Initiative Region Mittelrhein prämierte gesündeste Betriebe
Staatssekretär David Langner zeichnete die Gewinner am RheinAhrCampus aus: „Gesunde Arbeitnehmer sind ein Interesse eines jeden Chefs“
Remagen. „Sie leisten einen wichtigen Beitrag zur Gesundheitsförderung ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, vor allem in Klein- und Mittelbetrieben, und damit zur Leistungsfähigkeit ihrer Unternehmen“, so Staatssekretär David Langner in seiner Rede anlässlich der Prämierung der Sieger des Unternehmenswettbewerbs „Gesunde Betriebe in der Region Mittelrhein am vergangenen Donnerstag im RheinAhrCampus. Im vergangenen Jahr rief die Initiative Region Mittelrhein diesen Wettbewerb aus, an dem sich 35 Betriebe beteiligt haben. Der Wettbewerb wird mit Mitteln des Ministeriums für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie im Rahmen der Initiative Gesundheitswirtschaft Rheinland-Pfalz gefördert.
Vielfalt des betrieblichen Gesundheitsmanagement
Die Bewerbungsunterlagen waren genauso unterschiedlich wie die Betriebe, die an dem Wettbewerb teilgenommen haben. Aber darum geht es auch: Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) ist unvorstellbar vielfältig. Es geht vom täglichen Obstkorb über Kinderbetreuung, Massageangeboten, Mitbestimmung bei der Bürogestaltung bis zur psychologischen Hotline. Und BGM ist sowohl im Kleinst- wie auch im Großbetrieb Grundlage für die Gewinnung und Sicherung von Fachkräften. „Wichtig ist es“, so Staatssekretär Lagner, „dass die Maßnahmen den Betrieben und vor allem den Beschäftigten zu Gute kommen und Beispielcharakter über die Region Mittelrhein hinaus haben“. Der Dank von Langner galt der Initiative Mittelrhein, die sehr gern vom Ministerium unterstützt worden sei. Der Dank galt den teilnehmenden Betrieben, der Jury und den Paten, unter anderem dem Krupp-Verlag Sinzig.
Melanie Ziegler kreierte die Trophäen
Der stellvertretende Vorsitzende Werner Schmitt stellte auch die 15-jährige Gymnasiastin und Künstlerin Melanie Ziegler vor, die die Trophäen für die ersten Plätze in den Kategorien Großunternehmen, Mittelständische Unternehmen, Kleinunternehmen und Kleinstbetriebe kreiert hatte.
Intensive Kommunikation
Den ersten Preis in der Kategorie Großunternehmen erhielt die HUF-HAUS GmbH aus Hartenfels. Sie überzeugte die Jury vor allem mit ihrer systematischen Ergebnis-Bewertung und Evaluation in Zusammenarbeit mit der RWTH Aachen. Angeboten werden unter anderem ein Fitnessstudio, Ergonomie am Arbeitsplatz, aber auch das Ändern von Verhaltensweisen und eine intensive Kommunikation. Den zweiten Platz in dieser Kategorie holte sich Globus Handelshof und den dritten Platz ThyssenKrupp Rasselstein aus Andernach. In der Kategorie Mittlere Unternehmen siegte eine Behörde, die Verbandsgemeinde Maifeld.
Sie bildet beispielsweise Mitarbeiterinnen zu Übungsleiterinnen für die wöchentliche Bürogymnastik aus. Auch eine tägliche Trinkerinnerung per Computer und zur Verfügung gestellte Getränke kamen gut an. Den zweiten Platz sicherte sich die Verbandsgemeinde Vallendar und den dritten Platz Kimmel Zahntechnik aus Koblenz. In der Kategorie Kleinbetriebe entschied sich die Jury für die Firma M&S Zahntechnik aus Trier, die unter anderem aktive Kurzpausen anbietet und auch Familienangehörige ins Betriebsgeschehen mit einbindet. Platz zwei holte sich Leisenheimer Die Malerwerkstätte aus Windesheim, gefolgt vom Drittplatzierten Colak GmbH aus Urmitz. Den ersten Preis für ein Kleinstunternehmen erhielt die Frisur-Manufaktur aus Sankt Katharinen. Bei der Anschaffung von Fönen wurden extra leise Exemplare angeschafft. Die Friseurin, die Hausbesuche tätigt, erhielt ein Fahrsicherheitstraining. Den zweiten Platz bei den Kleinstbetrieben holte sich Euro-Prinz aus Andernach und den dritten Preis Biosthetiksalon Kasper aus Hachenburg.
Gesunde Mitarbeiter als entscheidender Wettbewerbsfaktor
Werner Schmitt, stellvertretender Vorsitzender der Initiative Mittelrhein, zeigte sich sehr zufrieden über die Teilnahme an diesem ersten Wettbewerb. Der Wettbewerb „Gesunde Betriebe in der Region Mittelrhein“ soll nun alle zwei Jahre ausgeschrieben werden. „Wir hoffen, dass immer mehr Betriebe daran teilnehmen werden. Denn jeder investierte Euro fließt mit drei bis sechs Euro wieder zurück ins Unternehmen“, so Schmitt „Gesunde, motivierte Mitarbeiter sind mittlerweile ein entscheidender Wettbewerbs- und Standortfaktor“, hob Schmitt abschließend hervor.
David Langner Staatssekretär im Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie, Erich Metzdorf Mitinhaber der Fa. M & S Zahntechnik in Trier, Stefanie Neifer Inhaberin der Frisur-Manufaktur in St. Katharinen, Benedikt Huf Geschäftsführung der Firma Huf-Haus GmbH & Co. KG, Hartenfels, Maximilian Mumm Bürgermeister der Verbandsgemeinde Maifeld und Werner Schmitt Stellvertretender Vorsitzender der Initiative Region Mittelrhein (v.re). Foto: privat
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