Allgemeine Berichte | 08.05.2015

Pläne zur Sanierung des Rheinufers vorgestellt

Informationsveranstaltung mit wichtigen Anregungen der Bürger

Im Rheinhotel „Vier Jahreszeiten“ informierte die Verwaltung der Quellenstadt die Eigentümer, Gewerbetreibenden und Anwohner der Rheinufer-Promenade und angrenzender Straßen sowie interessierte Bürger über die geplanten Bau- bzw. Sanierungsmaßnahmen entlang des Rheinufers

Die Rheinpromenade soll neu gestaltet werden - aber wie?FA

Bad Breisig. Naturgemäß war das Interesse an den bisher bekannt gewordenen - in den Einzelheiten öffentlich durchaus kontrovers diskutierten - Maßnahmen so groß, dass der Saal des Hotels gut besetzt war. Stadtbürgermeisterin Gabriele Hermann-Lersch begrüßte die Versammlung und stellte gleich zu Beginn klar: „Die Schokoladenseite von Bad Breisig soll seine Schokoladenseite bleiben; daran will und soll niemand etwas ändern. Was jedoch geplant und auch durchgeführt werden muss: Wir müssen entlang des Rheins mehr Raum schaffen und die Attraktivität der Rheinufer-Promenade steigern, denn wir stehen in Konkurrenz mit den ebenfalls touristisch orientierten Nachbarstädten Andernach und Remagen, die bereits viel in ihre Rheinufer investiert haben. Für die Radfahrer entlang des Rheinufers muss mehr Platz geschaffen werden, ohne dass wir dort eine Rennbahn einrichten wollen. Nach wie vor sollen sie entlang der Promenade zum Absteigen angehalten werden. Insgesamt aber kann und muss im Rahmen der Zuschuss-Möglichkeiten durch die Städtebau-Förderung „Aktive Stadt“ im Bereich des Rheinufers Dauerhaftes geschaffen werden, was der Attraktivität dieses Bereiches und damit der gesamten Stadt dient.“

Drei Bauabschnitte sind geplant

Die Maßnahmen werden zwar mit 70 Prozent bezuschusst, erfordern aber - das musste die Bürgermeisterin eingestehen - auch rund 300.000 Euro Eigenmittel der Stadt. So eingestimmt lauschte die Versammlung in der Folge etwa eine Stunde lang den mittels Lichtbild - Projektionen unterstützten Ausführungen von Ingenieur Horst Huhmann vom Planungsbüro H2R. Er schilderte die drei geplanten Bauabschnitte in allen vorgesehenen Details. Wesentlich wäre die Neuordnung der Bereiche für Fußgänger, Radfahrer und die Außengastronomie; wichtig der gesondert abgesetzte Fahrradweg, der Relax-Bereich mit Ruhebänken und der für Rollstühle befahrbare Anschluss an den Kurpark. Ein ansehnlicheres Geländer müsse im Bereich der Landebrücke geschaffen werden. Die Verbannung parkender Fahrzeuge spielt in allen Überlegungen eine Rolle.

Problem Radfahrweg?

In der anschließenden Diskussion wurde deutlich, dass alles noch im Zustand der Planung sei, aber noch nichts fest zementiert; sinnvolle Wünsche und Anregungen könnten durchaus noch in die Pläne einfließen. Die Platzierung des Radwegs ist für viele Gastronomen ein Problem. Einerseits sieht man in vielen Radtouristen durchaus potenzielle Kunden, anderseits möchte man sie nicht durch die Sitzreihen der Außengastronomie fahren oder schieben sehen. Da gibt es unterschiedliche Überlegungen, zumal der Planer betonte: Was Abstellmöglichkeiten für Fahrräder angeht, da ist die Kreativität der einzelnen Gastronomen gefragt. Die Planung sehe dazu nichts vor. Stadtbürgermeisterin Hermann-Lersch betonte: „Keiner der geäußerten Einwände geht verloren, alle Wortbeiträge werden notiert und in die Überlegungen der Beschlussgremien der Stadt einbezogen.“ Das gilt zum Beispiel für den Einwand des „Rheinhotel“- Chefs Rainer Boveleth, der kein Verständnis dafür hat, dass die an sich überschaubaren Maßnahmen, beginnend im September 2016, in drei getrennten Bauabschnitten abgewickelt werden sollen, Fertigstellung terminiert auf Herbst 2017. Seine Anregung: „Wenn gegen Ende der Saison begonnen wird, dann möglichst in einem Rutsch!“ Gabriele Hermann-Lersch begründete die Aufteilung in drei Gewerke mit der Verfügbarkeit der Landeszuschüsse, auf die man schließlich angewiesen sei.

Es fehlt die große Perspektive

Als schon (fast) alles diskutiert schien, meldete sich Wolfgang Jaeckert mit einem grundsätzlichen Statement zu Wort. Sein Credo: „Bei aller Anerkennung für die gut geplanten Teillösungen - aber es fehlt die große Perspektive: Alles Planen ist sinnlos, wenn man es nicht schafft, das Rheinufer ‚autofrei‘ zu bekommen. Parkplätze außerhalb des Rheinufers müssen her, zum Beispiel an der Schwickerath - Allee.“ Der Redner fand hinsichtlich seines Beitrags viel Zustimmung, zumal er den Finger in eine viel diskutierte Wunde legte: Die Dauer-Parker am Rheinufer. Fazit: „Da muss tatsächlich eine Lösung her - ohne jedoch die Zufahrt zu den Hotels zu tangieren.“ Also: die Quadratur des Kreises? Forderung aus dem Publikum: „An diesem sensiblen Punkt der Stadt darf es - wenn schon saniert wird - keine Flickschusterei geben, sondern nur eine dauerhafte Lösung, die der touristischen Zukunft der Quellenstadt dient!“ Die Stadtbürgermeisterin hierzu: „Das müssen wir jetzt alles unter einen Hut bringen, denn wir wollen unsere Schokoladenseite so gestalten, dass sie möglichst vielen gefällt, den Gastronomen wie den Gästen. Dafür war diese Versammlung eine Bestandsaufnahme - zunächst sonst nichts. Nach weiterem Durchlauf durch die Beschlussgremien lassen wir wieder von uns hören!“ Bis dahin tut die Rheinpromenade als eine der romantischsten am ganzen Strom ihren Dienst - wie bisher. Die Gastronomen verwöhnen die Gäste, die Radfahrer steigen ab und schieben sich und ihr Gefährt durch die Sitzreihen, nutzen gelegentlich auch die Chance, sich durch ein Getränk zu erfrischen. Und was die Verbesserungspläne angeht: „Gut Ding will Weile haben“ - ohne Geduld geht es nicht.

Die Planer möchten das Bad Breisiger Rheinufer noch attraktiver gestalten.

Die Planer möchten das Bad Breisiger Rheinufer noch attraktiver gestalten.

Bürger und Mandatsträger diskutierten über mögliche Lösungen.

Bürger und Mandatsträger diskutierten über mögliche Lösungen.

Horst Huhmann stellte die Pläne zur Modifizierung der Rheinpromenade vor und beantwortete Detailfragen zu den Vorhaben.

Horst Huhmann stellte die Pläne zur Modifizierung der Rheinpromenade vor und beantwortete Detailfragen zu den Vorhaben.

Die Rheinpromenade soll neu gestaltet werden - aber wie?Fotos: FA

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