Der Förderverein des Marienhauses St. Josef in Bad Breisig hatte Jahreshauptversammlung
Förderverein ist Glücksfall
Heimleiter Berg: Förderverein ist „Inbegriff der Nächstenliebe“
Bad Breisig. Der Förderverein e.V. des Marienhauses St. Josef traf sich zu seiner Generalversammlung unter Vorsitz von Franz-Heiner Butenkemper im Konferenzraum des Seniorenzentrums. Mit dabei war der Hermannjosef Berg, der Heimleiter des Marienhauses. Leider waren von den 57 Mitgliedern des Fördervereins nur wenige anwesend, als der Vorsitzende auf die fast 25 erfolgreichen Jahre des Fördervereins zurückblickte. Von dem Augenblick an, als 1987 die Gewerbeaufsicht dem alten St. Josefsheim, das bis dahin als Alten- und Pflegeheim unter der Regie der Franziskanerinnen aus Waldbreitbach war, wegen vieler baulicher Unzulänglichkeiten die Zulassung entzog, wurde der Förderverein mit 37 Gründungsmitgliedern tätig. Zusammen mit vielen Bürgern und den städtischen Behörden, der Kreisverwaltung unter Landrat Plümer, der katholischen Pfarrei unter Pastor Paul Menzenbach, wurden die notwendigen Initiativen ergriffen. Als der schon 150 Jahre in Bad Breisig tätige Orden der Franziskanerinnen aus Waldbreitbach mitmachte, war der Bann gebrochen: Das neue Marienhaus St. Josef in den folgenden vier Jahren erbaut. Als es 1994 in Betrieb genommen wurde, begann die eigentliche Arbeit des Fördervereins. Butenkemper blickte auf die Kette vieler finanzieller und sachlicher Leistungen zurück, die allesamt den Bewohnern des Seniorenheims dienten. Das erste Geschenk aus den Spendenmitteln des Fördervereins war ein seniorengerechter Kleinbus. Außergewöhnliche Leistungen waren auch die Beschaffung eines qualitätshohen Konzertflügels, Ausstattungsteile für die Kapelle und - immer wieder - moderne technische Hilfen für das Pflegepersonal. Dabei spielen Transporthilfen, Arbeitsgeräte, die den Pflegedienst erleichtern, im Vordergrund. „Die Hilfen dienen den pflegebedürftigen Bewohnern, aber auch der Hoffnung, dass die meist jungen Pflegekräfte nicht zu früh verbraucht sind“, warf Heimleiter Hermannjosef Berg zur Klarstellung ein. Es wurde klargestellt, dass das von dem katholischen Franziskaner-Orden geführte Haus, besonders auch die Kapelle mit den regelmäßigen Gottesdiensten, Menschen aller Konfessionen offen stehe. Das gelte auch für die vielen sinnvollen Veranstaltungen, die von Martina Gruber, der Sachreferentin des Hauses, für Bewohner und Gäste organisiert würden. Hierfür, so stellte Butenkemper klar, habe der Förderverein ebenfalls viele finanzielle Verpflichtungen übernommen und tue dies auch weiterhin. Dies alles fuße auf gesundem finanziellen Plateau, denn durch Spenden und Sponsoring habe man gute pekuniäre Rückendeckung. Der Vorsitzende schilderte Details, die - vor allemwegen einiger Zuwendungen aus testamentarischen Verfügungen von verstorbenen Bewohnern - durchaus positive Einblicke in die aktuellen Möglichkeiten des Fördervereins zuließen. Da fiel es den Mitgliedern leicht, dem Vorstand einstimmig Entlastung zu erteilten. Der Rückzug der Mitgründerin Waltraut Kallen aus dem Vorstand machte es notwendig, den Posten des Schriftführers neu zu besetzen. Dazu erklärte sich Mitglied Werner Heer bereit. Er wurde einstimmig gewählt, sodass der Vorstand nun aus Franz-Heiner Butenkemper (Vorsitzender), Peter Krahforst (Kassenwart) und Werner Heer (Schiftführer) besteht. Der Vorsitzende erinnerte mit Blick in die Annalen des Vereins noch einmal an die Namen der vielen dem Förderverein verbundenen Bewohner des Marienhauses, die in den letzten Jahren aus dem Leben geschieden sind. Ihnen widmete er ein ehrendes Gedenken. Heimleiter Hermannjosef Berg griff in seinem Beitrag ebenfalls manche Erinnerung auf und bedankte sich mit großer Geste vor den bereits erbrachten Leistungen des Fördervereins. „Sie alle sind der Inbegriff der Nächstenliebe“, lobte er die Mitglieder. In Übereinstimmung mit dem Vorstand hatte er bereits weitere Ideen, wie man den Bewohnern aus den Mitteln des Fördervereins bald wieder etwas Gutes tun könne. Dazu aber bedarf es weiter vieler Spenden, die zusammen mit den Mitgliedsbeiträgen (z.Zt. zahlen 57 Mitglieder zwölf Euro Mindestbeitrag im Jahr) die Kasse des Fördervereins stärken. Franz-Heiner Butenkemper rief auf, weitere Mitglieder zu werben, die Spendenbereitschaft weiter zu unterstützen, Spender zu motivieren. „Je mehr wir haben, desto mehr Gutes können wir den Senioren und ihren Pflegekräften tun!“
