Allgemeine Berichte | 16.03.2014, 11:53 Uhr

19 Frauen und Männer sind im Dom zur Taufe zugelassen

„In der Gemeinschaft mit Jesus Kraft finden“

Weihbischof Helmut Dieser mit den Taufbewerberinnen und Bewerbern. Privat
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Trier/Sinzig. 19 Frauen und Männer aus dem Bistum Trier werden in den nächsten Wochen und Monaten in ihren Pfarreien getauft. Viele der Katechumenen, also der Taufbewerber, werden das Sakrament in der Auferstehungsfeier an Ostern empfangen. Die Zulassung zur Taufe erteilte Weihbischof Dr. Helmut Dieser in einem Gottesdienst im Trierer Dom.

Wenn in Sinzig am Ostermorgen um 7:30 Uhr die Auferstehungsfeier beginnt, ist einer mit besonderer Spannung dabei: Tim Kunkel wird in dem Gottesdienst das Sakrament der Taufe empfangen. „Das ist ein bedeutender Tag in meinem Leben und ich freue mich sehr darauf“, sagt der 35-Jährige. Viele seiner Freunde aus der heimischen St. Sebastianus-Schützenbruderschaft und der freiwilligen Feuerwehr Sinzig werden ihm an diesem Ostermorgen zur Seite stehen. „Schließlich habe ich in diesen Vereinen den katholischen Glauben kennen- und schätzen gelernt“, erklärt Kunkel. Bis zu seinem 18. Lebensjahr war er Mitglied der „Zeugen Jehovas“, so wie seine ganze Familie. Nach Verlassen der Religionsgemeinschaft habe er „viele Jahre lang eher nirgendwo hingehört“. Als Mitglied von Schützenverein und Feuerwehr war Kunkel aber immer wieder mal in einem katholischen Gottesdienst. Und so ergab es sich, dass er sich mit den Freunden nach Übungen auch über den Glauben austauschte.

Im vergangenen Jahr traf Tim Kunkel dann die Entscheidung, sich taufen zu lassen. „Bei den Schützen und vor allem als Feuerwehrmann habe ich einige Situationen erlebt, wo Menschen in schwierigen Lebenslagen der Halt fehlte“, berichtet der Mitarbeiter der Ford-Werke in Köln. Für sich persönlich habe er diesen wichtigen Halt im Glauben gefunden. Schmunzelnd fügt er hinzu: „Mein Vorteil war ja, dass ich als Zeuge Jehovas sehr viel in der Bibel gelesen habe und doch sehr gut kenne.“

„Die 19 Taufbewerber werden auf das eigentümlichste Glaubensbekenntnis, das es in der Welt gibt, das Bekenntnis der Christen getauft“, führte Weihbischof Dieser in seiner Schriftauslegung aus. Dabei stellte er die Erzählung von der Versuchung Jesu durch den Teufel in den Mittelpunkt. In der Wüste werde deutlich, „wer der eigentliche Gegner Gottes ist“. Den Kampf gegen den Teufel führe Jesus für die Menschen. Gewinnen könne er nur, weil er „in der Kraft kämpft, die aus Gott selber stammt: der Heilige Geist“. Um die Menschen zu retten, lasse sich Jesus selber infizieren von den widerlichsten und giftigsten Versuchungen, die den Menschen bedrohte. An die Taufbewerber gewandt erklärte der Weihbischof, dass dieser Kampf in der Welt der Menschen in unzähligen Variationen durchgespielt werde. Aber: „Sie können aus der Kraft des Glaubens Jesus nachfolgen und mit Gottes Hilfe einen guten und geraden Weg im Leben gehen, der sie ganz zu Gott führt. Durch das Sakrament der Taufe werden sie mit Jesus eins.“

Informationen zur Erwachsenentaufe oder zum Wiedereintritt in die katholische Kirche gibt es unter der zentralen Tel. (0 18 01) 30 10 10 (zum Ortstarif) oder im Internet auf www.mach-dich-auf-und.com. Informationen zum Angebot im Bistum Trier gibt es unter der Tel. (06 51) 7 10 54 46 und im Internet auf www.katechese.bistum-trier.de. Pressemitteilung

Bischöfliche Pressestelle

Weihbischof Helmut Dieser mit den Taufbewerberinnen und Bewerbern. Foto: Privat

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