Allgemeine Berichte | 16.03.2014

Eine Früherkennung von Darmkrebs kann Leben retten

„Darmkrebs? - Bloß nicht, dann lieber Vorsorge“

Interdisziplinäres Bauchzentrum des Marienhaus Klinikums im Kreis Ahrweiler und die Fördervereine des Krankenhauses Maria Hilf und der Brohltal-Klinik St. Josef veranstalteten anlässlich des Darmkrebsmonats ein Arzt-Patienten-Seminar

Sie informierten interessierte Bürger und Betroffene in der Aula der Brohltal-Klinik über das Thema Darmkrebs (v. l): Privatdozent Dr. Klaus Prenzel, der Chefarzt der Allgemein-, Viszeral- und Unfallchirurgie, Prof. Dr. Jörg Heller, Chefarzt für innere Medizin/Gastroenterologie und der niedergelassene Gastroenterologe Dr. Hans-Georg Grzeschik aus Niederzissen. Der Vorsitzenden des Fördervereins des Krankenhauses Maria Hilf Dr. Gerhard Kreuter (4. v l) führte in das Thema ein.Cornelia Kreutzberg

Bad Neuenahr-Ahrweiler. „Zur Vorsorge zu gehen und sich gesund zu ernähren, ist gar nicht so schwierig, wir müssen es nur tun“, so lautete die gemeinsame Aussage der Referenten beim Arzt-Patienten-Seminar „Darmkrebs - bloß nicht, dann lieber Vorsorge“, das interdisziplinäre Bauchzentrum zusammen mit den Fördervereinen in der Brohltal-Klinik veranstaltet hat. Ein erhöhter Konsum von rotem Fleisch zum Beispiel - dazugehören unter anderem Rind-, Schweine- und Lammfleisch - und Alkohol begünstigen die Entstehung von Darmkrebs, berichtete Prof. Dr. Jörg Heller, der Chefarzt der Innere Medizin/Gastroenterologie. Ballaststoffe hingegen könnten vor dieser Erkrankung schützen. Das sind Empfehlungen, die auf wissenschaftlichen Erkenntnissen beruhen.

Besonders wichtig sei die Früherkennung des Darmkrebses, so der niedergelassene Gastroenterologe Dr. Georg Grzeschik, der durch die Veranstaltung führte. Denn würden Polypen und Krebsvorstufen rechtzeitig im Darm entdeckt, könnten diese entfernt und damit das Entstehen eines Tumors, verhindert werden. Mit Hilfe des Haemoccult-Testes können winzige Blutmengen im Stuhl aufgespürt werden, die mit dem bloßen Auge nicht zu erkennen sind. „Das kann ein Hinweis auf Darmkrebs sein, denn Tumore und Krebsvorstufen bluten im Darm“, erläuterte Prof. Heller. Noch genauer lasse sich der Darm mit Hilfe einer Darmspiegelung (Coloskopie) untersuchen, „doch diese, von den Kassen ab dem 55. Lebensjahr finanzierte Vorsorgeuntersuchung, wird nur von rund zwölf Prozent der Versicherten in Anspruch genommen“, bedauerte Prof. Heller. Mit einer Darmspiegelung werden auch nicht blutende Polypen entdeckt und entfernt, die sich zu Tumoren entwickeln können. Die Vorsorge sei auch deshalb so wichtig, weil Darmkrebs erst dann Symptome verursacht, wenn er weit fortgeschritten und möglicherweise nicht mehr vollständig heilbar ist.

Privatdozent Dr. Klaus Prenzel, der Chefarzt der Allgemein-, Viszeral- und Unfallchirurgie informierte über therapeutische und operative Maßnahmen bei Darmkrebs und die Möglichkeiten einen künstlichen Darmausgang (Stoma) zu vermeiden. Einzelne Videosequenzen ermöglichten den Teilnehmern der Veranstaltung einen Blick in die OP-Säle.

Dr. Gerhard Kreuter, der Vorsitzende des Fördervereins und ehemalige langjährige Chefarzt für innere Medizin des Krankenhauses Maria Hilf und der Brohltal-Klinik, betonte die große Bedeutung der engen Zusammenarbeit der Ärzte, die die ambulante, stationäre und rehabilitative Versorgung der betroffenen Patienten auf höchstem Niveau sicherstellen. Pressemitteilung

Marienhaus Klinikum

im Kreis Ahrweiler

Aufmerksam folgte das Publikum den Informationen von Privatdozent Dr. Klaus Prenzel, der anschaulich das zur Darmkrebsbehandlung eingesetzte OP-Verfahren der Schlüssellochchirurgie erläuterte.

Aufmerksam folgte das Publikum den Informationen von Privatdozent Dr. Klaus Prenzel, der anschaulich das zur Darmkrebsbehandlung eingesetzte OP-Verfahren der Schlüssellochchirurgie erläuterte.

Sie informierten interessierte Bürger und Betroffene in der Aula der Brohltal-Klinik über das Thema Darmkrebs (v. l): Privatdozent Dr. Klaus Prenzel, der Chefarzt der Allgemein-, Viszeral- und Unfallchirurgie, Prof. Dr. Jörg Heller, Chefarzt für innere Medizin/Gastroenterologie und der niedergelassene Gastroenterologe Dr. Hans-Georg Grzeschik aus Niederzissen. Der Vorsitzenden des Fördervereins des Krankenhauses Maria Hilf Dr. Gerhard Kreuter (4. v l) führte in das Thema ein.Fotos: Cornelia Kreutzberg

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • K. Schmidt: Richtig. Und dann weiter unten im Kreisel, wo der Radweg wenn man Richtung Neuenahr will die Ausfahrt kreuzt, kapieren gefühlte 90% der Radfahrer nicht, dass sie an der Stelle keine eingebaute, automatische...
  • Kiefer: Wenn ich sehe wie viele von Landershofen runter nach Ahrweiler ohne Beleuchtung fahren dann wird es mir schlecht. Jeden Morgen dasselbe Spiel

Sternsinger bringen Segen

  • Ulrich Manns : Sehr beeindruckend das Engagement! Eine schöne Kultur, die man unbedingt unterstützen sollte. Danke an alle Beteiligten ???
  • Anne: Wie gut, das jetzt keine Dorfkirmes ist am 19. Januar. Da gäbe es dann eher ein traditionelles Hahneköppen in ausgelassener Stimmung unmittelbar neben dem Tatort anstatt einer Mahnwache…
Betriebselektriker
Hausmeister, bis auf Widerruf
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0020#
Handwerker für Hausmeistertätigkeiten
Seniorensitzung der Stadtsoldaten
Nachruf Kurth
Schichtführer Dosenanlage
Empfohlene Artikel

Niederzissen. Über 300 Gäste, mehr als 22 Karnevalskooperationen, zahlreiche Prinzenpaare sowie Möhnenvereine aus Niederzissen und dem gesamten Brohltal folgten der Einladung der VR Bank RheinAhrEifel eG zum traditionellen karnevalistischen Empfang in die Bausenberghalle nach Niederzissen. Die Veranstaltung unterstrich eindrucksvoll die enge Verbundenheit der Genossenschaftsbank mit dem regionalen Brauchtum und dem ehrenamtlichen Engagement vor Ort.

Weiterlesen

Region. Gerade jetzt in der Winterzeit ist es wichtig, den heimischen Wildvögeln mit Futter ihr Überleben zu sichern. Denn die heimischen Wildvögel müssen nun ihre Körpertemperatur von ca. 40 Grad Celsius aufrechterhalten. Und dafür benötigen sie Energie in Form von fettreichem Futter.

Weiterlesen

Waldorf. Am Sonntag, 01.02.2026 um 09:30 Uhr wird es bunt in der Kirche St. Remaclus, Waldorf, wenn alle verkleidet zum Familiengottesdienst kommen und das „Super Talent 2026“ im Gottesdienst gesucht wird. Auch die Kindergartenkinder sind dabei und unterstützen uns musikalisch. Der Kinderkirchenkreis lädt Groß und Klein Alt und Jung herzlich ein.

Weiterlesen

Weitere Artikel

Frau soll Summe in vierstelliger Höhe abgehoben haben

Foto-Fahndung: Wer kennt diese Bankkartenbetrügerin?

Bonn. Eine bislang unbekannte Frau ist verdächtig, am 5. Oktober 2025 am Bonner Friedensplatz und in Bonn-Auerberg mit einer Debitkarte unbefugt rund 1.000 Euro vom Konto einer 60-Jährigen abgehoben zu haben. Dabei wurde sie am Geldautomaten fotografiert. Die Karte war der Geschädigten zuvor auf bislang ungeklärte Weise abhandengekommen.

Weiterlesen

Grippewelle breitet sich auch in der Region immer weiter aus

Steigende Zahlen von Influenza im Kreis Ahrweiler

Kreis Ahrweiler. Die Grippewelle im Kreis Ahrweiler und in Rheinland-Pfalz nimmt weiter Fahrt auf: „Landesweit ist die Zahl der Meldungen gegenüber der Vorwoche um 46 Prozent gestiegen“, so Carolina Wicher, Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Kreisverwaltung Ahrweiler.

Weiterlesen

DA bis auf Widerruf
Sonderseite Gesundheitsexperten Bad Neuenahr-Ahrweiler
Sonderseite Gesundheitsexperten Bad Neuenahr-Ahrweiler
Imageanzeige
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0020#
Image Anzeige
Pellets
Innovatives aus der VG Weißenthurm
Stellenausschreibung "Sachbearbeiterin" - Auftraggeber Regina Elsting
Andernach Mitte Card
Titelanzeige
Gesundheitsexperten in Bad Neuenahr-Ahrweiler
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0020#
Gesamtrechnung 2026