Allgemeine Berichte | 02.02.2015

Große Galasitzung der GKKG mit Prinzenpaar Jan-Peter I. und Theresa I.

„Kemmesch öss Oranje“

Bereits die Blaubärchen tanzen bei der GKKG auf hohem Niveau.

Kempenich. Auch im 2. Jahr der Regentschaft des sympathischen Kempenicher Prinzenpaares Jan-Peter I. „van Oranje“ und Theresa I. „von Vianen“ lassen die Narren im oberen Brohltal neben dem üblichen „Kemmesch Helau“ den Zusatz „Holland Hop“ erklingen. Geschah dies im letzten Jahr noch etwas scheu, so erklang dieser Ruf aus den Kehlen der Besucher der diesjährigen Galasitzung der Großen Kempenicher Karnevalsgesellschaft (GKKG) bereits in voller Stärke. Erstmals stand im letzten Jahr auch ein Herrscherpaar und sein Hofstaat in den holländischen landesüblichen „Klompen“ auf der Bühne und „Oranje“ war farblich stark vertreten. In diesem Jahr hatte sich das Prinzenpaar wieder etwa Originelles einfallen lassen. Sie statteten den 1. Vorsitzenden der GKKG Winfried Schäfer auch mit „Klompjes“ aus. Als das Niederzissener Prinzenpaar Rainer I. und Nicole I., das Wehrer Prinzenpaar Rolf I. und Silvia I. sowie die Burgbrohler Regenten Rolf I. und Kerstin I. zum Stelldichein der Prinzenpaare auf die Bühne kamen, staunten viele, denn Rainer I. erschien ebenfalls in „Klompen“, die er dem Kempenicher Prinzenpaar überreichte. Jan-Peter I. und Theresa I. ihrerseits konnten als Erinnerung den Gastpaaren ebenfalls eine „gefüllte Fußbekleidung“ überreichen.

Zuvor hatte Sitzungspräsident Jürgen Schlich nach dem Einmarsch der närrischen Kempenicher Streitmacht mit Möhnen, Blaubärchen, Kringelbuhr-Armee, Funken und Stadtsoldaten sowie dem Elferrat mit herzlichen Worten die Gäste begrüßt, besonders Ehrenmitglied Josef „Kopp“ Becker, MdL Guido Ernst, Ortsbürgermeister Stefan Friedsam sowie die Gönner des Vereins. „Lasst uns froh und munter sein bis zum nächsten Sonnenschein“, kündigte er ein unterhaltsames Programm der guten Laune an, bevor die Blaubärchen (sie standen an diesem Abend mit 31 Aktiven auf der Bühne) in zwei verschiedenen Tänzen der unterschiedlichen Altersgruppen ihr Können bewiesen. Silvia Witz, Melanie Wilms und Bettina Kaltz hatten die „Kleinsten“ trainiert.

Humoristisch hatte Jan-Peter I. nach seinem Einmarsch in launischen Worten das närrische Auditorium gegrüßt. „Wir leben Fröhlichkeit und Jubel. Ich bin stolz, hier Prinz zu sein“, erklärte Jan-Peter I. unter großem Beifall der Narren. Er bedankte sich für die ihm entgegengebrachte Sympathie in der vergangenen Session und stellte fest: „Wir waren ohne Zweifel, das Highlight in der ganzen Eifel.“ Jörg Radermacher, der im weiteren Verlauf durch die Sitzung führte, dankte dem Prinzenpaar und sagte auch weiterhin für den Rest der Session die volle Unterstützung zu. Als Eisbrecher in der Bütt hatte es „Ne Dummschwätzer“ (Florian Gammel) da schwerer, den närrischen Bazillus bei den Gästen zu wecken. Doch mit Bravour schaffte der Brohl-Lützinger diese Klippe. Nachdem die 13 Tänzerinnen der Kringelbuhr-Armee ihren von Steffi Schäfer einstudierten tollen Tanz gezeigt hatten, stand mit Stefan Vogt ein weiteres Büttenass auf der Bühne. Wenn er mit seiner über 30-jährigen Bühnenerfahrung von „Sei“, dem Ehegespenst und seinem „Schatzebubbes“ loslegt, bleibt kein Auge trocken. Auch die Kempenicher Narrenscharr lag ihm zu Füßen, wie später auch bei dem langjährigen Sitzungspräsidenten Dieter „Diddi“ Ebert, der auch in diesem Jahr wieder eine tolle Rede im Programm hatte. Einen ganz besonderen Leckerbissen präsentierte die GKKG ihren Besuchern mit einem Duo, dass zwischenzeitlich landesweit beim SWR-Fernseh-Wettbewerb „Der Superfastnachter“ für Schlagzeilen sorgte. Was Udo Kohn und Thomas Berschbach als „Der Een on der Anne“ an Klamauk auf die Bühne zauberten, begeisterte auch den letzten Narr in der Leyberghalle. Da blieb keiner auf den Sitzen. Eine tolle Vorstellung der beiden aus Hönningen/Ahr. Ganz groß ist bei der GKKG das tänzerische Potenzial. Bereits die „Kleinen“ werden bei den Blaubärchen und bei der Kringelbuhr-Armee auf das spätere Mitwirken bei den Funken und den Stadtsoldaten vorbereitet. Daneben gibt es aber weitere Formationen, die eine wahre Augenweide sind und über enormes tänzerisches Können verfügen. In tollen „Kleopatra-Kostümen“ zeigten zunächst „De Leckerche“ einen von ihnen selbst einstudierten, großartigen Tanz. Auch die „SC-Indigos“ wussten, von Sabrina Schmitt trainiert, ihr tänzerisches Können in Szene zu setzen.

Mit ihrem 10. Auftritt auf der Gala-Sitzung der GKKG nahm das Männerballett „De ahle Manne“ Abschied von der großen Bühne. Zum letzten Mal von Trainerin Michaela Bläser auf „Vordermann“ gebracht, zeigten sie wie gewohnt einen tollen Tanz, wobei auch Prinz Jan-Peter und Hoffnarr Jürgen Klapperich mitwirkten. Eine plausible Erklärung für die zwischenzeitlich auch in die Jahre gekommenen Akteure der „Ahle Manne“ fand Thomas Eulgem: „Aufhören soll man, wenn das Stöhnen beim Training lauter wird als die Musik.“ Einen großartigen Schlusspunkt unter eine, mit vielen Höhepunkten gespickten, Gala-Sitzung setzten schließlich die von Eva Gros und Manuela Schäfer trainierten Funkten und Stadtsoldaten mit ihrem Tanz.

Doch ein Ende der Veranstaltung war noch lange nicht in Sicht. Nach den „Original Goldbachmusikanten“ unter der Leitung von Uli Arlt sorgten im Anschluss an das Sitzungsprogramm die „Schäl Pänz“ für weitere Karnevalshochstimmung, sodass an ein Nachhausegehen noch lange nicht gedacht wurde. Der Reigen der Veranstaltungen der GKKG geht aber noch weiter. Am 7. Februar findet um 15.11 Uhr die Kinder- und Jugendsitzung in der Leyberghalle statt. Am 12. Februar feiern die Möhnen ab 15.11 Uhr hier. Am Samstag, 14. Februar startet ab 20.11 Uhr die Karnevalsparty an gleicher Stelle und am 16. Februar findet der schon traditionelle Besuch im Seniorenheim mit anschließendem Kneipenumzug statt.

Eines der Glanzlichter bei der Gala-Sitzung der GKKG waren „Der Een on der Anne“. WK

Eines der Glanzlichter bei der Gala-Sitzung der GKKG waren „Der Een on der Anne“. Fotos: WK

Bereits die Blaubärchen tanzen bei der GKKG auf hohem Niveau.

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Kommentare
03.02.201514:52 Uhr
Ursula Schwarz

Hallo
Leider haben Sie mit keinem Wort die Superleistung des Solo Mariechens Svenja Schwarz der Brenker Karnevals Mafia erwähnt.
Mit ihren 16 Jahren trainiert sie sich nicht nur selber sie schneidet auch ihre Musik.

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