Jahreshauptversammlung der „Zesse Jecke“
Ein Rückblick auf ein ereignisreiches Jahr
Christoph Schmitt gewann das Ostereierditschen
Niederzissen. Wenn in einer Jahreshauptversammlung einer Karnevalsgesellschaft nur überaus positive Berichte vorgetragen werden und der Vorsitzende nur Lob und Dankesworte findet an Alle, die dazu beigetragen haben, dann kann man wirklich von einer guten und erfolgreichen Vereinsarbeit sprechen. So geschehen am Gründonnerstag bei der Mitgliederversammlung der Karnevalsgesellschaft „Zesse Jecke“ im Foyer der Bausenberghalle vor mehr als 50 Vereinsmitgliedern. Mike Roth begrüßte die zahlreich erschienen Mitglieder, besonders das amtierende Prinzenpaar Rainer I. und Nicole I. samt Hofstaat, den Ehrenvorsitzenden Heinz (Manes) Schröder und Mitglieder des Ehrenrates.
In seinem kurzen Rückblick auf die vergangene Session verglich er den Verein mit einem Unternehmen, welches dann erfolgreich ist, wenn die Bilanz dies hergibt. Bei Vereinen ist das schon anders, denn da sind die Mitglieder- und Besucherzahlen, die Freude und das Interesse, die Mitarbeit und das Lob der Besucher und vor allen Dingen das gute Miteinander der Aktiven ausschlaggebend dafür am Ende einer Session feststellen zu können, alles ist sehr gut verlaufen. „Die gute Stimmung, die sich wie ein roter Faden durch den Verein und seine Korporationen zieht erzeugten auch bei den vielen Besuchern aller Veranstaltungen einen hohen Wohlfühlfaktor“, so stelle der Vorsitzende hocherfreut fest und ging auf die einzelnen Aktivitäten des vergangenen Jahres ein. Besonders erwähnte er die beiden Prunksitzungen, deren tolles Programm ausschließlich von eigenen, einheimischen Kräften gestaltet wurde, eine erfreuliche Tatsache, die inzwischen bei den meisten Karnevalsvereinen zu einer Seltenheit geworden ist. Das stets gut gelaunte, wortgewandte, fröhliche und unbekümmerte Prinzenpaar habe ein großes Programm absolviert und überall, wo es aufgetreten ist, bleibende, positive Eindrücke hinterlassen und so die „Zesse Jecke“ ganz hervorragend vertreten, so Mike Roth. Er dankte allen Aktiven, die für eine fantastische Session gesorgt haben, ob vor, hinter und auf der Bühne. Lob auch an das DRK, die Freiwillige Feuerwehr, der Ortsgemeinde, der Presse, den Sponsoren, besonders aber an alle Besucher der Veranstaltungen. Nicht zuletzt lobte er seinem Vize Hans Seul, dem Vorstand und den Abteilungsleitern und -leiterinnen für ihre unermüdliche Arbeit zum Gelingen der Session. „Der Zessene Fastelovend läuft“, fasste er sein Resümee mit wenigen Worten zusammen.
Aktivitäten des letzten Jahres
Seit Jahren erfreut Geschäftsführer Axel Weirich die Versammlungsteilnehmer mit seinem ausführlichen und lebhaften Geschäftsbericht in Form einer Power-Point-Präsentation. Infos zu allen Veranstaltungen und Aktivitäten der KG hatte er mit vielen Fotos anschaulich zusammengefasst und ließ die Geschehnisse des letzten Jahres noch einmal Revue passieren. Besonders erwähnte er die Benefizveranstaltung zugunsten der Starkregengeschädigten als Sessionsauftakt, die -karnevalistische aufgerundet- einen Betrag von 3.333,33 Euro einbrachte. Das Prinzenpaar und somit auch die KG, besuchten fast 30 Veranstaltungen im Ort und bei befreundeten Nachbarvereinen. Die „Zesse Jecke“ haben zurzeit 450 Mitglieder und sind somit nach dem Sportverein der mitgliederstärkste Verein in Niederzissen, auch das war dem Bericht der Geschäftsführer Axel Weirich und Steffi Jeub zu entnehmen. Der Dank des Präsidenten und der Beifall der Zuhörer- und -schauer waren ihnen sicher.
Großes Lob vom Prinzenpaar
Nach einem solch erfolgreichen Bericht war es für das amtierende Prinzenpaar ein Bedürfnis, sich noch einmal bei den „Zesse Jecke“ als Verein, aber auch bei der gesamten Bevölkerung für eine tolle Zeit zu bedanken. Rainer I. und Nicole I. werden am 14. November „entkamesöölt“ und somit ihr Amt, was sie gerne und mit viel Freude ausgeübt haben, abgeben an ein hoffentlich bis dahin gefundenes neues Prinzenpaar.
Bericht der einzelnen Korporationen
Danach folgten die Berichte der einzelnen Korporationen. Den Anfang machte Adi Schug für den Elferrat, der mit 15 Aktiven und 6 inaktiven Mitgliedern gut aufgestellt ist. Er berichtete über die Aktivitäten der Räte, über zwei Ausflüge und die Mithilfe bei allen Veranstaltungen der KG. Höhepunkt war zweifellos der ausgezeichnete und mit viel Beifall bedachte Tanz der Ordensfrauen zu Melodien aus „Sister Act“ anlässlich der beiden Prunksitzungen zu Ehren des Prinzenpaares, besonders für Rainer, der ja seit Jahren der Elferratsboss ist. Zahllose Vorbereitungs- und Übungsstunden, soviel wie in all den Jahren zuvor nicht und mit Saskia Grahl eine erfahrene Trainerin, waren notwendig, um diese tolle Darbietung auf die Bühne zu bringen, stellte Adi Schug in seinem Bericht fest.
Die neue Leiterin der Stadtsoldaten, Saskia Grahl, die diese Position seit dem vergangenen Jahr mit ihrem Bruder Yannik sehr erfolgreich ausübt, trug den Bericht des Stadtsoldatencorps vor. Als Dank für eine intensive Zug-Session 2014 unternahmen die jungen Karnevalistinnen und Karnevalisten einen Wochenendausflug nach Holland, bevor im September am Kirmessamstag zum ersten Mal ein Oktoberfest zusammen mit dem Fanfarenzug in der Bausenberghalle sehr erfolgreich durchgeführt wurde. Die Teilnahme mit einem Getränkestand am Nikolausmarkt hat dagegen schon lange Tradition. Aus terminlichen Gründen gab es im Januar keine Vollgasparty, die allerdings im nächsten Jahr wieder auf dem Programm steht. Immer wieder eine Augenweide ist der Tanz der Stadtsoldaten an den Prunksitzungen, gespickt mit schwierigen Hebefiguren und menschlichen Pyramiden, der das Publikum zu Beifallsstürmen hinreißt. Kein Wunder, das dieser Tanz auch bei Nachbarvereinen aufgeführt und begeistert aufgenommen wird. Am Karnevalsfreitag, so berichtete Saskia Grahl stolz, habe man diesen kraftraubenden Tanz sogar viermal an einem Abend aufgeführt. Das Prinzenpaar hat zu verschiedenen Veranstaltungen bei befreundeten Vereinen den Tanz der Stadtsoldaten als „Gastgeschenk“ gerne mitgebracht. Auch Vorsitzender und Sitzungspräsident Mike Roth ist stolz auf diese Truppe, die für die KG ein Aushängeschild ist, aber auch immer kräftig mit anpackt, wenn es gilt, die Bühne auf- und abzubauen und den Saal herzurichten und aufzuräumen.
Bei den Maxifunken gibt es auch ein neues Paar an der Spitze, Maike Meder und Simon Müller leiten seit vergangenen Jahr diese Nachwuchsgruppe, die sich aus 25 Tänzerinnen und Tänzer zusammensetzt. Auch sie hatten einen tollen Tanz zusammengestellt, der nicht nur in Niederzissen, sondern auch in der Nachbarschaft viel Aufsehen erregte und stürmischen Beifall erhielt. Die Maxifunken sind auch bei allen anfallenden Arbeiten der KG dabei, wofür sie vom Vorsitzenden ein dickes Lob erhielten.
Ebenfalls einen Wechsel gibt es bei den Minifunken. Nach vielen Jahren als verantwortliche Leiterinnen geben Birgit Stürmer und Elke Schiele ihr Amt an Nadine Schild und Tanja Falckenberg ab. So trug diese auch zum ersten Mal einen Jahresbericht der Minifunken vor. Die Gruppe besteht aus 15 Mädchen und fünf Jungen, aber auf der Warteliste stehen 33 Kinder, die ab sieben Jahre in diese Nachwuchsorganisation der KG kommen können. Die Anzahl von 20 Minifunken soll aber, laut Tanja Falckenberg, nicht überschritten werden, denn es ist gar nicht so einfach, Kinder in diesem Alter zu trainieren und zu beaufsichtigen. Natürlich steht der Karneval steht im Mittelpunkt des närrischen Nachwuchses und so wurde bereits im November mit den Proben für die Saalauftritte begonnen. Aber Spaß und Spiel gehören auch dazu und so wurden im vergangenen Jahr die Burgfestspiele in Mayen und eine Bowlingbahn besucht und in der Bausenberghalle gab es eine Weihnachtsfeier. Der Auftritt der Minifunken zu Beginn der Sitzungen ist gleichzeitig ein erster Höhepunkt. Insgesamt sechs Auftritte hatte man in dieser Session, auch außerhalb, und in Wehr gingen die jüngsten „Zesse Jecke“ im Rosenmontagszug mit. Tanja bedankte sich beim Prinzenpaar für die gute Unterstützung und natürlich bei ihren Vorgängerinnen, deren Verabschiedung zu einem späteren Zeitpunkt erfolgt.
Bei den meisten Vereinen findet der Bericht des Kassierers besondere Aufmerksamkeit, so natürlich auch bei den Besuchern der „Zesse Jecke“, doch als Günter Loth gleich zu Beginn seines Vortrages verkündete: „Wir haben noch genügend Geld“, war schon mal die Luft raus.
Seine Hoffnung, dass sein Bericht nicht zu langweilig werde, wurde erfüllt, denn er verstand es, das eigentlich nackte Zahlenwerk anschaulich und manchmal mit einem lustigen Augenzwinkern vorzutragen. Die finanziellen Ergebnisse aller Veranstaltungen und Aktivitäten der KG wurden von ihm dargelegt, und wenn auch unterm Strich diese Session, trotz sehr zufriedenstellender Einnahmen mit einem Minus endete, so ist dies den hohen Anschaffungskosten, z. B. für Uniformen, anzurechnen. Die Karnevalsgesellschaft verfügt jedoch dank der vielen freiwilligen Helfer bei allen Veranstaltungen über eine gute finanzielle Basis, die den Verein auch in finanzieller Hinsicht beruhigt in die Zukunft schauen lassen.
Mike Roth zeigt sich beeindruckt von den Zahlen, die im Kassenbericht vorgetragen wurden, und lobte die umfangreiche Arbeit der beiden Kassierer Günter Loth und Heinerich Haan.
Dass sogar der Bericht der Kassenprüfer humorvoll vorgetragen werden kann, bewies einmal mehr Helmut Hilger, der zusammen mit Manuela Schäfer und Anja Degen die Kasse und das Zahlenwerk des Kassierers geprüft hatten. Trotz intensiven Suchens konnten sie keine Fehler entdecken und bescheinigten ihm die einwandfreie Führung der Vereinskasse. Helmut Hilger lobte nachdrücklich die hervorragende Arbeit der Kassierer und beantragte die Entlastung des Kassierers und des Gesamtvorstandes, die dann auch einstimmig von der Versammlung erteilt wurde. Zuvor sprach er besonders dem Vorsitzenden und seinem Vertreter ein hohes Lob für ihre unermüdliche Arbeit das ganze Jahr über zum Wohle des Vereins aus.
Unter „Verschiedenes“ gab der Vorsitzende die anstehenden Termine der Gesellschaft bekannt. Am 14. Juni findet am „Jeckentreff“, der Wagenbauhalle, ein Sommerfest der KG mit Unterhaltung statt. Der diesjährige Jahresausflug führt am 27. Juni nach Bitburg. Hier findet ab 14.11 Uhr das große Familienfest der RKK statt. Den ganzen Nachmittag über gibt es Musik, Tänze und Kinderbelustigung bei leckerem Essen und Trinken. Das tollste, ab 19 Uhr gibt die Kölner Kultband, die „Bläck Föös“ ein zweistündiges OpenAir-Konzert mit ihren besten Hits aus über 40 Jahren. Alle Vereinsangehörigen können mitfahren und zahlen für diesen Tag, einschließlich Fahrt und Eintritt zu den „Bläck Föös“ voraussichtlich nur 10 Euro, wenn möglich viele Karnevalisten mitfahren. Näheres zu diesen Veranstaltungen wird noch auf der Internetseite und in der Presse bekannt gegeben.
Ostereierditschen
Der krönende Abschluss einer jeden Mitgliederversammlung ist seit 28 Jahren -Manes hatte es damals ins Leben gerufen- das beliebte Ostereierditschen. Jeder Teilnehmer erhielt ein Osterei, immer ein Paar stellte sich gegenüber und auf das Kommando des Prinzen „Eier ditsch!“ wurde ermittelt, wer zum Schluss mit einem unbeschädigten Ei der „Eierkönig“ wird. Diesmal war es Christoph Schmitt, der aus der Hand des Vorsitzenden ein Präsent erhielt.
