Politik | 04.11.2013, 18:22 Uhr

Mechthild Heil hält Kritik der GRÜNEN für völlig verfehlt

Kunststoffplakate unbedenklich

Polypropylen zu 100 Prozent wiederverwertbar

Kreis Ahrweiler. Mit Unverständnis reagiert die CDU-Bundestagsabgeordnete und Verbraucherschutzbeauftragte ihrer Fraktion, Mechthild Heil, auf die Kritik der Grünen im Kreis Ahrweiler an ihren Wahlplakaten. Der politische Mitbewerber hatte die Verwendung von Polypropylene-Kunststoffplakaten (PP) in Heils Bundestagwahlkampf kritisiert, nachdem die Christdemokratin einen Aufruf zur Müllvermeidung gestartet hatte. „PP-Plakate sind kein Müll, sondern ein reiner Wertstoff, der im Rahmen der Gelben Tonne oder auch im Restmüll wiedergewonnen wird und für den zurzeit ein Marktpreis von 200 Euro pro Tonne gezahlt wird,“ so die Christdemokratin. Die technische Rycycling-Quote für PP beträgt 99 Prozent, so Heil, damit kann der Kunststoff fast vollständig für neue Produkte wiederverwendet werden.

Im Gegenzug müssten sich die anderen Plakatierungsformen und diejenigen, die sie anwenden, unangenehme Fragen gefallen lassen, so Mechthild Heil. Papierplakate sind zu hinterfragen, ob der Rohstoff nicht aus Tropenwäldern komme und ob er FSC-zertifiziert ist, das heißt aus nachhaltiger Forstbewirtschaftung stammt. Sehr oft stamme das Billigpapier für Plakate aus China und erfülle den Nachhaltigkeitsanspruch nur selten. Durch den starken Kleister und die notwendige Holztafeln als Untergrund seien Papierplakate effektiv nicht recycelbar und müssen verbrannt werden. Die Holztafeln wiederum sind sehr oft aus Eukalyptusholz aus Brasilien und Argentinien gefertigt, auch hier ist die ökologische Vernunft bei der Nutzung dieser Ware sehr stark anzuzweifeln. Die neu auf dem Markt anzutreffenden Papp-Plakate bestehen, damit sie überhaupt acht Wochen bei Wind und Wetter draußen hängen können, aus einem Materialverbund aus Papier mit Kunststoffzwischenschichten sowie hohen Anteilen an Harzen. „Auch hier ist eine Wiederverwertbarkeit nicht gegeben, das landet alles in der Verbrennung,“ resümiert Mechthild Heil.

Mechtild Heil hat sich zudem bei ihrem Lieferanten für die PP-Plakate vergewissert, dass der dort verwendete Kunststoff aus deutscher Produktion stammt und keine Billigware aus Fernost ist. „Die Grünen sollten der Versuchung widerstehen, aus einer rein fundamentalistischen Haltung heraus Ökokritik an anderen zu äußern, ohne sich vorher über die Fakten informiert zu haben,“ so lautet der Ratschlag der CDU-Bundestagsabgeordneten an den politischen Mitbewerber.

Pressemitteilung

Mechthild Heil, MdB

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis – inkl. E-Paper
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Bildergalerien
Daueranzeige
Anzeige Shi Service Wochen
Aktionstag am 24.10.26
Innovatives aus Weißenthurm
Empfohlene Artikel
Mechthild Heil MdB (CDU)
149

Kreis Ahrweiler. Mit Kritik reagiert die CDU-Bundestagsabgeordnete Mechthild Heil auf den erneuten Vorstoß von Landrätin Cornelia Weigand, Bundeskanzler Friedrich Merz mit einem offenen Brief zur alleinigen Finanzierung der geplanten Hochwasserrückhaltebecken im Ahrtal zu bewegen. „Der Hochwasserschutz im Ahrtal ist viel zu wichtig, um ihn für politische Alleingänge und öffentliche Inszenierungen zu missbrauchen.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Die B267 in Altenahr.  Foto: ROB
1946

Die Sperrung bedeutet Einschränkungen im ÖPNV

Altenahr: Vollsperrung der B 267 ab 19. Oktober

Altenahr. Ab Montag, 19. Oktober 2026, muss die B 267 in Altenahr auf Höhe des Bahnübergangs an der Altenburger Straße voll gesperrt werden. Grund hierfür ist die Herstellung einer Außenanlage. Die Sperrung wird voraussichtlich bis einschließlich 6. November dauern. Die Umleitung erfolgt aus Fahrtrichtung Altenburg kommend über die B 257 und den Roßberg, aus Fahrtrichtung Altenahr kommend erfolgt die Umleitung entgegengesetzt, das heißt über den Roßberg und die B 257.

Weiterlesen