Gemälde und Glaskunst im Kulturbahnhof
Die Künstler Dietke Dubiel und Norbert Degen zeigen ihre Arbeiten
Bad Breisig. Zum Abschluss des Kultur-Jahres in der Quellenstadt findet unter dem Titel „Farbenspiel“ zur Zeit im Jugend- und Kulturbahnhof eine Ausstellung von Werken zweier befreundeter Künstler statt. Die Malerin Dietke Dubiel, wohnhaft in Bad Breisig und der Glaskünstler Norbert Degen aus Andernach hatten sich gelegentlich der Biennale WASSER 2013, bei der beide mit einschlägig thematisierten Arbeiten präsent waren, kennengelernt und beschlossen eine künstlerische Partnerschaft zu gründen. Ergebnis dieser Überlegungen ist die gegenwärtige Präsentation ihres Oeuvres in der Quellenstadt. Eine von vielen honorigen, aber auch einfach nur interessierten Gästen bildeten die ansehnliche Kulisse bei der Vernissage, darunter MdL Guido Ernst, Stadtbürgermeisterin (damit Gastgeberin) Gabriele Hermann-Lersch, Verbandsbürgermeister Bernd Weidenbach und Holger Klemm von der Tourist-Information. Die Hausherrin Gabriele Hermann-Lersch begrüßte die beiden Künstler im Kreis ihrer Gäste und stellte in ihren Worten heraus, welch große und bedeutende Künstler - Szene mittlerweile in der Region Bad Breisig ansässig ist und die Möglichkeit erhält, den Jugend- und Kulturbahnhof als Forum von Präsentationen zu nutzen. Sie ging auf die Vita und künstlerische Entwicklung beider Aussteller ein. Die in Mexiko geborene Dietke Dubiel lebt seit frühester Jugend in Bad Breisig; sie zeichnet und malt, seitdem sie einen Stift halten kann. Sie besuchte die Malschule Roos in der Kreisstadt, absolvierte ein Kunststudium an der Fachhochschule Niederrhein und hatte dies als Objektdesignerin abgeschlossen. Ihre Entwicklung führte sie von der Aquarell- zur Acryl-Malerei. Als Sujets Ihrer Kunst bevorzugt sie Menschen und Natur. Sie gestaltet Kreatives auf unterschiedlichen Materialien, so auf Leinwand, Holz, Keramik, Metall und Kunststoff. Außerdem liebt sie die digitale Umsetzung künstlerischer Arbeiten auf Computerprogrammen. Norbert Degen ist ein höchst beachtenswerter Vertreter des seltenen Glaskunsthandwerks. Längst kreativ interessiert, erhielt er im Alter von 15 Jahren ein Stipendium an der staatlichen Glasfachschule in Rheinbach. Die dreijährige Ausbildung schloss er als Kunstglaser ab. Es folgte die mehrjährige Anstellung als Kunstglaser bei einer Glas- und Spiegelmanufaktur in Neuwied. In den Folgejahren erweiterte und verfeinerte er seine handwerkliche Technik, intensivierte seine künstlerische Kreativität und die Freude am vielfältigen Material Glas. Sein Schaffen erweiterte er schließlich auf das Programm „Licht und Glas“. Besonders Flachglas-Arbeiten und solche in dreidimensionaler Ausführung aus diesem Programm beeindruckten die Besucher der Vernissage. Den Dank im Jugend- und Kulturbahnhof ausstellen zu können, dokumentierte er durch ein aus Glas gestaltetes kleines Kunstwerk, einer Nachbildung des historischen „Breisiger Ländchens“, mit dem er Verbandsbürgermeister Bernd Weidenbach beschenkte. Zur festlichen Atmosphäre der letzten diesjährigen Vernissage trug Erto Isik mit der Interpretation von Eigenkompositionen auf seiner Konzertgitarre bei. Die Ausstellung ist bis 28. Dezember mittwochs bis freitags von 15 bis 18 Uhr geöffnet, samstags und sonntags von 14 bis 18 Uhr.
