Münzen, Cents und Euro-Münzen. Was liegt also näher als das sprichwörtlich auf der Straße, hier auf und im Rasen schlummernde Geld zur orten und einzusammeln. Nicht private Schatzsucher, sondern die Stadt sollte hier tätig werden und umgehend Metalldetektoren anschaffen, um auf „Schatzsuche“ zu gehen. Auf allen städtischen und nicht versiegelten Flachen sollte nach Geld für die Stadtkasse gesucht werden. Ein reiches Betätigungsfeld eröffnet sich nach Festen im Kurpark. So könnten der baldige Zwibbelsmaat, dann der Weihnachtsmarkt sowie andere Veranstaltungen im Nachhinein ein lukratives Geschäft bieten. Auch andere Flächen sollten untersucht werden: So der Restpark an den Römerthermen, der zugehörige Parkplatz mit seinen Schlaglöchern, der Beachvolleyballplatz, die Liegewiese des Bades, das Umfeld der Tennisplätze, das Sportplatzgelände, die Rheinallee und andere stark frequentierte Bereiche kämen für die Geldsuche in Betracht. Während der Schließung der Römerthermen wäre dies eine Weiterbeschäftigung für Angestellte im gesamten Stadtbereich. In besucherarmen Zeiten könnte das Personal der Touristikinfo zumindest im Umfeld der Anlaufstelle auf Suche gehen. Die Erfolge könnten im Rathaus presswirksam durch ein „Fundbarometer“ regelmäßig angezeigt werden. Eine Gegenüberstellung mit dem Schuldenbarometer und dessen Verringerung böte sich geradezu an. Vielleicht findet sich bei der Suche auch das ein oder andere Schmuckstück aus Gold oder Silber, verlorene Ehering, Ketten, Ohrringe etc. und bringt Gewinn, denn für Edelmetalle werden derzeit Höchstpreise erzielt.

So könnte der Kauf von Metalldetektoren zur besten Investition in Bad Breisig seit der Stadterhebung durch den damaligen Ministerpräsidenten Helmut Kohl werden und eine nie dagewesene Goldgräber- und Aufbruchsstimmung in der Quellenstadt erzeugen. Vielleicht können dabei auch andere Schätze gehoben werden. Wer weiß, was nicht alles? Freilich muss zuvor geklärt werden, ob die Funde nicht als Fundunterschlagung einzustufen sind. Mein dringender Appell an die Verantwortlichen der Stadt Bad Breisig lautet also: Zögern sie nicht, ergreifen sie die Chance beim Schopfe, schreiten sie zur Tat und leiten umgehend die systematische Geldsuche ein. Sie werden fündig! Die Suche könnte auch auf andere Orte der Verbandsgemeinde ausgedehnt werden. Beeilen sie sich, damit die in Breisig und Umgebung herumliegenden Geldreserven nicht weiter ungehoben im Rasen verrotten. Nutzen sie die Gunst der Stunde zum Wohle von Bad Breisig, dessen kommende Blüte uns bisher nur versprochen wird und die nach der Generalsanierung der Römerthermen und dem zur Rennstrecke ausgebauten Radweg nach Sinzig anbrechen soll, Der Bürgermeister könnte sich in bester Tradition auf vielen Pressefotos mit solchen positiven Nachrichten stolz lächelnd präsentieren.

Leonhard Janta, Bad Breisig

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