Allgemeine Berichte | 26.05.2015

Wehrer Watzmänner durchstreifen das Dahner Felsenland

Herausragendes Wandererlebnis

Sagenweg - die Watzmänner auf der Burg Drachenfels. privat

Wehr. Das Dahner Felsenland liegt in der Südwestpfalz und grenzt im Süden an die Ausläufer der französischen Vogesen. Unzählige Buntsandsteinformationen haben dem Landstrich seinen Namen verliehen und 16 mittelalterliche Felsenburgen locken Wanderer von nah und fern in den mittleren Wasgau. Traumhafte Aussichten von exponierten Felsennestern in einsame Bachtäler und über die ausgedehnten Wälder der Pfalz sorgen darüber hinaus für ein herausragendes Wandererlebnis. Zwei Tage durchstreifen die Wehrer Watzmänner dieses Wandereldorado. Am ersten Tag wandert die elfköpfige Gruppe über die 23 Kilometer lange Etappe des Felsenland-Sagenweges von Erfweiler nach Bundenthal. Sagenumwobene Plätze und eine Reihe von bizarren Felsformationen sind entlang der Route zu bewundern, die über mehrere Aussichtspunkte zur Burgruine Drachenfels führt. Wie ein einzeln stehender Backenzahn ragt der Burgfelsen des mittelalterlichen Gemäuers auf einem Bergrücken in den Himmel. Über ausgetretene Sandsteintreppen und Eisenleitern wird er bestiegen, um die traumhaften Fernsichten über das Dahner Felsenland zu genießen. An der Gertraudenkapelle vorbei geht es zur Burg Berwartstein hinüber, die als einzige Burg im Wasgau noch bewohnt ist und besichtigt werden kann. Schmale idyllische Waldpfade führen dann zu den Fladensteinen. Haushohe Buntsandsteinfelsen erheben sich mitten im Forst, bei denen es sich der Sage nach um versteinerte Raufbolde handelt, die auf ihre Erlösung warten. Im kurz darauf anzulaufenden Zielort Bundenthal kehren die Watzmänner in einem Landgasthof zur Nachtruhe ein, um am zweiten Tag die Sieben-Burgen-Tour in Angriff zu nehmen.

Diese 24 Kilometer lange Runde ist eine konditionelle Herausforderung mit kulturhistorischen Highlights. 1.200 Höhenmeter sind zu bewältigen und sieben Felsenburgen wollen bestiegen sein. Vom Start und Zielort Schönau geht es auf einem vier Kilometer langen Steilanstieg zur Wegelenburg hinauf, die auf dem 570 Meter hohen Schlossberg von den staufischen Kaisern in die Felsen hineingebaut wurde. Traumhafte Aussichten über die ausgedehnten Wälder der Pfalz bis weit in die Vogesen hinein entschädigen die Gruppe für den kräftezehrenden Anstieg. Gleich hinter der französischen Grenze werden noch die Hohenburg und Burg Löwenstein bestiegen. Auch von den Aussichtsplattformen dieser Felsenburgen sind die Panoramablicke überaus beeindruckend. Auf windungsreichen Waldpfaden wandern die Bergkameraden dann durch frühlingshaft aufblühenden Mischwald am Langenfelsen vorbei. Mitten im Wald wächst hier eine wild zerklüftete Felsformation bis über die Baumkronen hinaus, die mit ein wenig Klettergeschick auch bestiegen werden kann.

Zur Mittagszeit wird am Fuße von Burg Fleckenstein Einkehr gehalten. Auch diese gewaltige Feste ist wie alle Felsenburgen im Wasgau in einen hoch aufragenden Sandsteinfelsen eingelassen. Treppen, Brunnen, Gemächer, ja ganze Säle hat man in den Fels gehauen, die zum Teil heute noch besichtigt und begangen werden können. So staunen die Wanderer nicht schlecht, als sie durch Schächte, verwinkelte Aufgänge und Geheimtreppen zur Aussichtsplattform aufsteigen, um die herrliche Rundumsicht zu genießen. Noch zwei weitere Burgen, darunter ein ehemaliges Raubritternest werden bestiegen, bevor die Gruppe über die Wegespinne Col du Maimont wieder nach Deutschland zurückgelangt und als letzten Felsenhorst Burg Blumenstein erobert. An Fischteichen vorbei gelangen die Wehrer Watzmänner schließlich wieder zurück nach Schönau, wo diese traumhafte Route durch das Dahner Felsenland ihr Ende findet. Tief beeindruckt von den vielfältigen Eindrücken und der abwechslungsreichen Routenführung treten die Watzmänner sodann den Rückweg ins Brohltal an. Ausführliche Wanderberichte und Fotoserien dieser Zweitagestour können auf der Startseite des Wanderportals www.die-wehrer-watzmaenner.de eingesehen werden.

Sagenweg - die Watzmänner auf der Burg Drachenfels. Foto: privat

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Bildergalerien
Dauerauftrag Imageanzeige
rund ums Auto
Anzeigensponsoring Sommerbunt - o.B.
Heimat aktiv erleben
Heimat aktiv erleben - Anzeige Biergarten
Empfohlene Artikel
BLICK aktuell-Bilderrätsel: Folge 12
9

Jede Woche präsentieren wir Euch einen neuen Schnappschuss aus dem BLICK aktuell-Land. Die Bilder zeigen bekannte Orte, besondere Details oder überraschende Perspektiven aus der Region – doch nicht immer ist auf den ersten Blick erkennbar, was genau zu sehen ist.

Weiterlesen

Symbolbild.  Foto: ROB
82

Kempenich/Spessart. Am Montag, den 22.06.2026, ereignete sich gegen 11:00 Uhr auf der L 83 zwischen Spessart und Kempenich ein Verkehrsunfall mit zwei beteiligten Pkw.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Die B267 in Rech.  Foto: ROB
4347

Der Grund: Die Deutsche Bahn saniert

Ahrtal: Vollsperrung der B267 und Zugausfall ab 29.06.

Rech/Mayschoß. Die Bundesstraße 267 zwischen Rech und Mayschoß wird von Montag, 29. Juni, bis einschließlich Montag, 13. Juli 2026, für den Verkehr voll gesperrt. Grund hierfür sind Sanierungs- und Böschungsarbeiten der Deutschen Bahn. Die Vollsperrung ist notwendig, da die eingesetzten Arbeitsmaschinen beide Fahrstreifen in Anspruch nehmen und eine sichere Vorbeifahrt für Verkehrsteilnehmende nicht gewährleistet werden kann.

Weiterlesen

Aufgrund fehlender finanzieller Mittel muss das Taschenlampenkonzert in Koblenz entfallen.
2288

Finanzielle Mittel reichen nicht aus

Taschenlampenkonzert in Koblenz muss abgesagt werden

Bonn/Koblenz. Der Bunter Kreis Rheinland freut sich sehr, dass das diesjährige Benefizkonzert in Bonn am 12. September 2026 wieder wie geplant stattfinden kann. Dank der großartigen Unterstützung zahlreicher Sponsoren, engagierter Helferinnen und Helfer sowie vieler treuer Unterstützerinnen und Unterstützer ist die Durchführung dieser besonderen Veranstaltung gesichert. Der Verein spricht allen Beteiligten dafür seinen herzlichen Dank aus.

Weiterlesen