Politik | 15.04.2013

Frauen-Union Bad Neuenahr-Ahrweiler hatte eingeladen

„Große Anstrengungen für die Schwächeren der Gesellschaft“

Kreistagsmitglied Michael Schneider (CDU) berichtet über Jugend und Soziales im Kreis Ahrweiler

Heike Krämer-Resch (5. v. l.) und Michael Schneider (6. v. l.) bei der Informationsveranstaltung der Frauen-Union

Bad Neuenahr-Ahrweiler. „Jugend und Soziales im Kreis Ahrweiler - Eine Bestandsaufnahme“, so lautete der Titel einer Veranstaltung der Frauen-Union (FU) Bad Neuenahr-Ahrweiler, zu der zahlreiche politisch interessierte gekommen waren. Heike Krämer-Resch, Vorsitzende der FU, konnte als Referenten Michael Schneider, Sprecher der CDU-Kreistagsfraktion Ahrweiler für Jugend und Soziales, begrüßen. Aus dem breiten Spektrum der Themen berichtete Schneider über die Bereich Kindertagesstätten, Jugendhilfe, Schulsozialarbeit, demografische Entwicklungen, Pflege und Jobcenter.

Der erste Blick richtete sich auf die finanziellen Auswirkungen der Jugend- und Sozialleistungen auf den Haushalt des Kreises Ahrweiler mit seinem augenblicklichen Volumen in Höhe von 156 Millionen Euro. Für den Bereich Soziales werden etwa 73 Millionen, für Jugend 42,4 Millionen aufgewendet. Insgesamt sind so 74 Prozent des Kreishaushalts für diese Zwecke gebunden; Spielräume bei der Ausgabengestaltung, so Schneider, gebe es kaum, da es sich fast ausschließlich um gesetzliche Pflichtaufgaben handele. So schlägt allein die Eingliederungshilfe für behinderte Menschen mit fast 40 Millionen Euro an Ausgaben zu Buche. Schneider mahnte aber an, dass hinter diesen Zahlen fast immer der Ansatz stehe, die Lebenssituation der schwächeren Mitglieder unserer Gesellschaft zu verbessern. Der Blick richtete sich anschließend auf die Fakten einiger Einzelbereiche. Bei den Kindertagesstätten waren zuletzt Anpassungen beim Anteil der Ganztagsplätze von 30 auf 40 Prozent aller Kita-Plätze erfolgt. Gemeinsam mit den anderen Kreistagsfraktionen habe die CDU dem gestiegenen Bedarf an solchen Betreuungsformen Rechnung getragen. Nach dem Rechtsanspruch für Zweijährige ab dem Jahr 2010 steht im August 2013 der nächste Quantensprung an, denn Einjährige haben einen Anspruch auf einen Kita-Platz und drängen in die 65 Einrichtungen im Kreis Ahrweiler. Auch diese landesgesetzliche Festlegung hat große Auswirkungen: Notwendig sind die Umwandlung von 28 Gruppen und die Neuschaffung von 25 zusätzlichen Gruppen. 29 Baumaßnahmen mit einem Investitionsvolumen von etwa 5,8 Millionen Euro und Kreiszuschüssen von 1,2 Millionen Euro stehen an. Das notwendige zusätzliche Fachpersonal entspricht 57 Vollzeitstellen. Im Bereich der Jugendhilfe betonte Michael Schneider den seit Jahren von der CDU im Kreis verfolgten und gemeinsam mit Landrat und Kreisjugendamt verfolgten präventiven Ansatz. Um am Ende die extrem teuren Heimunterbringungen von Kindern und Jugendlichen vermeiden zu können, werden aus seiner Sicht niedrigschwellige Angebote für Familien mit Hilfs- und Beratungsangeboten immer wichtiger werden. Für den Bereich der Schulsozialarbeit verwies der Christdemokrat auf die mittlerweile vom Kreis aufgebaute Strukturen mit Hilfe von Bundesmitteln. Hier erwarte man ab 2014 weitere Unterstützung, auch vom Land Rheinland-Pfalz, das seine vorherigen Zuschüsse unverständlicherweise zurückgefahren habe. Betrachtet wurden auch die demografische Entwicklung im Kreis Ahrweiler, die Situation der Pflege sowie die Arbeit des seit 2012 tätigen gemeinsamen Jobcenters im Kreis Ahrweiler. Eine rege Diskussion schloss sich an, in der weitere Fragestellungen rund um den Themenkomplex „Jugend und Soziales“ beleuchtet werden konnten.Pressemitteilung der

Frauen-Union

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