63. Traditionelle Pferde- und Traktorensegnung in Hain
Fest zu Ehren des heiligen Wendelinus
Niederdürenbach-Hain. Im Mittelpunkt des in Niederdürenbach-Hain gefeierten Pfingstfestes stand auch in diesem Jahr wieder die Pferde- und Traktorensegnung. Das Fest zu Ehren des heiligen Wendelinus erfreut sich in der Region und darüber hinaus großer Beliebtheit und wurde in diesem Jahr bereits zum 63. Mal gefeiert. Alljährlich zieht es große Besucherscharen in den Ort unterhalb der Burg Olbrück. Auch in diesem Jahr war dies der Fall. Die Prozession setzte sich in Oberzissen in Richtung Hain zur Pferde- und Traktorensegnung in Bewegung. Zahlreiche Reiter und Traktoren begleiteten Pfarrer Peter Bollig in der Kutsche zur St. Wendelinuskapelle in Hain. Theo Heinze ist bereits seit 50 Jahre mit von der Partie. Seit 1965 nimmt er alljährlich an der Prozession teil und trägt seit über 20 Jahren das Kreuz an der Spitze der Prozession. Pfarrer Bollig feierte mit den zahlreichen Gästen auf dem Vorplatz der Wendelinuskapelle eine Freiluftmesse, die musikalisch in bewährter Manier vom Brohltal-Blasorchester unter der Leitung von Oleg Beljak gestaltet wurde. Andächtig feierten die Gläubigen den Freiluft-Gottesdienst mit und wohnten der anschließenden Segnung der Pferde, Traktoren und Ackergeräte bei.
Gesundes Vieh und gute Ernte
Etwa 70 Reiter und über 40 Traktoren aller Größen und Gattungen hatten den Weg nach Hain gefunden. Pfarrer Bollig erbat die Fürsprache des heiligen Wendelinus. Er bat um den Segen für die Tiere, die Fahrzeuge und ihre Lenker. Die Pferdesegnung generell und auch speziell in Hain geht auf eine lange christliche Tradition zurück. Das Fest ist zu Ehren des heiligen Wendelinus als Schutzpatron der Schäfer und Bauern, des Viehs, gegen Viehseuchen, für gedeihliche Witterung und gute Ernte. Eine alte Bauernregel besagt: „Sankt Wendelin, verlass uns nie, schirm unsern Stall, schütz unser Vieh.“
Traditionelle Erbsensuppe
Nach der Pferdesegnung begab man sich zur Burghalle, wo der SV Hain alles für einen zünftigen Frühschoppen und das ebenfalls schon traditionelle Erbsensuppenessen vorbereitet hatte. Für die Durstigen gab es reichlich erfrischende Getränke am Ausschank. Später konnte man wieder bei Kaffee, Kuchen und frischen Waffeln der Hainer Waffelfrauen den Nachmittag ausklingen lassen. Auch Bürgermeister Johannes Bell und Ortsbürgermeister August Henn nahmen an der Segnung teil und freuten sich, dass in diesem Jahr wieder so viele Gäste den Weg zur 63. Pferde- und Traktorensegnung in Hain gefunden hatten. Für viele Teilnehmer und Besucher wurde so die Pferde- und Fahrzeugsegnung ein Ganztagesereignis, dass man in guter Erinnerung behält. Man darf sicher sein, dass auch im kommenden Jahr wieder zahlreiche Gäste am Pfingstmontag bei dann hoffentlich strahlendem Wetter den Weg nach Hain finden und der Pferde- und Traktorensegnung mit Interesse beiwohnen und dabei um Gottes Segen bitten werden.
Pastor Peter Bollig hielt die Messe und segnete anschließend Tiere und Geräte. Fotos: RÜ
Pferdebesitzer kamen mit ihren schönen Tieren aus nah und fern.
Auch Traktoren erhielten den Segen.
