Januar-Statistik der Agentur für Arbeit
Jahr startet mit deutlichem Plus bei der Arbeitslosigkeit
Zahlen für den Landkreis Ahrweiler von Winter und Jahreswechsel geprägt
Kreis Ahrweiler. Ende Januar zählen die Statistiker der Agentur für Arbeit im Landkreis Ahrweiler 3.117 arbeitslose Menschen - 467 mehr als im Dezember. Die Arbeitslosenquote klettert um 0,7 Punkte auf 4,8 Prozent. „Ein saisonüblicher Anstieg“, meint Ulrike Mohrs, die Leiterin der Arbeitsagentur Koblenz-Mayen. Dass der sich angesichts der vergleichsweise milden Witterung sogar noch im Rahmen hält, zeigt der Vergleich mit dem - deutlich frostigeren - Vorjahr. Damals gab es im Ahrkreis 127 Arbeitslose mehr. Die Quote lag bei 5 Prozent. Neben den saisonüblichen Einflüssen wirkten sich auch Quartals- und Jahresende auf die Statistik aus, erklärt Mohrs. „Dann laufen viele befristete Beschäftigungen aus, was sich stets auf die Zahl der Arbeitslosen auswirkt. Allerdings ist das meist ein eher kurzfristiger Effekt.“
Deutlich stärker ist diesmal der Rechtskreis des Sozialgesetzbuches (SGB) III von der Zunahme der Arbeitslosigkeit betroffen. Das heißt, die meisten Männer und Frauen, die sich im Januar arbeitslos meldeten, sind über die Arbeitslosenversicherung abgesichert, wo eine Zunahme um 322 auf nun 1.519 verzeichnet wird. In der Grundsicherung nach SGB II, also bei den sogenannten Hartz-IV-Empfängern, steigt die Arbeitslosigkeit um 145 auf 1.598 an. Auch hier offenbart sich der milde Winter im Vorjahresvergleich: Im ersten Monat 2013 wurden im SGB III 133 arbeitslose Menschen mehr gezählt, im SGB II waren es sechs weniger. Derzeit werden im Ahrkreis 48,7 Prozent der Arbeitslosen dem SGB III und 51,3 Prozent dem SGB II zugeordnet.
Winterlich ruhig ging es im Januar auf dem Stellenmarkt zu. 104 neue Angebote erreichten den Arbeitgeberservice. Damit liegen der Agentur für Arbeit zum Monatsende 323 offene Stellen aus dem Landkreis vor.
Für Ulrike Mohrs birgt das aktuelle Zahlenwerk der Statistiker keine großen Überraschungen. „Der Anstieg zum Jahreswechsel war zu erwarten. Dass er geringer ausgefallen ist als vor einem Jahr ist dem milden Winterwetter geschuldet. Was die nächsten Wochen bringen werden, hängt deshalb auch nicht zuletzt davon ab, ob es noch einmal frostig kalt wird oder nicht. Branchen wie die Gastronomie werden aber ohnehin erst mit dem Ostergeschäft wieder anlaufen. Spätestens dann sollten die Arbeitslosenzahlen also deutlich sinken.“ Pressemitteilung der
Agentur für Arbeit Koblenz-Mayen
