Ein Jahr Forum Mittelrhein -Anzeige-
Das Einkaufszentrum lernt laufen
Bis zum 12. Oktober feiert das Center auf dem Zentralplatz sein einjähriges Bestehen mit zahlreichen Aktionen und Gewinnspielen
Koblenz. Am Geburtstag durften die Besucher des Forum Mittelrhein bei musikalischer Unterhaltung durch die Jazz- und Soul-Musiker von „Konflux“ die Bäckerei Hoefer-Geburtstags-Torten kosten, die Oberbürgermeister Prof. Dr. Joachim Hofmann-Göttig gemeinsam mit Helmut Gehres, Vizepräsident der IHK Koblenz, und der Center-Managerin Kirsten Jackenkroll angeschnitten hatten. Wer für sein Kuchenstück Geld gab, der spendete das damit der Jugendkunstwerkstatt Koblenz. Als „Event des Jahres“ wird die mehr als vierzehn Tage andauernde Geburtstagsfeier des Forums bezeichnet. Jackenkroll stellte die Aktionen im Einzelnen vor. Täglich gibt es Rabatt-Gewinnspiele mit insgesamt über fünfhundert Preisen und Rabatten der „Shops“. Außerdem gibt es Fernsehen zum Anfassen und die Chance, sich beim „Schängel Wissensquiz“ zu bewähren. Am Samstag, 5. Oktober und am verkaufsoffenen Sonntag, 6. Oktober, bietet der von Sat1 bekannte Star-Choreograph Dennis Jauch ein Catwalk-Training im Center an. Besonders attraktiv ist am 12. Oktober die Chance auf den Gewinn des Opel Adam in „mojito-green“, der im Eingangsbereich des Forums ausgestellt ist. Als Nachklang zur Geburtstagsfeier kündigte Jackenkroll eine große Party für bis zu 3.000 Gäste an. Sie startet auf den drei „Areas“ im Center am 31. Oktober von 22 bis 4 Uhr.
Die moderne „Shopping Mall“, wie Jackenkroll das am 26. September 2012 eröffnete Einkaufszentrum der Hamburger ECE nennt, zählt nach dem ersten Jahr bereits über fünf Millionen Besucher aus einem Einzugsgebiet von mehr als 800.000 Einwohnern. Rund vierzig Prozent davon kämen aus der erweiterten Region mit einer Anfahrt-Zeit von 15 bis 45 Minuten. Ein Anziehungspunkt für die Kaufwilligen sollen die etwa achtzig „Shops“ auf drei Ebenen und die 750 Parkplätze sein. Das Forum positioniere sich als junges, modernes und frisches Einkaufszentrum gegenüber dem eher klassisch ausgerichteten und familienorientierten Löhr-Center. Rund sechzig Prozent aller Kunden seien, ähnlich wie im Löhr-Center, zwar weniger als vierzig Jahre alt, aber dennoch nicht überwiegend Jugendliche. Jung und modern, mit englischen Vokabeln gespickt, ist auch die Sprache der 32-jährigen Center-Managerin, sobald es sich um das Forum dreht, dessen Angebot besonders im Modebereich doch eher auf junge Kunden ausgerichtet ist. Die sind offenbar auch die Zielgruppe der Homepage, wo der Besucher geduzt wird. An Kunden aller Generationen richtet sich im Forum Dank einer ausgewogenen Branchen-Mischung dennoch ein großer Anteil der Geschäfte. Lediglich einen Leerstand gibt es aktuell: Der kleine Geschäftsraum des ehemaligen Tabakladens im „Basement“. Jackenkroll sieht die Entwicklung der Kundenbindung auch in der Markteinführungsphase, die sicher noch über die nächsten 12 bis 18 Monate andauere, schon positiv.
Im Forum durchgeführte, vielfältige Befragungen zeigten, das Konzept sei mittlerweile verstanden. Das Center sei von knapp 65 Prozent der Befragten mit der Schulnote „Gut“ bewertet worden. Die „Top 3“ der „Ankermieter“ sind für die Kunden gerade diejenigen, die auch schon an anderen Standorten in der Stadt mit Filialen vertreten sind.
Stark frequentiert werde besonders der „Food-Court“ im Obergeschoss und die Außengastronomie, wie Jackenkroll vortrug. Auch wenn das Forum Mittelrhein vielleicht an einigen Stellen polarisiere, so sei seine Beliebtheit doch mehr und mehr festzustellen. Besonders seitdem der Zentralplatz nach der Eröffnung des Kulturbaus im Juni dieses Jahres nicht mehr nur mit dem halben Herzen schlage. Die Architektur auf dem neuen Zentralplatz mache die Stadt stolz, erklärte Hofmann-Göttig und gratulierte dem Einkaufszentrum zum Geburtstag. Das Forum Mittelrhein passe gut zum Profil der Handelsstadt Koblenz, mit ihm sei die Angebots-Palette erheblich vergrößert worden, ohne dass der Einzelhandel in der Innenstadt verdrängt wurde. Mittlerweile kämen viele gezielt zum Einkaufen nach Koblenz, leider zu viele immer noch mit dem Auto. Den Kurzzeit-Tourismus zum Bleibe-Tourismus weiter zu entwickeln, versprach der Oberbürgermeister. Denn nur die Menschen, die sich auf die Stadt einlassen, seien auch für den Handel von Bedeutung. Auch Gehres zeigte sich froh, dass die Händler im Umfeld des Forums nicht verdrängt wurden, sondern eher dessen Angebots-Lücken füllten. Wer den in die Jahre gekommenen Zentralplatz früher und jetzt betrachte, der könne sehen, es gehe auch nach der BUGA weiter in Koblenz. Er sei zu einem Platz geworden, der nicht mehr trenne sondern verbinde. Die länger andauernde Anlaufphase für das Forum sei auch auf die vielen Baumaßnahmen zurückzuführen. Optimierungsbedarf sah Gehres hinsichtlich des Verkehrs rund um den Zentralplatz. Zudem werde für ihn ein verbindliches Nutzungskonzept gebraucht.
Ein Verkehrsdesaster befürchtet der IHK-Vizepräsident aufgrund der Sanierungsarbeiten an der Europabrücke im nächsten Jahr. Gegensteuernde Maßnahmen seien dringend erforderlich, damit die Innenstadt so reibungslos wie möglich erreicht werden könne. „Wir müssen den Leuten klar machen, dass das Auto nicht die einzige Möglichkeit ist, in die Innenstadt von Koblenz zu gelangen“, bestätigte auch Hofmann-Göttig. BSB
v. li.) Kerstin Jackenkroll, Helmut Gehres und Oberbürgermeister Hofmann-Göttig schneiden gemeinsam die Geburtstagstorte an. Fotos: BSB
