Politik | 30.04.2013, 14:44 Uhr

Werner Langen: „Klares Ja zum Euro“

Europa Abgeordneter sprach im Ahrkreis

Werner Langen. Privat
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Kreis Ahrweiler. Eine Vielzahl von EU-Rettungsaktionen in den letzten beiden Jahren habe das europolitische Geschehen geprägt. Für die Ängste der Menschen habe er großes Verständnis, sagte der Koblenzer Europaabgeordnete Dr. Werner Langen eingangs bei der Veranstaltung der Europa-Union in Bad Neuenahr, Hotel „Krupp“. Noch vor zehn Jahren wollten ca. 52 Prozent der Deutschen ihre D-Mark wieder haben und zuletzt waren es nur noch ganze 27 Prozent. Eine Wiedereinführung der alten Währung würde der Exportwirtschaft Deutschlands auf keinen Fall förderlich sein. Diese Währung würde zu einer totalen Überwertung führen. Zurückblickend auf das Jahr der Bankkrisen in 2008 sei festzustellen, dass diese Finanzmarktkrise aus den USA kam und ganz besonders von der Leman Bank, die auf einer großen Anzahl von Hypothekenblase saß, die sie zwar teils gewinnbringend veräußert habe, aber damit das eigene Problem weltweit verteilt habe. Schlimm traf es die deutsche HRE-Bank (Hypo Real Estate Bank), die jetzt dem Bund gehört und somit aufgefangen wurde.

Die Leman Bank, die am 15. September in 2008 in Konkurs geriet, zog ihrerseits nochmals achthundert US-Regionalbanken mit in die Pleite. Nach diesen unruhigen Monaten und Jahren folgten auf der EU-Ebene die Haushaltskrisen einiger EU-Mitglieder, wie zum Beispiel Irland, Spanien, Portugal, die ihre Haushaltsdefizite nicht in den Griff bekamen. Als äußerst schwierig zeigte es sich bei den Ländern Griechenland und Zypern. Hier hatten es die Staaten bisher versäumt, den Verwaltungsbereich auf den allgemeinen europäischen Standard zu bringen. Werner Langen sieht es als europäische Solidarität, dass diesen Ländern seitens der EU geholfen und mittelfristig auf die richtige Spur geleitet werden. Gleichzeitig gelte es auch, dass das Schul- und Ausbildungssystem in den EU-Ländern verbessert und angeglichen wird. Das deutsche duale Ausbildungssystem werde von einigen EU-Ländern eingeführt und soll dabei auch den jungen Leuten eine gute berufliche Ausbildung ermöglichen. Auf die Frage aus dem Zuhörerbereich, was macht ihr, wenn sich das eine oder andere EU-Land nicht an die verstärkten Vorschriften halte, antwortete der Euroabgeordnete: Dann werden die Zuschüsse gestrichen und Strafgeldzahlungen ausgesprochen. Eine klare Absage erteilte Dr. Langen der Aktionsgemeinschaft für Deutschland mit dem Ziel, den Euro abzuschaffen und ihn dann als neue Währung in „Nord und Süd-Euro“ zu präsentieren. Gerade China habe in den letzten Jahren seine Reserven in einen 25-prozentigen Euroanteil umgewandelt. In Gesprächen als Mitglied der Asien-Gruppen im Europaparlament, so Langen, haben ihm die Chinesen zu verstehen gegeben, dass man sich mit dieser Maßnahme weniger an den US-Dollar binden wolle.

Das Auftreten der Bundeskanzlerin Angela Merkel und des Finanzministers Wolfgang Schäuble sieht der Europaabgeordnete als gut und besonnen an.

Im Schlusswort dankte der Kreisvorsitzende der Europa-Union, Eckart Lesch, in launigen Worten dem Moselaner Werner Langen für seine klaren Worte und seine Art dies auf die Zuhörer rüberzubringen. Der EU-Kreisvorsitzende dankte auch den beiden heimischen Sparkassen- und Bankvertretern, Dieter Zimmermann Vorstand der Kreissparkasse Ahrweiler sowie dem Regional Direktor Christoph Kniel von der Volksbank RheinAhrEifel für ihr Kommen und bezog sich auf eine Pressemeldung im Deutschen Fernsehen, in dem die Bundeskanzlerin auf der letzten Jahrestagung des Sparkassen- und Giro-Verbandes diesen beiden Kreditinstituten ausdrücklich dankte und sie aus der allgemeinen Kritik gegen die deutschen Banken herausnahm. Pressemitteilung

der Europa-Union,

Kreisverband Ahrweiler

Werner Langen. Foto: Privat

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