Wassenach: Erfolgsmodell Tante-Enso-Markt
Investitionen stärken Wassenachs Zukunft
Wassenach. Bei einem Vor-Ort-Termin in Wassenach hat sich die Landtagsabgeordnete Petra Schneider (CDU) gemeinsam mit Ortsbürgermeister Manfred Sattler über aktuelle Projekte und Entwicklungen in der Gemeinde informiert. Bei einem Rundgang in Begleitung weiterer Fraktionsmitglieder der CDU durch den Ort standen insbesondere Nahversorgung, Bildungsinfrastruktur und laufende Investitionen in die Zukunft der Gemeinde im Mittelpunkt.
Ein wichtiger Anlaufpunkt im Ort ist der im Mai 2024 eröffnete Tante-Enso-Markt, der sich nach Angaben des Ortsbürgermeisters inzwischen sehr gut etabliert hat. „Der Markt wird von den Bürgerinnen und Bürgern hervorragend angenommen“, berichtete Sattler. Besonders bemerkenswert sei, dass der Markt in zwei Quartalen in 2025 die Umsatzvorgaben übertroffen habe. Dadurch konnte jeweils eine Prämie von 400 Euro an die Gemeinde für soziale Projekte ausgezahlt werden. Seit der Eröffnung wurde zudem das Sortiment erweitert und qualitativ weiter verbessert. Auch die Öffnungszeiten rund um die Uhr würden genutzt. Gerade junge Menschen kauften häufig in den Abend- und Nachtstunden ein. Junge Familien können mit ihren Kindern in ruhiger Atmosphäre das Einkaufen lernen.
Ein weiterer Schwerpunkt des Gesprächs war die Entwicklung der Bildungs- und Betreuungsangebote in Wassenach. Die Kindertagesstätte im Ort ist derzeit mit 62 Kindern vollständig belegt. Für die Jahre 2026 und 2027 ist deshalb eine umfangreiche Erweiterung geplant. Vorgesehen sind unter anderem eine neue Mensa mit Küche, ein Aufzug, ein neues Leitungsbüro sowie zusätzliche Räume zum Schlafen, Basteln und Spielen. Die Gesamtkosten liegen bei rund 1,8 Millionen Euro. Land und Kreis beteiligen sich voraussichtlich mit etwa 50 Prozent an der Finanzierung.
Auch die Grundschule wird in den kommenden Jahren erweitert. Geplant ist ebenfalls der Bau einer Mensa mit Küche sowie zusätzlicher Sozialräume für das Personal. Die Investition beläuft sich auf rund 500.000 Euro, wobei Land und Kreis etwa 70 Prozent der Kosten übernehmen. Bereits heute wird an der Schule eine Ganztagsbetreuung von 7 bis 16 Uhr angeboten, die von 40 der insgesamt 60 Schülerinnen und Schüler genutzt wird. Darüber hinaus ist eine umfassende Neugestaltung des Schulhofs vorgesehen. Geplant sind unter anderem ein Multisportfeld, das auch von Jugendlichen am Nachmittag genutzt werden kann, sowie zusätzliche Beschattung durch Sonnensegel und neu gepflanzte Bäume. Die Kosten hierfür liegen bei rund 300.000 Euro. Die Förderung des Landes beträgt nach Angaben der Gemeinde derzeit etwa 10 bis 15 Prozent. Parallel zu diesen Projekten laufen derzeit umfangreiche Infrastrukturmaßnahmen im Ort. Rund die Hälfte der Haushalte wird aktuell noch an das Glasfasernetz angeschlossen. Gleichzeitig wird die Stromversorgung modernisiert: Dachleitungen werden durch Erdkabel ersetzt.
„Wassenach investiert mit großem Engagement in seine Zukunft, insbesondere in Bildung, Betreuung und moderne Infrastruktur“, betonte Petra Schneider nach dem Rundgang. „Das zeigt, wie wichtig leistungsfähige Kommunen für die Entwicklung unserer Region sind.“ Ortsbürgermeister Sattler machte jedoch auch deutlich, dass diese Investitionen die Gemeinde stark fordern. „Nach Abschluss der Maßnahmen wird unser Sparkonto zunächst wieder leer sein“, erklärte er. Gleichzeitig sei die Entwicklung des Ortes insgesamt sehr positiv: Die Einwohnerzahl sei inzwischen auf fast 1.400 Menschen gestiegen, Leerstand gebe es kaum noch.
Für Schneider ist das ein starkes Signal: „Wassenach zeigt, dass ländliche Gemeinden attraktiv bleiben können, wenn konsequent in Infrastruktur, Bildung und Lebensqualität investiert wird.“
Pressemitteilung Petra Schneider
